Schlagzeilen!

Nur ganz kurz mach ich meinen Laptop auf um ein eine E-Mail zu schreiben und schon erreichen mich die Schlagzeilen die mich erschauern lassen.

Der Atomkrieg kann jeden Moment ausbrechen!

Krieg im Paradies beim Bachelor!

Trump muss sich in Sex-Klage entblättern!

Beziehungsflucht – Mann lebt zehn Jahr im Wald!

„Ophelia“: Heftigster Sturm in Irland seit 50 Jahren!

Migros verkauft Sorgenkind Office World an Österreicher!

usw…….

Meine gute Stimmung sinkt zusehends und auch die Aussicht auf einen weiteren warmen, sonnigen Herbststag kann daran im Moment gerade nicht viel ändern.  Was ist los auf unserem Planten, sind wir alle verrückt oder drohen wir es zu werden.

Gerade will ich mein Laptop zuklappen, da sehe ich doch noch einen Hoffnungsschimmer am Horizont der heutigen Schlagzeilen.

Schlaf ist wichtiger als Sport!  

Doch noch eine gute und erfreuliche Neuigkeit um den heutigen Tag anzugehen.

Schlaft alle gut und vor allem genug und bis bald,

eure Piccolina

 

 

Wie…was…Kochwerkstatt?

Nach 25 gemeinsamen Jahren, haben mein Bruder und meine „neue“ Schwägerin in diesem Sommer geheiratet. Andere feiern nach 25 Jahren die Silberne Hochzeit und wieder andere sind bereits zum zweiten oder dritten mal geschieden. Ich freue mich mit ihnen und für sie. Es ist schön, das unsere, sich im schrumpfen befindende Familie,,, dadurch wieder etwas Verstärkung bekommen hat.

Gestern nun war das lang geplante Fest mit Familie und Freunden angesagt. Die Einladung lautete zu einem kleinen Festli in Tenu leger und locker mit Treffpunkt um halb drei beim Busbahnhof. Vorsichtshalber erkundigte ich mich noch nach dem passenden Schuhwerk, weil ich glaubte wir würden mit dem Bus irgendwohin fahren und vielleicht wandern? Von wegen wandern….. ein paar kleine Insider Infos habe ich doch noch rechtzeitig erhalten.

An unserem Treffpunkt beim Busbahnhof erwartete uns nicht wie man meinen könnte ein Bus, sondern ein Schild mit der Aufschrift KOCHWERKSTATT.

Den Apéro durften wir bei sommerlichen Temperaturen draussen geniessen. Die in verschiedenen Farben verfassten Namensschilder wurden jedem Gast angesteckt. Nach der Begrüssung durch die Gastgeber und den Ausführungen des Geschäftsleiters Christian, war auch dem langsamsten Berner klar, dass wir hier ein tolles 4-Gang Menu geniessen würden. Und dass wir in Gruppen aufgeteilt mitkochen würden.

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In der Küche erklärte uns Christian die einzelnen Gänge. Die Aufmerksamkeit war gross, weil noch niemand wusste in welchen Menu-Gang es ihn verdonnern würde.

Ich habe mich gerade selber gefragt, was ich denn gerne machen würde als klar wurde, dass unsere orangen-farbene Gruppe für den Hauptgang verantwortlich war. Ohne zu überlegen habe ich mich mit einem sehr spitzen und scharfen Messer bewaffnet neben dem Fleisch in Position gebracht. Um mich zusammen mit einem, mich um Längen überragenden jungen Mann, an die Hirschentrecôtes zu wagen. Parieren heisst der Fachausdruck für unsere erste Aufgabe. Die Seidenhaut und die Sehnen mussten ganz sorgfältig und sparsam entfernt werden. Es war ein gutes Gefühl endlich wieder mal ein gut geschliffenes Messer in der Hand zu haben. Als Scherenschneiderin hätte ich mancherorts zwar auch lieber mit der Schere zugeschnitten:-)

In der ganzen Küche herrschte ein emsiges Treiben, Gelächter und Geschwätz und die Stimmung konnte besser nicht sein. Nach 3 Minuten, kam aus der Vorspeisengruppe bereits die Frage nach einem Heftpflaster und ich konzentrierte mich noch besser auf meine Hände.

Die Hirschentrecôtes waren fertig pariert, (ich hatte die Ehre das Pièce de résistance zu salzen) in Grillpfannen, mit viel frischem Thymian angebraten und dann zum Niedergaren in den auf 80 Grad vorgeheizten Ofen gegeben. Die geschmacklich wertvollen Rückstände in den Grillpfannen wurden mit Rot- und Süsswein abgelöscht, mit Kalbsglace verlängert und reduziert und mit Holundergelee abgerundet und vor dem Servieren noch mit Butter aufgerührt.

Die humoristische Einlage vom „Rüedu Oppliger vo Zäziwil“ hat viele Lachtränen gefordert und die Stimmung war toll. Zwischenzeitlich bekam ich ein paar Bedenken betreffend der Garstufe unseres Hirsches aber der Christian hat mich beruhigt. Alles war unter Kontrolle.

Das Lokal dieser Kochwerkstatt ist sehr schön eingerichtet, wir haben uns super wohl gefühlt. Mein einziger Wehmutsgedanke wanderte wie immer zu meinem Mann und zu meinen Eltern die bestimmt auch jede Menge Spass und Freude gehabt hätten. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass sie in unseren Herzen dabei waren und so auch ein bisschen mitfeiern und geniessen konnten.

Ich habe Bekannte besser kennen gelernt und auch neue Bekanntschaften geschlossen und ich würde sagen, der Abend war ein voller Erfolg. Die Crew der Kochwerkstatt hat uns geführt und ist uns hilfreich zur Seite gestanden und ich kann dieses Erlebnis wärmstens empfehlen.

unser Menu:

Tartar vom geräucherten Stör mit Avocado
Kaviar (Tropenhaus Frutigen)
mit Randenmousse
***
Zander mit Safransauce
Sautierter Fenchel mit Apfelkügeli
***
Hirchentrecôte mit Holunderjus
Kartoffelgratin mit Chili und Peperoni
Gebackene Karotten
***
Käseauswahl
***
Marronimousse mit karamelisierten Zwetschgen
Lauwarmer Schokoladenkuchen

Falls ihr mitgezählt habt, es waren mit der Käseauswahl sogar 5 Gänge und es war ein Gaumenschmaus und ein unvergesslich schönes und gemütliches Erlebnis.

Danke unseren Gastgebern Sonja und Ruedy und ein ganz spezielles Merci für die Kochwerkstatt-Crew unter Christian Thierstein.
In Bern gibt es übrigens unter dem Namen „La table de Urs Hauri“ ein weiteres Lokal mit dem gleichen Konzept.

Schade, dass alleine kochen für nur eine Person nicht auch soviel Spass und Freude macht wie mit dieser tollen Gruppe.

Danke an euch ALLE
eure Piccolina

Freitag 13. Oktober 2017

Keine Angst, keine Geschichte über Aberglaube oder Unglaubliches. Obwohl… so ganz normal scheint mir dieser Freitag der 13. Oktober 2017 doch nicht zu sein. Es ist etwa noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang und ich sitze in leichtester Sommermontur auf meiner Terrasse. Mit zusammengekniffenen Augen, weil ich mit der Sonnenbrille auf dem Bildschirm noch weniger erkennen kann. Das Thermometer steht im Schatten und zeigt gerade 24,7 Grad an. Und das soll normal sein? Ich kann mich nicht erinnern je einen solche schönen Sommer und Herbst bewusst erlebt zu haben.

Sicher….. schönes Wetter, stahlblauer Himmel und herbstliche Bäume in allen Farben das gibt es ja glücklicherweise jedes Jahr. Letztes Jahr war mein erster Herbst hier im Greyerzerland aber da habe ich vieles noch anders empfinden. Nun aber, der Herbst 2017 ist sowas von schön! Es rührt mich auch öfters mal zu Tränen. Tränen weil ich dann meinen Mann vermisse und traurig bin, weil wir das nicht mehr zusammen erleben und geniessen dürfen. Ein paar Minuten später wechselt diese Trauer dann aber zu einer unbeschreiblichen Dankbarkeit, dass ich das erleben darf und ich geniesse jeden einzelnen Tag. Da die Zeit mit meinem Geburtstag zusammenfällt, habe ich noch mehr Besuch als sonst und so bin ich fast jeden Tag irgendwo unterwegs und ich kann nicht genug davon bekommen von diesem grün-gelb-rot Tönen des Waldes und im Gegensatz dazu das Blau des Himmels und des Wassers. Da es hier viel mehr Laubwald hat als auf 1’250 m ü. M ist alles viel intensiver.

Die vielen Begegnungen mit meinen Freunden von früher und all meinen neuen Freunden aus meinem neuen Leben hier sind so unglaublich wertvoll und ich schätze mich sehr glücklich und bin dankbar für jede einzelne Begegnung.

Und jeder, wirklich jeder Besucher hat ganz plötzlich vollstes Verständnis für unsere, resp. meine Entscheidung hierher zu ziehen. Auch all diejenigen, die es bisher nicht verstehen konnten und sehr skeptisch waren. Das ist ein ganz wundervolles Gefühl und macht alles noch besser. So empfinde ich diesen Freitag 13. Oktober mit sommerlichen Temperaturen als grosses Glück und freue mich, dass noch ein paar solche Tage angesagt sind und ich werde jeden einzelnen geniessen….. ganz bewusst geniessen.

Nach der Diagnose meines Mannes ist unsere Welt und all unsere Träume innert Minuten zu einem Albtraum geworden. Ich empfand weder Freude noch Trauer, keine Lust und Motivation einfach nur noch blanke ANGST. Oft habe ich gedacht und auch gesagt ich würde das allein niemals schaffen und er hat mir immer gesagt ich würde die Kraft bekommen um weiterzumachen. Geglaubt habe ich ihm damals nicht. Nur gehofft, dass er recht haben möge und es ist wirklich so …… das einzige was ich seit seinem Tode nicht mehr habe ist ANGST. Das Schlimmste was ich befürchtet habe ist eingetroffen, ich habe den liebsten und wichtigsten Menschen verloren. Es gibt keinen Grund mehr Angst zu haben und jetzt sind alle anderen Gefühle wie mir scheint umso stärker zurückgekommen und dazu gehört auch die Freude an so einem wunderschönen Freitag den 13-ten!

Ein paar Sekunden nach der niederschmetternden Diagnose hat Gino zu mir und zum Arzt gesagt: es gibt kein glückliches Leben, es gibt nur glückliche Momente im Leben. Er hat versucht uns das zu erklären und ich habe ebenso versucht es zu verstehen. Damals ist es mir nicht wirklich gelungen. Heute weiss ich, was er damit gemeint hat und daher ist der heutige Freitag der 13. für mich auf jeden Fall ein Glückstag.

viel Glück für euch alle

eure Piccolina

Schokokugel?

Heute werden Kugeln aller Art zum Tagesthema😄

MODEPRALINE

Einmal angenommen, ihr liebt diese süssen Dinger, die innen das luftige-klebrig weisse Zeug haben und aussen mit Schokolade überzogen sind. Diese politisch inkorrekt benannten Süssigkeiten, die jede Foodkette im Sortiment hat. Was genau verlangt ihr dann?

Einst waren es mal Negerküsse – geht GAR NICHT MEHR!

Dann waren es Mohrenköpfe – geht GAR NICHT MEHR!

Dann waren es Schaumküsse – in der Schweiz total atypisches Wort!

Danach kamen die Schokoküsse – irgendwie auch sehr Schriftdeutsch!

Und seit heute wissen wir, dass man sie … Schokokugeln nennen sollte!!!

Hä? Schokokugeln?? Tschuldigung, aber wer von euch kommt bei Schokokugeln auf einen Mohrenkopf? Zumal diese Dinger weder rund (Kugel) noch komplett aus Schokolade sind. Für mich ist eine Schokokugel sowas wie eine Lindorkugel oder so. Aber doch kein Mohrenkopf. Es hat sich aber tatsächlich so zugetragen, dass in einem hiesigen Geschäft diese süssen Dinger mit dem Schild „Mohrenköpfe“ beschriftet waren, bei der Bestellung…

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Kugellager – Lager Kugeln – Kugelrund

Wie schön, so viele verständnisvolle liebe Freunde zu haben. Schon Tage vor und auch noch Tage nach meinem Geburtstag immer wieder zu einem feinen Essen eingeladen werden. Das ALLEINE leben ist schon sehr schwierig,  aber alleine kochen und alleine essen, daran kann ich mich kaum gewöhnen.

Heute stand also eine weitere Einladung zum Mittagessen an – Ziel unbekannt, so quasi eine Fahrt ins Blaue. Als erstes sagte mir meine mich einladende Freundin bei der Begrüssung… wie kann man nur so in einer blöden Jahreszeit Geburtstag haben? Warum das denn?  Na ja, Herbst und Wochenende ist anscheinend hier in der Gegend jeder und jede im Restaurant und die Suche nach einem dem Anlass entsprechenden Lokal hat wohl etwas gedauert.

Glücklicherweise isst meine Gastgeberin auch gerne und sie hat keinen Aufwand gescheut etwas zu finden. Zuerst aber noch einen kleinen Umweg mit einem Überraschungshalt in einer wunderschönen Kugelwelt. Als Bergler aufgewachsen konnte ich fast nicht glauben, was ich heute zu sehen bekam.

Ein Riesen Lager an Kugeln, sozusagen Kugellager agogo…. in allen Farben und Formen.

Ein wunderschöner Anblick und wenn ich daran denke, wieviel Arbeit und Zeitaufwand hinter all dem steht? Sogar eine Szene passend zu meiner neuen Leidenschaft, dem Piano spielen gibt’s! Ich, sonst eher nicht so ein Deko-Fan habe natürlich auch gleich eingekauft für Suppe UND als Dekoration.  Ich sage euch, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Sogar ein eigenes wunderschön goldenes Rapsöl aus Schiffenen gibt es bei der Familie Krebs zu kaufen. www.selfpick-schiffenen.ch 

 

Wie liebe- und fantasievoll die Kürbisse aufgereiht und ausgestellt sind. Ganze Bäume voller Kürbisse, man könnte wirklich denken die wachsen dort auf den Bäumen.

Das anschliessende Essen im Restaurant war sehr gut und das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann noch Kaffee und Zwetschgenkuchen chez Martha.

Während ich hier schreibe, bekomme ich doch wirklich schon wieder eine Einladung zum Essen für morgen Mittag. Ich lass mich gerne überraschen was mir morgen geboten wird. Aber eines ist sicher, wenn es so weitergeht mit diesen kulinarischen Ausflügen, bin ich bald die grösste Kugel weit und breit!

Update: der Plan steht und das Essen wird mit einer kleinen Wanderung verbunden, es besteht also noch Hoffnung 😉

Guten Appetit und ein kugeliger Gruss
eure Piccolina

 

 

 

Mein Herz voller Dankbarkeit…..

Ich sprachlos……..dass ist doch eher sehr selten um nicht zu sagen unmöglich:-)

Heute aber, fällt es mir schwer die richtigen Worte zu sagen oder zu schreiben. Ich bin einfach schlichtweg überwältigt von all den lieben Wünschen und Gedanken die mich gestern zu meinem Geburtstag erreicht haben. Wer mich kennt, weiss dass ich Geburtstag und all die anderen anstehenden Feiertage nicht mag. Augen zu und durch ist da eher mein Motto und am liebsten mache ich daraus einfach einen ganz normalen Tag oder tauche ganz einfach irgendwo ab.

Früher war das anders. Als kleines Kind waren meine Geburtstagsfestli immer sehr beliebt und viele Freunde haben den Weg in unser Zuhause gefunden. Anstelle von Geburtstagskuchen gab es bei mir belegte Brötli oder Härdopfelsalat und Wienerli und dann für die Schleckmäuler noch eine Schoggicrème oder Kuchen. Die Liebe zum Süssen entwickelt sich bei mir erst seit ein paar Jahren, dafür aber umso ausgeprägter. Wie mir auch meine Waage immer wieder mal schonungslos beweist. Es sind wunderschöne Erinnerungen an meine kostbare und glückliche Kinderzeit. Wenn ich die Fotos anschaue, sehe ich aber auch neben mir meine liebste und beste kleine Freundin aus der damaligen Zeit. Wir sagten immer wir seien Schwestern obwohl man ganz klar sah, dass es nicht stimmen konnte. Ihr Wegzug kurz nach der Einschulung war für uns beide schrecklich und ich vermisse sie heute noch. Sie war eine begnadete Musikerin, ein vielversprechendes Talent und leider ist sie als ganz junge Frau an Krebs gestorben. In meinem Herzen wird sie immer einen speziellen Platz einnehmen. Genau so wie all die anderen die vor uns gehen mussten. Wenn ich das jetzt so betrachte musste ich in meinem Leben schon viel zu oft von jemandem Abschied nehmen der mir lieb und wichtig war.

Geburtstage und Weihnachten sind dadurch irgendwie Tage des Vermissens, der Längizyt und der Erinnerungen geworden. Dann, zu meinem 50-igsten wollte ich endlich mal feiern und diesen speziellen Tag mit meinen engsten Freunden feiern. Mein kranker Vater war im Spital und seine Rückkehr nach Hause war genau für diesen meinen 50-igsten geplant. Wie sehr habe ich mich gefreut, auf dieses mein schönstes Geburtstagsgeschenk aller Zeiten. Unerwartet schnell ist mein Päps dann verstorben und nach normaler Zeitrechnung wäre seine Abdankung genau auf meinen Geburtstag gefallen.

Dank Verständnis unseres Pfarrers konnten wir die Abdankung dann auf den nächsten Tag verschieben. Heute sind es genau 11 Jahre. Geändert hat das an der grossen Traurigkeit die fortan auf diesem Tag lastet gar nichts. Für meinen 60-igsten machte ich schon gar keine Pläne mehr, weil mein Mann erkrankt war. Doch, wir haben uns so sehr gefreut auf unseren Umzug ins Greyerzerland, auf unsere wunderschöne neue Wohnung, auf unser neues Leben hier obwohl wir wussten dass unsere gemeinsame Zeit nur noch befristet war.

Wieder kam es anders und nur 10 Tage vor der Übernahme unseres neuen Zuhauses ist mein Mann gestorben. Es war schrecklich und ich frage mich heute oft, wie ich das alles und diesen Umzug und Neuanfang überhaupt schaffen konnte. Immer wieder hat mein Mann mich getröstet und gesagt ich würde die nötige Kraft bekommen. Woher wusste er auch nicht, aber er hat mir das immer und immer wieder gesagt und ich denke, dass er es ist der mir heute die Kraft gibt oder in irgend einer Form schickt, jeden Tag aufs Neue. DANKE Bärchen, dass du bei mir bist!

Meinen 60-igsten konnte ich dann, im Kreise meiner, nach Turbulenzen wieder vereinigten Familie verbringen und auch dafür bin ich sehr DANKBAR.

Noch keine Sekunde habe ich den Entscheid, hier ins Greyerzerland zu ziehen bereut. Ich bin einfach nur DANKBAR das mein Mann mich in dieser Entscheidung bis zu seinem letzten Tag voll unterstützt hat.

Etwas mehr als ein Jahr bin ich jetzt hier und ich habe so viel neue liebe Menschen kennenlernen dürfen – mit Dankbarkeit pflege ich diese neuen Kontakte aber auch die Freunde aus der Vergangenheit versuche ich immer wieder zu kontaktieren und die Freundschaften zu erhalten. Nette Nachbarn, neue Kontakte links und rechts säumen meinen neuen Weg und auch dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar.

Meine Familie ist um einen wunderschönen, lieben kleinen Menschen grösser geworden und obwohl Grosstante schon ziemlich altbacken tönt, fühle ich mich doch sehr wohl dabei.

Ja und dann….. es gibt sie wirkliche diese sogenannte Seelenverwandtschaft. Was ich mir immer gewünscht hatte, eine kleine oder grosse Schwester zu haben ist geschehen. Es ist ganz bestimmt kein Zufall, dass wir uns gefunden haben, meine „Big Little Sister“ und ich.

Vom ersten geschriebenen Wort an, haben wir uns verstanden wie ein Herz und eine Seele und öfters klauen wir uns auch gegenseitig die Gedanken und schreiben was die andere denkt. Nach mehreren Monaten geschriebener Freundschaft haben wir uns dann getroffen und seither ist meine liebe kleine Sis einfach nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Wir verstehen uns fast ohne Worte. Ganz sicher ist sie auch ein Teil dieser Kraft, die mein geliebter Mann mir versprochen hat.

Wir sagen und schreiben uns alles, wir lachen zusammen und wir werden auch weinen zusammen. Wir sind Seelenverwandte und wir ziehen gemeinsam. Mal zieht sie mich rauf, mal ich sie runter, egal Hauptsache wir bleiben dran und ziehen uns gegenseitig immer weiter- wir sind ein prima Team. Genau mit diesen Worten hat sie mir eine Geburtstagskarte geschrieben, die schönste Geburtstagskarte die man sich vorstellen oder wünschen kann.

Ich bin so unendlich DANKBAR und ich spüre, dass wir immer gegenseitig für uns da sein werden und uns voll vertrauen können.

Trotz all der Traurigkeit, der Wehmut und der Längizyt in meinem Leben geht es mir dank meiner Familie, all meinen lieben Freunden und meiner „grossen kleinen Schwester“ doch eigentlich sehr gut und dafür bin ich so unbeschreiblich DANKBAR und ich möchte mich auch bei euch allen von ganzem Herzen bedanken.Strauss1

Heute werde ich einen gemütlichen Tag zuhause verbringen, meine wunderschönen Blumen geniessen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.

Noch was….. falls jemand von euch auch gerne belegte Brötli isst, ich war gestern zusammen mit „little sis“ im Himmel der belegten Brote und der Erdbeerkuchen zur Krönung meines Geburtstagsessen war schlichtweg MEEEEGAA fein!

ich sage DANKE für alles und EUCH ALLEN,

eure Piccolina

Mein Kindertraum…..

Solange ich zurückdenken kann, wollte ich immer Klavier spielen lernen. Zuerst hiess es kein Geld für ein Klavier und Unterricht. Okay, das habe ich verstanden und bekam als Trost die obligate Blockflöte mit entsprechendem Unterricht. Später fehlte der Platz und noch ein paar Jahre später fehlte es immer wieder an der Zeit.

Für ein paar Weihnachtslieder reichte mein Können auf der Blockflöte bald und das Interesse liess entsprechend schnell wieder nach. Zusammen mit meinem Bruder und mit meiner Schulfreundin folgten ein paar Jahre Gitarre. Natürlich ohne Noten nur mit Begleitakkorden und mit immer kurz geschnittenen Fingernägeln. Vor allem Berner Chansons haben wir gespielt und gesungen. Singen war schon in der Schule nicht mein Lieblingsfach und bald hing die Gitarre nur noch als Dekorationsobjekt neben einem schönen Cowboyhut. Den Traum vom Klavier hatte ich aber nie wirklich aufgegeben.

Nach meine letzten Umzug vor gut einem Jahr waren nun alle Bedingungen erfüllt und irgendwann Ende Juni dachte ich – JETZT oder NIE! Zwei drei Klicks und schon fand ich ein paar Angebote für Online-Piano-Unterricht. Das gibt’s wirklich! Stellt euch das vor! Ich kann, wie fast immer barfuss, zuhause Klavier spielen lernen. Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Irgendwo hatte ich gerade gelesen, dass man in meinem Alter unbedingt eine neue Sprache oder ein Instrument lernen sollte. Das soll die Hirnzellen aktiv halten und dazu auch noch Spass machen und mein langgehegter Traum würde auch in Erfüllung gehen. Mehr auf einmal geht doch gar nicht. Spontan wie ich bin, um nicht zu sagen überstürzt, habe ich mit ein paar weiteren Klicks gleich ein zugegeben günstiges Keyboard bestellt.

Selten habe ich mich auf etwas so gefreut wie auf die Lieferung des Keyboards. Dann, am 1. Juli habe ich für vorerst 6 Monate den Piano-Starter-Kurs bei klavier-lernen.ch gebucht und schon konnte ich loslegen. Das Keyboard habe ich in meinem Büro direkt neben dem Arbeitstisch positioniert und das bedeutete einen Dreh auf dem Stuhl und schon konnte ich in die Tasten greifen. Das die Pianotasten auch schwarz-weiss sind steht ja irgendwie für mein Leben und für meine ganz grosse Leidenschaft, den Scherenschnitt. Da ich, wie es so schön heisst „freischaffende Künstlerin“ bin und meine Arbeitszeit selber einteilen kann, ist das Instrument im Büro also kein Problem. Ein morgendlicher Blick in den Spiegel und meine Chefin war einverstanden:-)

Die Probleme kamen dann aber doch und zwar leider von unerwarteter Seite und sehr schnell. Um meine lieben Nachbarn mit meinen nächtlichen Übungsstunden nicht zu nerven, spielte ich zu später Stunde die ersten zaghaften Versuche nach Anleitung meines Musiklehrers Sven mit Kopfhörer. Mit einer unglaublichen Geduld immer und immer wieder erklärt er mir und natürlich auch jedem anderen Piano-Starter Schüler die gleichen Übungen. Ja, es ist wirklich so. Ich nehme Unterricht im weltkleinsten Musikschulzimmer mit den weltweit längsten Unterrichtszeiten. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr ist Unterricht und unser Lehrer immer gut gelaunt und sehr motivierend. Via meinem Smartphone oder via Tablet bin ich also mitten drin im Musikzimmer oder mein Klavierlehrer bei mir. Eine echt coole Sache ist das, DANKE Sven!

Leider hat mir aber nach kürzester Zeit der Adapter des Kopfhörers einen sehr grossen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste meine Karriere als Pianistin vorübergehend pausieren und mein „günstiges“ Keyboard entsorgen. Eine Reparatur war nicht mehr möglich oder hätte höchstwahrscheinlich die Anschaffungskosten um ein Vielfaches überstiegen. Wer mich auch nur ein kleines bisschen kennt weiss, dass ich mich nicht so schnell von einer Idee und schon gar nicht von meinem neu erweckten Kindertraum abbringen lassen würde und daher wird diese Geschichte hoffentlich noch sehr lange weitergehen und ich werde immer wieder mal berichten.

Nun heisst es aber c – d – e – f – g – h – b – c Noten lernen und all die dazu gehörenden Begriffe, wie Oktaven, Akkorde, Harmonik, Rhythmik, Melodik….. alles ist NEU und es klingt alles sehr spannend und ich freue mich, dass es endlich losgeht. Ich verspreche, euch von jeglichen Tondokumenten in meinem Blog zu verschonen.

eure Piccolina

Grosseinkauf als Single….

Zwar gehe ich nicht ungerne „lädele“ aber einkaufen ist gar nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Früher war alles viel einfacher, meistens war mein Mann dabei und wir haben vor Ort unsere wunderbar schmeckenden Menu’s komponiert und uns an den Auslagen erfreut bis uns das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. Heute, gut 15 Monate nach dem Tode meines Mannes (er war gelernter und leidenschaftlicher Koch und Gastgeber) ist das alles ganz anders. Das Wasser läuft mir nicht mehr im Mund zusammen, sondern sucht sich beim einkaufen noch regelmässig einen Weg durch meine Tränenkanäle. Beim einen Grossverteiler beginnt das im letzten Drittel und beim anderen ist es bereits im ersten Drittel, daher meide ich diesen normalerweise.

Ich schlängle mich seither im Alleingang mit meinem Einkaufszettel ausgerüstet, meistens recht zielstrebig durch die Gänge und nehme mir aus den Regalen was ich aufgeschrieben habe. Nach der Hälfte fühle ich mich schon erschlagen. Überfordert von all dem Überangebot und ich frage mich immer wieder, wer das alles jemals überhaupt kaufen, testen und schlussendlich auch essen kann oder wird. Jedes mal frage ich mich z.B. warum es soooo viele Sorten Joghurt gibt. Rechtsdrehend, linksdrehend oder weiss der Kuckuck was der Unterschied sein soll. Für mich ist und bleibt Vanille eben Vanille und da ich Vanille gar nicht mag, fällt mir diese Wahl wenigstens sehr leicht.

Gemüse und Früchte ist da schon schwieriger. Es gibt von allem zu jeder Jahreszeit und ich kann mich nicht entscheiden, kaufe dann mehrere Sorten und schaffe es nicht alles zu essen. Fisch, Meerestiere, Muscheln ….. wie sehr haben wir das geliebt und mein Mann hat das alles wunderbar zubereitet. Spätestens hier kämpfe ich jeweils mit den Tränen und verziehe mich dann zur Kasse. Brot kaufe ich fast nie mehr oder dann beim richtigen Bäcker und auch für das Fleisch und für den Käse gehe ich lieber ins benachbarten Dorf zum Detaillisten. Gemüse und Früchte kaufe ich gerne auf dem Wochenmarkt weil ich da auch ein Einzelstück kaufen kann und irgendwie das Gefühl habe, das sei das „glücklichere“ Gemüse als das in Plastik eingeschweisste.

Da ich gerne Saisongerechte Küche mag, hatte ich gestern plötzlich Lust auf Gemüsesuppe. Markt ist erst am Donnerstag, also blieb mir keine andere Wahl. Für eine Person ist das echt schwierig weil ich diese bereits abgepackten Suppengemüse finde ich schrecklich. So sieht es nun also aus in meinem Gemüsefach und jetzt ist es wieder sonnig uns warm und die Lust auf Gemüsesuppe ist irgendwo abgetaucht.

Gemüsefach

Auf meinem Zettel stand auch noch Katzensand und Katzenfutter und natürlich habe ich auch noch ein kleines Extra gekauft für meine Mitbewohner. Einen Essteppich:-) Nein, sie essen nicht direkt vom Teppich aber ihre Schälchen bleiben standhaft.Essteppich

Der Teppich wurde für gut befunden und akzeptiert, also hat sich der Aufwand mit dem Grosseinkauf doch wenigstens gelohnt und jemand freut sich darüber. Mein Mittagessen fand ganz spontan im Restaurant statt:-) Abendessen fällt Taichi-Chigong zum Opfer und ab morgen gibt es wohl tagelang Gemüsesuppe…. sofern ich die Motivation finde diese zu kochen und sonst ist Rohkost angesagt. Verhungern werde ich auf jeden Fall nicht:-)

eure Piccolina

Spüren und Fühlen….

Ist jetzt nicht Herbst? Ich habe gemeint oder gehofft im Herbst ist es nicht mehr heiss? Na ja, auf jeden Fall ist es heute sommerlich warm und trotzdem habe ich mir fest vorgenommen zu arbeiten. Es muss jetzt einfach sein, ich kann nicht mehr länger auf die Abkühlung des Herbstes warten. Leider lässt auch meine Motivation auf sich warten obwohl sie sich das gar nicht leisten kann. Wir, meine Motivation und ich sind nämlich jetzt gefordert etwas zu tun und zwar besser ganz schnell. Mehr dazu ein anderes mal.

Meine angekratzte und infolge Hochsommerlicher Temperatur erhitzte Tagesform erfuhr Rettung dank einer spontanen Nachricht auf meinem Handy. Spontan entwickelte sich unsere Unterhaltung zu einer aufschlussreichen Diskussion über Spiritualität und andere „Gspürschmi“ Erfahrungen. In der Folge hat die modepraline auch innerhalb weniger Minuten gleich einen Blog geschrieben und veröffentlicht. Wir haben sogleich festgestellt, dass wir beide das genau gleich empfinden resp. eher nicht empfinden. Danke Modepraline für deinen Beitrag, besser kann man das nicht schreiben!

Es ist ja nicht so, dass ich NICHTS spüren würde. Ich befinde mich ja tagtäglich in einem Wechselbad der Gefühle wie Trauer, „Längizyt“, Sehnsucht, Angst, Freude, Motivation oder eben auch mal Nullbock-Stimmung und nicht zu vergessen Hunger und Durst.

Ob ich denn mal Bäume anschreien werde, weiss ich im Moment nicht so genau aber ich bin gerade dabei, meine „Gsprüschmi“ Erfahrungen auf einer anderen Ebene zu machen. Seit vier Wochen besuche ich einen Taichi/Chigong Kurs. Es soll gut sein zum runterfahren, zum sich selber spüren, zum Kraft tanken und vielem mehr. Zusammen mit einer Freundin aus meiner Jugendzeit, besuche ich nun also diesen Kurs wohlverstanden in französischer Sprache. Ich geb’s ja zu, ich hab auch schon mal meine Hörgeräte vergessen und dachte, dass sei der Ursprung meines Nichtverstehens, meines Nichtspürens. Aber auch mit Hörgeräten geht es nicht wirklich besser. Ganz sicher ist es auch die französische Sprache deren ich nicht vollständig mächtig bin. Aber es ist nicht nur das….. es ist einfach nicht da….dieses Gefühl, dieses Spüren was unsere Lehrerin uns auf so herzliche Art vermitteln will. Sie lebt dieses Gefühl sicher auch im Alltag und auch einige der anderen Teilnehmer scheinen sofort irgendwie abzutauchen. Ich aber, habe schon grosse Mühe mit der Langsamkeit und spüren…… nein ich spüre wirklich nichts dabei.

Meine Gedanken machen derweilen „Fangis“ oder „Seilgumpen“, ich denke an gestern, an morgen, an die Vergangenheit und auch an die Zukunft und alles was ich empfinde steht irgendwie in direktem Zusammenhang mit eben diesen Gedanken. Abschalten lassen sie sich nicht wirklich erfolgreich oder immer nur für ein paar Sekunden.. Also weiter im Zeitlupen-Karrusell Taichi-Chigong. Wenigstens sind wir eine gute und lustige Gruppe von 10 Frauen und 2 Männern und das Ganze soll ja auch einen gewissen Spassfaktor haben. Ich betrachte es nun einfach als Gymnastik in Zeitlupe. Nicht mehr und nicht weniger. Nach jedem Kurs freue ich mich aber schon sehr auf meine Zumba Gold Stunde welche jeweils am Montags stattfindet. Mit lauter und fetziger Musik und sehr viel Bewegung und ohne Zeit zum denken. Für mich ist das Spüren, Entspannung und Kraft tanken in einem und wenn gar nichts mehr hilft werde ich zusammen mit meiner lieben Freundin doch mal die kleinen Bäumchen anschreien gehen.

bis dahin….. euer NICHT (G)spürloses Landei Piccolina

Dienstag…. Prüfung bestanden!

Versprochen ist versprochen und gerne liefere ich heute die Anleitung meines neuen „Rücken-Selfie-Eincreme-Stick“ und die ersten Testergebnisse.

Eingehüllt in eine, mir sehr vertraute Duftwolke aus dem Nachlass meines lieben Mannes fühlte ich mich sofort wieder besser und nicht mehr so allein. Er war plötzlich riechbar anwesend und das war ein ganz wunderbarer Gedanke.

Die liebe Freundin welche zum Kaffee-Klatsch vorbeikam, hat weder auffällig geschnuppert noch hat sie irgendwelche Fragen gestellt oder Kommentare abgegeben und ich schwöre euch, sie hätte keine Hemmungen dies zu tun 🙂

Zur Umwandlung der „Netzschwamm-Bürste“ in einen RSE-Stick (siehe oben) benötigte ICH (bin gerne offen für allfällige Verbesserungsvorschläge):

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Besagte Bürste, einen Frottée-Waschtuch, 2 Windeleinlagen (findet man in jedem Grossverteiler oder Drogerie in der Baby-Abteilung) und eine Klammer zum schliessen von Beuteln.

So sieht der fertige RSE-Stick aus. Für die ersten Tests habe ich mich vorsorglich in die Dusche gestellt weil ich nicht im ganzen Badezimmer Frühlingsputz resp. Herbstputz machen wollte.

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Creme auftragen und……..es funktioniert absolut perfekt und falls es mich mal am Rücken juckt, BITTE WENDEN und die rückseitige Klammer verwandelt meine Erfindung in eine passable Kratzbürste.

Die Windeleinlagen nach einmaligem Gebrauch entsorgen, das Waschtuch werde ich sicher mehr als einmal verwenden können.

Es fühlt sich beides gut an, meine neue Duftwolke und auch mein eingecremter Rücken. Selbst ist die Frau….. das Alleinsein macht erfinderisch und lässt Platz und Hoffnung, dass auch noch andere Hürden überbrückbar werden.

eure hautmässig enstpannte Piccolina