Nomen est omen …

oder doch purer Zufall?

Wisst ihr eigentlich warum ihr gerade euren Vornamen bekommen habt? Wie ich zu meinem Vornamen gekommen bin, dass weiss ich leider nicht. Bisher hat mich das auch wenig beschäftigt. Ich habe diesen Namen von meinen Eltern bekommen und bin damit auch sehr zufrieden und ich bin dankbar für diese Namenswahl.

Gestern aber, hat mir eine Bekannte nun zu „la sainte Beatrice“ gratuliert und mir einen schönen Feiertag gewünscht. Diese unerwarteten, liebgemeinten Glückwünsche haben mir veranlasst, mich etwas näher mit meinem Namen auseinanderzusetzen und es ist wirklich sehr interessant was da alles zu finden ist.

Schnell habe ich auf meinem Bildschirm schon 8 Seiten gleichzeitig geöffnet, die mich mit Informationen zu meinem Vornamen überhäufen. Die Spitznamen die ich im Laufe meines bisherigen Lebens erhalten habe waren: Trix oder Trixi und Bäzi nannten mich meine Onkel und meine Tante. Erst im Laufe der Zeit und vor allem meine Freunde aus der französischen Schweiz nannten mich Bea und das ist auch heute noch so.

BEATRICE ist ein lateinischer Name und stammt von Beatus (glücklich) und von beare (Glück bringen) und er bedeutet Glücksbringerin, die Glück Bringende und auch die Seligmachende. Wooow, das klingt doch schon mal sehr gut. Es ist wirklich so, wenn meine Mitmenschen glücklich sind, wenn es ihnen gut geht, dann bin auch ich glücklich.

Auf diesen Namenskarten die es an jeder Ecke zu kaufen gibt steht unter anderem:

Beatrice – Alles was sie macht ist gut organisiert und wohlüberlegt. Sie spricht unverhohlen, sie ist ehrlich und sehr tolerant. Hat eine blühende Phantasie und ist optimistisch. Ist leidenschaftlich, romantisch und hilfsbereit.

Übersetzt heisst das wohl … ich brauche mein kreatives Chaos und etwas Druck damit es rund läuft. Ich rede viel (manchmal auch zu viel) und ab und an auch vorschnell. Ich sage JEDEM meine ehrliche Meinung und dabei bleibts. Wenn mit Phantasie auch Kreativität gemeint ist, lasse ich das gelten. Mein Optimismus war auch schon grösser aber es könnte auch schlimmer sein. Ich betrachte mich als Realist. Mit der Romantik habe ich ehrlich gesagt nicht so sehr viel am Hut und ja, ich bin hilfsbereit. Ich freue mich, wenn ich jemandem helfen kann vor allem wenn es vielleicht gerade nicht erwartet wird. Aber was ich gar nicht mag ist ausgenützt zu werden, da hört der Spass definitiv auf.

Am 30.6.2001 gab es ein grosses Hochdruckgebiet mit unserem Namen. 2017 erhielten in der Schweiz 15 Mädchen den seltenen Namen Beatrice. In der Rangliste 1998 – 2017 war Beatrice auf Rang 460 mit insgesamt 269 Namensgebungen in der Schweiz.

Berta, Emil, Anton, Theodor, Richard, Ida, Cäsar, Emil lautet mein Vorname im deutschen Funkalphabet.

Die internationale Funksprache klingt direkt nach Durchsage eines Pilotens zum Tower und lautet: Bravo, Echo, Alpha, Tango, Romeo, India, Charlie, Echo.

Hinweise auf meinen Namen habe ich ebenfalls in Brailleschrift (Blindenschrift) und in Fingersprache für Gehörlose gefunden. Ausserdem gibt es ein Flaggenalphabet und eine Version für die Schifffahrt und sogar den entsprechenden Morsecode habe ich gefunden. In Numerologie ausgedrückt lautet mein Name 2 – 5 – 1 – 20 – 18 – 9 – 3 – 5 = 63

Beatrice ist in keinem heiligen Buch zu finden. Das wundert mich nicht und ist irgendwie auch beruhigend zu wissen.

Nomen est omen oder Zufall, in bin zufrieden mit meinem Namen und auch mit ALLEN, noch angewendeten Abkürzungen. Irgendwie habe ich jetzt gerade das Gefühl, mich ein bisschen besser kennen gelernt zu haben 🙂

Wisst ihr eigentlich was eure Namen bedeuten oder warum ihr sie bekommen habt? Ich freue mich auf eure Geschichten.

Eure Beatrice – Piccolina

Grippe, Erkältung oder doch eine Single-Grippe?

… das ist hier die Frage. Wie sieht es diesbezüglich bei EUCH so aus? Bisher habe ich immer gesagt,  ich sei noch NIE an einer Grippe erkrankt. Diesmal bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Schon als Kind waren vor allem Hals und Ohren meine Schwachstellen. Während mein Bruder, als kleiner aber nicht überhörbaren „Bernhardiner“ durch die Gegend hustete, war ist stets mit Ohren- und Halsschmerzen bedient.

Aus Erzählungen weiss ich, dass ich meine erste eiterige Mittelohrentzündung mit 6 Wochen hatte. Beim Arztbesuch fragte mein Mami unseren damaligen Hausarzt bezüglich der anstehenden Taufe.  Der gute Dr. Greter hatte sich dermassen erschrocken und die Hände in die Höhe geworfen und gesagt …. NEIN BITTE NICHT!  Wie bitte nicht?  Wollte er verhindern, dass ich getauft wurde, gefiel ihm mein Name nicht oder wäre die Prozedere mit dem Taufwasser allenfalls für meine Ohren schädlich gewesen.  Nein, nichts von alledem. Der gute, alte und mir komischerweise in allerbester Erinnerung bleibende Dr. Greter hatte gemeint, er würde angefragt mein Götti (Taufpate für Nichtschweizer) zu sein und anscheinend war er schon x-facher Götti.

Dieses Missverständnis konnte sofort gelöst und ich ein paar Wochen später getauft werden. Die Probleme mit Ohren und Hals sind mir geblieben und haben mich in regelmässigen Abständen immer wieder schmerzhaft durch meine Jugendzeit begleitet.  Ob meine, nicht unbedeutende Schwerhörigkeit in irgendwelchem Zusammenhang mit diesen, immer wiederkehrenden Erkrankungen in Zusammenhang steht, ist heute nicht mehr wichtig. Es könnte auch eine vererbte Schwerhörigkeit sein, da mein Grossvater mütterlicherseits ebenfalls sehr stark schwerhörig war.  Eines ist sicher, zu laute Musik und Kopfhörer sind bei mir absolut keinen Grund für den Hörverlust.

Fast regelmässig hatte ich also meine Anginen oder meine Mittelohrentzündungen. Meistens sogar im Sommer, wenn alle anderen im Schwimmbad plantschten, sass ich warm eingewickelt zuhause.  Im Alter von ca. 12 Jahren wurden mir die Hals- und Rachenmandeln rausgenommen. Ein paar Jahre später, hatte der HNO-Arzt dann doch noch festgestellt, dass ich die linke Nasenhälfte fast verschlossen hatte und so wurde auch das noch korrigiert.  Nach dieser OP, die leider an der Nasenform nicht veränderte, hatte ich Jahrzehnte mehr oder weniger keine Beschwerden.

Da ich wirklich fast nie Fieber hatte, betrachtete ich solchen Erkrankungen immer nur als Erkältung und nie als Grippe. Heute wird doch jeder kleine Schnupfen als Grippe betitelt und auch entsprechend therapiert und ich habe ja auch keinen Schnupfen.

Geplant waren diese Woche zwei Skitage mit Freunden.  Bei schönsten Bedingungen und ich hatte mich wirklich schon darauf gefreut. Leider nein … da sitze ich nun hier zuhause mit dickem Schal um den Hals gebunden, im Wechsel in Zwiebeln oder in Quark gewickelt und warte auf Besserung.  Den unerwarteten, sehr überraschenden Kälteanfall mit anschliessendem Temperaturanstieg auf 38,7 Grad habe ich gut überstanden.  Wenn da nur nicht diese schrecklichen Hals- und Kopfschmerzen  wären, die unverdrossen weiter andauern.  Bald habe ich alles durch, was mir an gutgemeinten Ratschlägen mitgegeben wurde. Salzwasser gurgeln, Salbeitee gurgeln (ich trinke ihn lieber), Unmengen an Tee trinken, Ingwertee, Ingwer-Shots,  Wickel jeglicher Art, Bettruhe und Schonung … und inzwischen habe ich auch auf entzündungshemmende Medikamente erweitert.

Eines aber ist für mich doch sehr beruhigend. Egal wie sehr mein Hals schmerzt … essen geht immer und der Appetit hat auch nicht sonderlich gelitten und das ist doch ein gutes Indiz, dass ich eigentlich kerngesund bin, oder meint ihr nicht auch?

Was mir auffällt, ist die Tatsache, dass ich seit ich hier im wunderschönen Greyerzerland lebe, doch öfters irgendein „Boböli“ habe.  Für mich ist die Erklärung dazu naheliegend. In Lauenen lebte ich doch relativ isoliert und hatte weniger Kontakte zu Mitmenschen, Pollen, Viren und anderen Käferchen aber ich war auch deutlich weniger unterwegs anzutreffen. Erschwerend ist sicher auch die Tatsache, dass ich jetzt alleine lebe, viel mehr auf mich und auf meinen Körper hören kann oder hören muss und mich nicht mehr um meine Liebsten zu sorgen brauche. Vielleicht nennt man das ja eine typische Single-Grippe, es gibt ja schliesslich auch den Männer-Schnupfen. Apropos Männer-Schnupfen … ich habe gerade erfahren, dass ein Nachbar auch krank ist. Angesteckt habe ich ihn bestimmt nicht, weil wir uns nur sehr selten sehen aber irgendwie doch ein beruhigender Gedanke … so quasi alles nur noch halb so schlimm. Ich glaube fest daran, dass es morgen doch besser gehen wird und sonst werde ich mich wieder mal um einen Arzttermin kümmern müssen. Der Winter dauert ja hoffentlich noch eine Weile und ich vertraue darauf, dass ich den einen oder anderen Skitag auch nach dem  Rummel der Sportferien noch geniessen kann.

Passt auf euch auf und bleibt alle schön gesund, schreiben und lesen ist glücklicherweise nicht ansteckend.

Eure „eingewickelte“ Piccolina

Schnäppchen – Wahnsinn?

 

Etwas Gutes für die Gesundheit und für den Erhalt der Jugendlichkeit tun, WER möchte das nicht?  Genau darum, bin ich vorgestern in der Abenddämmerung zu Fuss aus der Stadt nach Hause marschiert. Nach den Süssigkeiten zum Zvieri , war ich das mir und meiner Gesundheit schuldig. Bei der nahegelegenen Apotheke habe ich meinen Marsch unterbrochen, um meinen Vorrat an Augentropfen aufzustocken, bevor das Rezept abläuft.

Die Bedienung wie immer sehr kompetent und zuvorkommend. Jedes auch noch so kleine Schächtelchen, welches über den Ladentisch den Besitzer wechselt, wird vor der Übergabe im Hintergrund von einem weiteren Augenpaar begutachtet und beglaubigt. Für mich genügend Zeit, die Auslage bei der Kasse zu bestaunen.  Eine zugegeben elegante Pyramidenförmige Verpackung in einem dezent schimmernden Grün und Weiss mit unserem bekannten Schweizerkreuz.  Bereits beim Erkennen des Namens haben sich bei mir ganz spontan die ersten Stirnfalten geglättet.

Wildhorn?  Ja genau, Wildhorn und dahinter ein kleines R in einem KREIS? Der Name Wildhorn eine eingetragene Marke? Der Name eines Berges als eingetragene Marke, muss ich nicht verstehen!

Das Wildhorn ist ein laut Google eine Erhebung in der Schweiz!

Laut Wikipedia ist das Wildhorn mit 3‘248 m. ü. M. sogar die höchste Erhebung der Wildhorngruppe in den westlichen Berner Alpen in der Schweiz. Wikipedia weiss auch, dass der Berg einen Doppelgipfel mit einem Gipfelkreuz besitzt und dass über den Berggipfel die Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis verläuft.

Nichts von alledem steht auf der besagten Pyramidenförmigen Verpackung in der Apotheke.

Dort steht WILDHORN mit einem zugegeben wenig einfallsreichen Logo, welches mich eher an eine Fieberkurve oder an ein Börsenbarometer erinnert  –  WILDHORN FINE COSMETICS SWISS MADE!

Anstelle des Gipfelkreuzes, steht auf dem oberen Teil der Verpackung in Hochformat:  100% natural active ingredients SWISS ALPINE REGENERATION FACIAL OIL Pure local plant extracts.

Soweit so gut … ich entdecke auf der Auslage auch den Inhalt dieser ansprechenden Verpackung, ein  kleines Röhrchen, ebenfalls in schimmerndem Grün und Silber mit einem weissen Hut, welcher höchstwahrscheinlich Teil der darin enthaltenen Pipette ist.

Das Wildhorn war während 37 Jahren mein Hausberg. Mein Hausberg, ohne dass ich jemals auf dem Gipfel war. Weiter als bis zur Wildhornhütte haben meine Kondition und meine Vorliebe zum Wandern und Bergsteigen nie gereicht. Trotzdem liebe ich diesen Berg genauso, wie meinen heutigen Hausberg den vielbesungenen Moléson.

Ein kurzer Blick auf den Boden der Pyramide hat mir im Nullkommanix (schreibt man sicher nicht so) sämtliche Krähenfüsse und Lachfalten aus meinem Gesicht vertrieben. Das Mittelchen scheint also zu wirken 🙂 Inhalt 13 ml  –  Preis CHF. 180.00!

WOOOOW, für diesen Preis muss ja ziemlich viel Wildhorn drin sein und es muss sich tatsächlich um ein wahres Wundermittelchen handeln.

Meine Recherchen im Internet haben nicht wirklich viel ergeben. Das Einzige was ich gefunden habe, waren zwei Blogbeiträge und ein paar Bilder.  Laut besagtem Blogbeitrag und den Angaben auf der Verpackung besteht der Inhalt des extrem kostbaren Öls aus folgenden Zutaten:

99,9% der Inhaltsstoffe kommen aus der Schweiz. (0,01% natürliches Vitamin E) Zudem sind alle 100% der Inhaltsstoffe aktiv … muss ich das jetzt auch noch verstehen? Es geht echt SCHWEIZERISCH weiter mit Aprikosen- und Traubenkernöl aus dem Kanton Wallis, Kirschkernöl aus dem Kanton Wallis, Ringelblumenextrakt aus dem Kanton Waadt, Edelweiss-Blumenextrakt aus dem Kanton Wallis (von der im Wallis liegenden Rückseite des Wildhorns?) und Melissenextrakt und ätherisches Öl aus dem Kanton Waadt …. und noch viele weitere!  Als sehr POSITIV bewerte ich die Feststellung, dass das Wildhorn Öl NICHT an Tieren getestet wurde. Aber wie bringt man wohl so viel Wirkstoffe in so eine kleine Menge?

Ob ALL das den Preis von Fr. 180.00 für nur 13ml Wert ist? Kein Mensch braucht ja wohl einen ganzen Liter von diesem Wundermittel aber ein Literpreis von Fr. 13‘846.15 Franken finde ich persönlich einfach den absoluten Wahnsinn. Oder nennt man das jetzt vielleicht einfach Dekadent? Stellt euch mal vor, was eine vierköpfige Familie mit diesem Geld alles anstellen könnte? Es gibt sogar mehrere kleinere NEUWAGEN in dieser Preiskategorie.

Ich werde es definitiv nie selber herausfinden weil ich NIE und NIMMER so viel Geld für so viel Versprechen und so wenig Inhalt ausgeben würde.  Was meint Ihr dazu?  Vielleicht wäre das ja das passende Weihnachtsgeschenkt für die Schwiegermutter oder so? Falls ihr eigene Erfahrungen mit diesem Schnäppchen-Wunderöl habt, würde mich das wirklich sehr interessieren. Mein Erstaunen hat meinen Falten zumindest für ein paar Tage extrem viel Spannung bereitet … irgendwie fast wie ein Gratis Lifting 😊

Eure staunende Piccolina

 

Im FAST – Digitalen Outback …

Swisscom sei Dank, darf ich seit vorgestern Abend testen wie es sich im FAST Digitalen Outback so lebt.  Glücklicherweise reichen meine Technikkenntnisse aus für einen Mobilen Hotspot via meinem funktionierenden Handy herzustellen, um mich wieder als Teil der modernen Gesellschaft zu fühlen und um diesen Beitrag hochzuladen.

Kein Internet, kein Festnetz-Telefon, kein TV … nicht mal Internetradio.  Die Informationen von Swisscom sind sehr spärlich und erst auf einigen Umwegen habe ich heute herausgefunden, dass die Störung voraussichtlich bis am Abend vom 3. Dezember andauern wird.  Störung ? Ich nenne das einen Totalausfall.

Ich glaube, ich gehöre hier zu den wenigen „auserwählten“ bisher eigentlich immer zufriedenen Swisscom-Kunden die nun von diesem Ausfall betroffen sind. Die Mehrzahl der Bewohner hier sind bestimmt Netplus-Kunden.

Es ist ärgerlich aber da ich eh fast nie TV schaue (Skirennen lässt sich auch via Handy verfolgen) ist der Schaden nicht wirklich gross und mit meinem mobilen Hotspot bin ich ja Internetmässig gerettet!

Ich wünsche euch ein schönes, ruhiges und besinnliches erstes Adventswochenende und mir wünsche ich, dass die Swisscom den Fehler finden und beheben möge.

Mein Wochenende wird  dank DAB-Radio, Piano spielen und mit arbeiten bestimmt trotzdem schön und gemütlich werden.

aus dem digitalen Outback grüsst euch eure Piccolina

P.S. kaum zu glauben, 30. November ca. 14h und es läuft schon wieder 🙂

Schwarzfahren an Black Friday …

Was soll denn plötzlich diese Hysterie von wegen BLACK FRIDAY?

Müssen wir eigentlich alles übernehmen, was die Amis uns vorleben, dass darf doch wohl nicht wahr sein. Valentine’s Day, Halloween, Black Friday, Thanksgiving … auf jeden Fall ist das Ziel immer das Gleiche – Umsatz steigern.

Ich war heute mit einer lieben Freundin beim Thai essen und dann gings zu Fuss zurück durchs Städtchen nach Hause.  An jeder Ecke war es zu sehen. Hier ein Plakat,  da ein Ständer auf dem Trottoir, dort ein riesiger Kleber am Schaufenster und überall ganze Heerscharen von Luftballons mit dem Hinweis auf Black Friday. Die Strassen waren voll, die Parkplätze alle besetzt und die Leute irrten schwer beladen umher.  Ob morgen Weltuntergang ist und heute die letzte Möglichkeit war um Geld auszugeben? 🤔 Ich möchte nicht wissen, wieviel Prozent von den Käufern ihr 50 % Schnäppchen morgen zu 100 % bereuen?

Wieviel unnötiges Zeugs wurde eingekauft, nur weil man uns vorgaukelt es sei gerade heute besonders günstig.  

Für Einige war es auch ohne zu bereuende Einkäufe heute ein eher schwarzer Tag, hat man uns doch beim Verlassen des Busses kontrolliert ob wir gültige Fahrausweise haben. Es herrschte plötzlich ziemlich Hektik und es schien, dass nicht alle den Begriff Black Friday richtig interpretiert hatten. Schwarz Fahren war heute definitiv nicht im Sonder-Angebot! 

Zuhause am Computer, habe ich nicht schlecht gestaunt über all die Mails in meiner Mailbox. Für einmal habe ich mir aber die Mühe genommen, all die unerwünschten Werbemails und Newletters näher anzuschauen und nach einer ABMELDEN Möglichkeit gesucht.  Ob es wirklich was bringt werde ich wahrscheinlich erst im Laufe der Zeit merken und sonst, werde ich mich spätestens nächstes Jahr am Black Friday wieder daran erinnern und die Abmeldungen erneuern.

Eine schönen Abend wünsche ich EUCH ALLEN und ich hoffe, ihr müsst keinen, auch noch so kleinen Black Friday Kauf bereuen.

Falls Ihr aber glaubt, etwas verpasst zu haben … es dauert gar nicht mehr lange bis der Ausverkauf wieder beginnt!

Schönes und erholsames Wochenende nach dem anstrengenden Black Friday

eure Piccolina

Zwei Jahre ist es her … — MODEPRALINE

Zwei Jahre HOFFEN und BANGEN und KÄMPFEN.  Kein Mensch, der diese Situation als Betroffener oder Angehöriger nicht miterlebt hat, weiss nur ansatzweise was das bedeutet.

Vielleicht ist es auch gut, dass niemand weiss was morgen ist. Wünsche euch weiterhin viel Kraft und Mut und eine riesige Portion Glück besonders für den Göttergatten aber auch für das ganze Family-Dreamteam! Nicht aufgeben und auch in der schwierigsten Situation versuchen positiv zu denken! Ich drück euch ganz fest und bin in Gedanken bei EUCH!

 

Der 12. November – es sind zwei Jahre her. Vor zwei Jahren wurde uns von einer Sekunde auf die andere der Boden unter den Füssen weggezogen. Ohne Vorahnung, ohne Vorwarnung, ohne ein sachtes Gespräch wurden wir mit der Krebsdiagnose meines Göttergatten konfrontiert. Auf dem Korridor des Krankenhauses. Der Boden unter den Füssen tat sich auf […]

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Krankes Gesundheitssystem — MODEPRALINE

Wie recht du hast Modepraline. Wenn ich damals im Juli 2016 den Wissenstand von heute gehabt hätte … ich wäre bestimmt für meinen Herzmenschen sehr viel kämpferischer gewesen. Im Nachhinein weiss man immer alles besser aber die Diagnose unheilbar und palliativ war ein zu grosser Schock. Unsere Onkologin war trotz allem das BESTE was uns an der ganzen traurigen Geschichte dennoch passiert ist. Er hatte Vertrauen und ich auch und das war sehr hilfreich umso mehr wir keine so tolle kämpferische Familie und Freunde im Rücken hatten wie dein Göttergatte. Alle waren schlichtweg überfordert.
IHR aber, ihr macht das so SUPER und ich wünsche euch viel Kraft und dass es noch sehr lange weitergeht. Ich denke an euch und drück euch ganz fest!

 

Nach zwei Jahren intensivem Lebenskampf an der Seite meines Göttergatten wissen wir eines mit Sicherheit: Unser Gesundheitssystem ist krank, sehr krank! Wenn man von einem Tag auf den anderen auf den Onkoplaneten katapultiert wird, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder, man macht sich selber ganz schnell schlau und wird zur Kampfsau an der medizinschen Front … […]

über Krankes Gesundheitssystem — MODEPRALINE

XS passt …

Oh nein, ich habe nicht an Gewicht verloren und passe nun in XS. Im Gegenteil, ich habe diesen wundervollen Sommer so sehr genossen und dabei habe ich bestimmt kein einziges Gramm verloren 🙂 Und doch … ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein Teil in Grösse XS gekauft und es passt wie angegossen.

Mein Element ist bekanntlich das Wasser und ich habe auch diesen Sommer viel Zeit im und auf dem See genossen. Als es endlich etwas weniger heiss war, habe ich mit meinem Motorrad ein paar schöne, wenn auch zum Teil emotionale Ausfahrten gemacht. NUN aber, freue ich mich auf den Winter. Egal wie der Winter werden wird, ich freue mich auf die kühlen Temperaturen, auf die kürzer werdenden Tage und auf die langen Nächte. Zuhause bleiben, meine schöne Wohnung geniessen. Endlich an meinen Aufträgen arbeiten, ohne Angst zu haben, draussen etwas zu verpassen. Meinen Schwedenofen wärmen, leuchten und knistern zu lassen, Kerzen anzünden, viel mehr Piano üben und vielleicht sogar ab und zu mal etwas kochen? All das und vieles mehr sind meine Pläne für die kommenden Wochen oder Monate.

Zwischen Töff Touren und Winterspaziergängen und ebenso zwischen Schneeschuhlaufen und Standup Paddel gab es aber noch jede Menge Raum und auch freie Zeit für ein neues Abenteuer.

Genau das, ist jetzt mein neues E-Bike in Grösse XS! Jawohl, Grösse XS und es ist das erste Mal, dass ich mich auf einem Fahrrad wirklich wohl fühle. Auch der neue Helm sitzt bestens und so ist es kein Wunder, dass ich in den vergangenen Tagen und Wochen einfach nicht zum Schreiben gekommen bin. Die Gegend hier ist so wunderschön und zum Velofahren bestens geeignet. Meine neue Heimstrecke beträgt zwar im Moment nur ca. 25 km aber mit einem Höhenunterschied von bloss ca. 250 Metern ist sie bestens für mich als Anfänger geeignet.

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JETZT aber, ist wohl auch das vorbei und für morgen, passend mit der Winterzeit, ist endlich der langersehnte Wetterumschwung angesagt. Meine Pflanzen haben heute ihr Winterquartier im Treppenhaus bezogen und diejenigen, die im Winter auf der Terrasse bleiben, haben ein schönes Winterkleid bekommen.

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Mein Töff und mein neues E-Bike tragen einen feinen Wintermantel und haben seit heute Gesellschaft von einer knallgelben Vespa, welche mit ihnen das Winterquartier in der Einstellhalle teilen wird.

Zwar freue ich mich auf den Winter und auf Schnee und Kälte aber ich glaube ich werde meine Weggefährten auch ein wenig vermissen und mich dann umso mehr wieder auf den Frühling und auf neue Abenteuer auf zwei Rädern freuen.

Eines bin ich mir ganz sicher, egal was meine Waage im nächsten Frühling anzeigen wird, mein XS E-Bike passt auch im nächsten Frühling noch bestens.

Danke meinen Freunden und Lesern die meine Beiträge ein bisschen vermisst haben und mich mehrfach angefragt haben, warum ich denn nicht mehr schreibe. Ich bin wieder zurück aus meiner Sommerpause und ich werde versuchen, die Winterzeit wieder vermehrt zum Schreiben zu nutzen … so ich denn etwas zu berichten weiss.

Sommer 2018 du warst einfach wunderbar und ich hoffe auf ein Wiedersehen (vielleicht etwas weniger heiss und etwas weniger trocken) im nächsten Jahr. Ob mit oder ohne Sommerzeit … es ist jetzt höchste Zeit für einen schönen Winter!

eure XS-Piccolina

Ausgekocht – Ende Feuer …

Es gab Zeiten, da habe ich sehr gerne gekocht. Zusammen mit meiner Mutter, für meine Eltern, für Gäste und später zusammen mit meinem Mann. Er war gelernter Koch und obwohl er schon lange nicht mehr in der Küche gearbeitet hat, war er ein leidenschaftlicher Koch und wir verbrachten unzählige Stunden zusammen in der Küche.  Zugegeben … manchmal wurde ich der Küche verwiesen, weil ich es als Laie nicht lassen konnte, dem Profi reinzureden oder immer wieder zu fragen, WARUM oder WARUM NICHT?

Nach dem Tode meines Mannes wurde es schwierig. SEHR schwierig! Ich liebe meine schöne Küche aber kochen, nein kochen mag ich gar nicht mehr. Schon das Einkaufen ist für mich immer eine Qual, weil ich von dem ganzen Überangebot in den Läden überfordert bin und mich irgendwie nie entscheiden kann. (Zu diesem Thema passt auch dieser frühere Beitrag). Oft kaufe ich ein und zuhause mag ich es kaum mehr ansehen, nicht kochen und schon gar nicht mehr essen. Wenn ich früher meiner Mutter eine Freude machen wollte, gab’s bei uns zum „Znacht“, Café complet. Brot, Butter, selbstgemachte Confi (das ist ein MUSS) und etwas Käse oder mal eine Scheibe kaltes Fleisch. Vielleicht mal ein Joghurt oder Früchte oder Gemüse-Rohkost. Oder auch mal ein Früchtekuchen oder ein Birchermüesli.

Alleine zu kochen finde ich schrecklich und noch viel schlimmer ist das alleine am grossen Tisch sitzen und essen. Also gehe ich öfters ins Restaurant. Ich kenne nach zwei Jahren fast jedes Restaurant in der Gegend und bin abgesehen von einem einzigen Mal, ausgerechnet an meinem 60 Geburtstag, immer zufrieden gewesen. Sicher, es gab Highlights und auch nur Nahrungszufuhr ohne speziellen Genuss aber ich schaffe es locker, in jedes noch so gute Restaurant, allein essen zu gehen.

Meine Essensvorräte zuhause sind aber immer noch vorhanden und ab und zu komme ich leider auch in Versuchung noch etwas dazu zu kaufen. Man kann ja nie wissen 😉

Heute war nun wieder mal genau so ein Tag. Ich wollte einfach nur zuhause bleiben und ein paar Stunden zügig arbeiten um einen Auftrag fertig zu machen. Also ein Blick in meinen kleinen, mehrheitlich mit selbstgemachter Confi ausgestatteten Mini-Tiefkühler. Ein halbes Schweinsfilet und Blattspinat war noch da und sollten weg.  Irgendwann war ich wohl auch wieder mal schwach geworden und habe mich von einem Paket  GOURMET-Kartoffelpüree mit Steinpilzen um den Finger wickeln lassen.

Was ich jetzt nach diesem Kochen resp. Essen ganz sicher weiss … NIE MEHR! Das BESTE war meine selbstgemachte Sauce mit den wirklichen getrockneten Steinpilzen. Das Schweinfilet war …. na ja und Blattspinat mag ich definitiv nicht mehr.  Aber dieses GOURMET-Kartoffelpüree – kurz gesagt UNGENIESSBAR.  Vier Pfannen zum Putzen und auch noch ein verspritzter Herd für diesen „Schlangenfrass“.  NIE WIEDER!  Ehrlich, wer um Himmels Willen kann diese Pappe essen?  Ich bin mir sicher, eine gestampfte Kartonschachtel wäre geschmacklich nicht minderwertiger gewesen.

Kurz und gut, ENDE FEUER – ausgekocht. Bei mir gibt’s höchstens noch Eintöpfe, Suppen in allen Variationen, etwas Feines vom Grill, ein Ofen- oder  Wok-Gericht, eine Paella und ganz viel kalte Küche inkl. Café complet.

Den Rest überlasse ich mit Freuden den leidenschaftlichen Köchen in all den tollen Restaurants, welche ich immer wieder gerne besuche. Meine Kochleidenschaft hat endgültig ausgelitten.

Ich kenne ein paar wirklich gute Adressen! Falls also jemand von euch mal Lust hat Essen zu gehen, meldet euch doch einfach :-))

eure ausgekochte Piccolina 🙂

Glück gehabt …

Schon oft habe ich in meinem Leben Glück gehabt. Leider kenne ich aber auch die andere Seite und wie man sich fühlt wenn man kein Glück hat. Heute sind es genau zwei Jahre, dass ich mit meinen beiden Katern Grisou und Skippy hier in Riaz in meine wunderschöne Wohnung eingezogen bin. Diese traumhafte Wohnung zu finden war ein absoluter Glücksfall. Umso trauriger und schwerer war es dann, die Schlüssel für die Wohnung nur gerade 10 Tage nach dem Tode meine geliebten Mannes in Empfang zu nehmen. ER hatte sich so sehr auf dieses neue Zuhause und auf das Greyerzerland gefreut.

So wechseln Glück und Unglück im Leben und wir müssen jeden Tag aufs Neue lernen damit zu leben und zu akzeptieren.  In den letzten zwei Jahren habe ich sehr viel liebe Freunde gefunden und ich bin wirklich sehr dankbar für jede einzelne Begegnung.

Von einem ganz besonderen geräuschvollen Glücksfall muss ich euch aber jetzt berichten. Bekannterweise trage ich ja seit 12 Jahren zwei Hörgeräte. Es sind Hörgeräte der neusten Generation und entsprechend nicht ganz günstig. Wenn ich alleine bin, trage ich die Geräte eher selten. Zwar führe ich öfters mal Gespräche mit mir selber aber das kann ich auch ohne Hörhilfen. Beim Piano spielen ist es unterschiedlich. Ohne Kopfhörer spiele ich mit und sonst mit dem Kopfhörer natürlich wieder ohne.

Neulich hatte ich Besuch in meinem kleinen Paradies am schönen Greyerzersee und um auch wirklich ALLES zu verstehen, trug ich logischerweise meine Hörgeräte. Ich bin bekanntlich eine Wasserratte und springe öfters mal ins erfrischende Wasser.  Voller Freude stürzte ich mich in den See, eine halbe Drehung auf den Rücken und rückwärts mit dem Kopf ins Wasser.  OMG … was war das für eine Lärm. Es war, als ob ich direkt in einem Wasserfall stehen würde. Ein Schreck fuhr mir durch die Glieder und ich wurde dadurch fast aus dem Wasser zurück an den Strand katapultiert.  Ein kurzer Griff an meine Ohren bestätigte mir meine Befürchtungen.

Uuppps … ich also wie ein Tornado zurück über den Zeltplatz zu meinem Hüsli und sofort raus mit den teuren Dingern die einen solchen Lärm in meinen Ohren veranstaltet haben. Klappe auf, Batterie raus … sofort zum Sonnenbad, resp. zur Trocknung ausgelegt.

Ein paar Stunden später habe ich mit sehr mulmigen Gefühl und ziemlich Herzklopfen die Batterien verstaut, die Klappe geschlossen und welch GLÜCK, der befreiende Signalton ertönte nacheinander in meinen beiden Ohren.

Das war wirklich Glück und ich glaube kaum, dass mir das noch einmal passieren wird. Man muss ja das Glück nicht herausfordern oder bewusst zu sehr strapazieren. Es spricht für die Qualität meiner Geräte und ich hoffe doch sehr, dass es keine langfristigen Folgen haben wird.

bin also weiterhin (meistens) ganz Ohr, eure Piccolina