Meine neue Begleitung …

hat heute für viel Aufsehen gesorgt und die Komplimente liessen nicht lange auf sich warten.

Seit mehreren Jahren sieht man mich immer in Begleitung meiner LV-Tasche, auf welche ich auch stolz bin. Es war ein grosszügiges Geschenk meines Mannes, passend zum Portemonnaie, welches schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat und immer noch absolut neuwertig ist. Mein Mann war ein überzeugter LV-Fan und er hat mir die Begeisterung für die Marke weitergegeben.

Vieles in meinem Leben hat sich in letzter Zeit verändert, eigentlich fast alles. Kein Wunder also, dass ich mich entschied, auch mal wieder eine andere Handtasche bei mir zu haben. Ich habe mich für eine wunderschöne ROTE und sehr speziell gefertigte weiche Ledertasche entschieden.  Ich wollte die Tasche in der Stilnische, einem ganz tollen Geschäft in Solothurn, abholen und das mit einem Besuch bei meiner unbiologischen Schwester verbinden. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut aber eine happige Erkältung oder Grippe hat mich für mehr als eine Woche ausser Gefecht gesetzt. Heute dann, die grosse Überraschung, als der Postbote mit einem Paket an der Türe stand. Drin war meine neue rote Handtasche und es war so quasi Liebe auf den ersten Blick.

Vergeblich habe ich nach der Rechnung oder dem Einzahlungsschein gesucht.  Die fantastische Tasche ist als Geschenk meiner lieben „Sis“ bei mir eingetroffen. Wie habe ich das bloss verdient? Es ist weder Geburtstag, noch Weihnachten, Ostern ist auch vorbei?

Einfach so, weil ICH – ICH und DU – DU bist und aus Freundschaft. Oder weil ich selber schon langsam eine alte Tasche bin und im Moment etwas Farbe gut gebrauchen kann? Ich bin wieder mal zu Tränen gerührt. Dazu braucht es im Moment bekanntlich nicht viel. Die Erklärung zur momentanen Gemütslage hat die Modepraline ja in ihrem gestrigen Blog bereits geliefert und es gibt da wirklich nichts zu ergänzen. Für diejenigen die es verpasst haben oder sich interessieren hier geht’s zum Blog der Modepraline.

Sofort habe ich den Inhalt meiner Tasche ausgekippt und entrümpelt und die neue Tasche bestückt. Wie schön, es gibt sogar eine Innentasche und zwei Abteile und noch ein kleines Versteck mit Reissverschluss und zwei ohne. Das wird bestimmt sehr spannend werden und ich gönne uns jetzt mal ein paar Tage, damit wir uns aneinander gewöhnen können.

Aufgefallen bin ich damit auf jeden Fall oder habe ich vielleicht je schon mal vier Komplimente an einem Tag bekommen – für meine Handtasche! Ist das vielleicht ein Grund warum viele Frauen massenhaft Handtaschen haben und diese auch immer wieder wechseln? Ich habe nun also ZWEI und mir reicht das vorläufig aus.

Dass die Tasche auch irgendwie etwas mit meinen Scherenschnitten zu tun hat, ist mir zuerst gar nicht so bewusst gewesen. Eine Bekannte, welche ich zufälligerweise im Schuhladen getroffen habe, holte sofort einen knallroten Ballerina hervor weil er so gut zu meiner Tasche passen würde.  Ich und Ballerina, das geht irgendwie gar nicht aber vielleicht finde ich diesen Sommer ja irgendwo rote Flipflops:-)

Danke für den aufmunternden Farbtupfer in meinem heutigen Tag und danke für die tolle Tasche, liebe Sis! Sommer du kannst kommen, ich bin bereit – aber BITTE nicht zu heiss, gell!

eure Piccolina in RED

Was denn noch?

Die Modepraline IST definitiv meine kleine unbiologische Schwester.
Passt aufs Haar … nur hätte ich das nie und nimmer so gut schreiben und erklären können. Danke Sis und „gueti Besserig“ für schneuz, nies und gränn 😘

MODEPRALINE

Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass ich mit dem beginnenden Frühling auch wieder mit dem Geschwitze und Geschnupfe anfange, kommt nun noch die ausgewachsene Frühlingsdepression dazu. Miese Laune, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und der Wechsel der Jahreszeit geht mir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven. Meine psychische und physische Gesundheit erreichen den Nullpunkt und ich möchte mich unter der Decke verkriechen.

Bestimmt schütteln nun viele den Kopf und denken: Die hat total einen an der Klatsche. Im Frühling erwacht man doch so richtig aus dem Winterschlaf und ist pudelmunter. Nö, ich nicht. Und ich dachte ja lange, mit mir stimme was nicht und ich sei alleine damit. Dem ist aber nicht so, denn wissenschaftlich ist dieser Launensturz im Frühling absolut erklärbar. Schuld daran sind nämlich die Schilddrüse und der akute Vitamin-D-Mangel nach dem Winter. Jeder zweite Mensch leidet daran und die meisten trauen sich einfach nicht, dies…

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Es läuft was ….

… auch wenn es sich heute hauptsächlich um meine Nase handelt 🙂

Was sich mit Halskratzen angekündigt hat und von meinem Fieberthermometer nicht als „krank“ erfasst wurde, hat sich aber dennoch so angefühlt. Hals- und Ohrenschmerzen das kenne ich aus meiner Kinder- und Jugendzeit in allen nur möglichen Varianten. Schnupfen hingegen kenne ich eigentlich nur vom Hören sagen. Verstopfte Nase und schlaflose Nächte weil ich nicht atmen kann, sind mir kaum in Erinnerung.

Das Halskratzen hat sich ganz plötzlich als ein, sogar für mich mit einer
50-%-Schwerhörigkeit, hörbares Geräusch entpuppt. Mehrmals habe ich gemeint, es ist mein Handy welches irgendwo vibriert oder mein Kater Grisou der immer sehr laut schnarcht. Weder noch … es kam aus meinem Innersten und war nicht nur zu hören, sondern auch irgendwie spürbar. Was ist denn das?  Ich frage mal besser bei meinen Freundinnen nach. Sie und ihre Ratschläge sind besser als jeder Doc und Google zusammen.

Angefangen hat das Ganze fast zeitgleich mit dem Verzehr der süssen Ohren meines Schoggi-Osterhasen. Die erste Idee: Kalorien, die den Weg nach draussen suchen! Wohl kaum! Wenn es wenigstens Fettzellen wären, damit könnte ich leben aber die kämen dann ja wohl eher von weiter unten, sprich aus dem Bauchbereich. Dort aber herrscht absolute Ruhe! Ach so, hat es dich nun auch erwischt – Tröpfcheninfektion oder wie war das? Hört sich an wie Bronchitis, da helfen Zwiebel- und Kartoffelwickel … bäähhh. Ich liebe Kartoffelsalat, das war immer mein Geburtstagsessen aber doch nicht als Wickel und womöglich im Bett liegend – NEVER!

Meine bestens ausgestattete Tee-Schublade wurde arg in Mitleidenschaft gezogen und über die, teilweise seit längerer Zeit abgelaufenen Daten auf den Beuteln, habe ich grosszügig hinweggesehen.

Ich bin überzeugt von der Wirkung von Märzenschnee-Wasser und daher konnte ich mich am ehesten noch mit dem Zwiebelsaft anfreunden. Mir war dieses alte und natürliche Volksheilmittel bisher unbekannt. Besser spät als nie! Natürlich hatte ich in meinem 1-Personen Haushalt nur 2 schon etwas welke Schalotten.

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Andere gehen ja auch raus mit ihren Viren, sonst hätte ich die ja nicht bekommen – also los ins nächste Geschäft um den Zwiebelvorrat aufzustocken. Ich gebe es zu, der Zwiebelsaft mit Honig ist viel besser als ich mir je vorstellen konnte und ich bin nach nur 36 Stunden schon felsenfest überzeugt, dass er mir sehr geholfen hat. Das Rasseln in der Brust ist kaum mehr hörbar, es hustet sich schon viel leichter und fast schmerzfrei und jetzt läuft die Nase … Hauptsache es läuft etwas.

Danke für alle eure gut gemeinten Ratschläge und Tipps.  Den Zwiebelsaft werde ich vorläufig weiter produzieren und einnehmen. Vielleicht hilft es ja auch im Kampf gegen Kalorien und Fettzellen. Und zum Nachtessen gibt es heute Kartoffeln – OHNE Zwiebeln!

eure Schnupf-, Hust- und Nies-Piccolina

 

 

Fehlanzeige …

Fehlanzeige, Fehlermeldung oder Fehllieferung heisst meine Kurzfassung der letzten Tage.

Fehlerlieferung betrifft einen Lounge-Sessel, bei welchem zwei gleiche Beinpaare im Karton zum Vorschein kamen. Drei liebe Freunde und ich haben versucht die Dinger zu montieren und ich denke, jeder hat insgeheim gedacht der andere sei zu „unbegabt“. Den gleichen Gedanken konnte ich auch den Gesichtszügen der netten Dame am Kundendienst entnehmen.  Gesagt hat sie zwar nichts aber ihr Blick sprach Bände. Sie griff gleich zum Meterband und kontrollierte die Distanz der vorhandenen Schraubenlöcher. Dass es nicht daran lag, hat sie auch erst nach ein paar Minuten rumrätseln eingesehen und zugegeben.

Nun gut, der Stuhl soll ausgetauscht werden. Sie werden mich anrufen, wenn der Stuhl abholbereit ist.  Da es sich bei besagtem Stuhl um ein bereits montiertes Ausstellungsexemplar handeln wird, kann ich davon ausgehen, dass die Beine passen.

Die Fehlanzeige betrifft meine Personenwaage. Kann doch wohl kaum sein, dass ich über Ostern oder sogar noch vor Ostern innert kürzester Zeit 800 Gramm abgenommen habe. Einfach so … das wäre ja zu einfach. Des Rätsels Lösung: beim feucht aufwischen meines Badezimmerbodens habe ich den dort aufgestellten Wassernapf meiner Katzen auf die Waage gestellt und dort stehen lassen. Heute Morgen, bereits mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, nehme ich den Wassernapf runter und stelle mich gleich auf die Waage und staune …

Ich habe mir vorgenommen morgen mal die kleine Giesskanne dort zu deponieren und das Gewicht so langsam zu steigern resp. zu reduzieren.  Das nennt sich dann wohl eine Wasserdiät und ich stelle mir schon vor, wie es dann ist, wenn ich die 10-Liter-Giesskanne runter und mich auf die Waage stelle. 🙂

Ein Kratzen im Hals, Kopfschmerzen und kleinere Hustenreize haben mich dann auch noch dazu gebracht zum Fiebermesser zu greifen. Ich stehe seit frühster Kindheit auf Kriegsfuss mit diesem Instrument. Seit einiger Zeit besitze ich einen ganz modernen Fiebermesser, mit welchem das Fieber auf der Stirn oder im Ohr gemessen werden kann. Es hat sich aber herausgestellt, dass auch diese Art der Temperaturkontrolle bei mir nicht wirklich problemlos funktionieren will.  Linkes Ohr, rechtes Ohr, Stirn und dann in umgekehrter Reihenfolge zurück. Sämtliche Werte zwischen 34.5 und 36.6 wurden angezeigt.  Ich habe das Teil wieder weggeräumt und eines weiss ich ganz sicher, ich habe kein Fieber. Falls ich diesen Fiebermesser wieder mal benutzen werde, wird ganz bestimmt die Batterie leer sein.

Eigentlich kann ja die neue Woche nur besser werden und dass wünsche ich euch ALLEN auch! Gute Gesundheit und allen Kranken zusätzlich gute Besserung.

Sicher ist auch mein Text nicht fehlerfrei und die Verteilung meiner Kommas schon gar nicht, aber wer bitte, ist schon OHNE FEHLER?

eure fieberfreie Piccolina

 

SCHWARZ wie die Nacht …

Müsste ich auf die Frage nach meiner Lieblingsfarbe antworten, ganz spontan wäre meine Antwort wahrscheinlich SCHWARZ.  Aber halt … SCHWARZ ist bekanntlich gar keine Farbe.

In Wikipedia steht ganz am Anfang zum Suchbegriff „Schwarz“ folgendes

Schwarz ist die Bezeichnung für eine Farb- und Helligkeitsempfindung, die beim Fehlen eines visuellen Reizes entsteht, also wenn die Netzhaut keine Lichtwellen oder nur Lichtwellen geringer Intensität im sichtbaren Spektrum wahrnimmt. (Wikipedia)

Soweit so gut! Ich sass heute in einer unlängst renovierten Brasserie-Bar mit SCHWARZ-WEISS gekacheltem Boden und genoss meine zugegeben sehr speziellen und farbigen Ravioli an Ruccola-Pesto. Meine Papierserviette war schwarz. Die Serviette im Brotkörbli stammte aus gleicher Quelle.

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Mir gefiel es, ich mag SCHWARZ. Am Nachbartisch sassen neun Ladies die vergnügt plaudernd ihre schön hergerichteten Club-Sandwichs genossen. Sieben davon waren überwiegend in SCHWARZ gekleidet. Am Nebentisch eine junge, SCHWARZ angezogene Mutter mit ihrem ungefähr 2 Jahre alten Mädchen – in SCHWARZ. Sogar die Kleine trug schwarze Leggins und einen schwarzen Pulli welcher nur mit einer lustigen farbigen Figur verziert war. Die blauen Gummistiefelchen waren der wirkliche Hingucker an der Kleinen.

Bevor mein Blick weiter schweifte, sah ich kurz an mir selber herunter und ich entdeckte ohne Erstaunen ein Gemisch aus SCHWARZ-WEISS und blauen Jeans. Wohin ich auch schaute, ich sah plötzlich überall SCHWARZ. Das heisst jetzt aber nicht, dass ich auch Schwarzfahrer oder Schwarzseher bin. Ich liebe SCHWARZ und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es in meinem Kleiderschrank die vorherrschende Farbe ist. Ich kann es nicht erklären und es ist mir in diesem Ausmass bis heute auch nicht wirklich bewusst gewesen.

In der Vergangenheit hat mir eine Freundin mal gesagt, ich solle jetzt aufhören SCHWARZ zu tragen. Ich empfand es als Anspielung ich sollte meine Trauer nicht mehr „tragen“ und wehrte mich dagegen. Sie meinte aber nur – SCHWARZ sei keine Farbe für Frauen in meinem Alter. Wie charmant einige Mitmenschen doch auch sein können!

SCHWARZ und WEISS bestimmen irgendwie mein Leben.  Als Scherenschneiderin arbeite ich seit 34 Jahren nur mit schwarzem Papier. Seit ein paar Monaten habe ich eine neue Leidenschaft, ich lerne Piano spielen. Bis jetzt spiele ich zwar fast ausnahmslos mit den weissen Tasten aber ich weiss ganz genau, irgendwann werde ich auch mit den schwarzen Tasten spielen können.

SCHWARZ ist und bleibt meine Lieblingsfarbe auch wenn es laut Google & Co. gar keine Farbe ist. Der für mich wirklich einzige Nachteil von SCHWARZ – die Katzenhaare von meinen beiden Mitbewohnern sind deutlich sichtbar und auch meine eigenen langsam grau werdenden Haare lassen sich zu gut auf SCHWARZ erkennen. Trotzdem werde ich mir aber meine Haare bestimmt nicht mehr färben.

Was ist denn so eure Lieblingsfarbe und warum? Habt ihr euch das schon mal überlegt?

eure farblose Piccolina

 

 

 

 

Märzenschnee-Wasser 2018

Die Abfüllung von Märzenschnee-Wasser wurde mit meinem Wegzug aus dem Saanenland ad acta gelegt … oder doch nicht? Pünktlich zum 1. März ist gestern hier an meinem neuen Zuhause die überraschende und stattliche Lieferung von 16 cm frischem, schön weissen Märzenschnee eingetroffen. Zwar nicht zur Freude aller aber das ist ja bei jedem Wetter das Gleiche!

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Früher war es ein alljährlich wiederkehrendes Ritual, an welches ich jetzt ohne Hilfe der Zeitung aus der alten Heimat wohl kaum mehr gedacht hätte.  Mein Vorrat an Märzenschnee-Wasser ist für meinen 1-Personen Haushalt noch mehr als reichlich aber trotzdem will ich doch testen, was das Greyerzer-Märzenschnee-Wasser wert ist.

Der eingesammelte Schnee schmilzt nun in den Schüsseln vor sich hin. Vorsichtshalber habe ich die Schüsseln mit Folie und Tellern abgedichtet. Ich will den Märzenschnee ja in eine Flasche abfüllen und nicht etwa als Luftbefeuchter einsetzen. Es braucht übrigens grosse Mengen von Schnee, um bloss einen Liter Wasser zu bekommen.

 

Was ist dran an der Geschichte mit dem Märzenschnee-Wasser? In meiner Familie war dieses kostenlose Heilmittel bei Sonnenbrand und Verbrennungen immer zur Hand. Bei meinem Umzug 2016 habe ich im Keller eine Flasche gefunden mit einer Etikette 1980. Mir war klar, dass diese Flasche den Umzug nicht mitmachen würde und ich habe aus Neugier die Flasche aufgemacht. Nichts, kein Geruch und rein gar nichts. Ich hätte das Wasser wahrscheinlich sogar trinken können. 

Für alle Ahnungslosen unter Euch, die vielleicht noch NIE etwas von Märzenschnee-Wasser gehört haben, folgt hier eine ganz einfache Erklärung. Märzenschnee-Wasser ist ein Volksheilmittel, welches vor allem in den Bergen über Generationen überliefert wird. Es wird benutzt für alle Arten von Verbrennungen und Sonnenbrand aber sollte NICHT auf offenen Wunden angewandt werden. Es wirkt sehr gut kühlend und verhindert bei sofortiger Anwendung auch das Entstehen von Brandblasen.

Mein Mann hat mich anfangs belächelt, nein sogar richtig ausgelacht. Sein erster Sonnenbrand in unserem gemeinsamen Leben war für mich die grosse Chance. Er war nicht nur überrascht von der Wirkung, sondern auch gleich voll überzeugt und ab diesem Moment, standen auch an seinem Arbeitsort und in der Hotelküche eine Flasche mit meinem Märzenschnee-Wasser. Die Wirkung von diesem Wunderwässerchen ist wirtschaftlich nicht belegt. Aus eigener Erfahrung weiss ich aber ganz genau, dass es wirkt – warum auch immer?

Tatsache ist, dass Märzenschnee-Wasser während Jahren absolut frisch und geruchsneutral bleibt, während anderes Wasser nach einer gewissen Zeit schlecht oder faulig wird. Da wir das Wasser ja nicht trinken wollen und auch nicht für offene Wunden verwenden ist die Anwendung völlig ungefährlich und ich rate euch dazu, eure eigenen Erfahrungen damit zu machen.

Ein ganzseitiger Artikel im AvS hat mich heute an wieder daran erinnert und nun heisst es abzuwarten, was das Greyerzer-Wässerchen taugt.  An dieser Stelle möchte ich mich bei der Verfasserin des Artikels herzlich bedanken, dass sie mich genau zum richtigen Zeitpunkt an diese langjährige Tradition erinnert hat. 

Noch besser wäre es allerdings, nie in die Lage zu kommen das Märzenschnee-Wasser anwenden zu müssen. Beim Sonnenbrand lässt sich das ja bekanntlich gut vermeiden. Bei Verbrennungen in der Küche ist die Gefahr doch etwas grösser und daher steht meine Flasche mit dem Wunderwässerchen in Griffnähe in der Küche und ein Depot befindet sich im Badezimmerschrank.

Falls ihr eigene Erfahrungen mit Märzenschnee habt, freue ich mich sehr über eure Tipps und Kommentare:-) Bei mir schneit es zur Zeit gerade ziemlich stark, also für Nachschub ist noch gesorgt.

Bleibt alle schön cool …

eure Piccolina

P.S. irgendwie ist es wohl mit dem Märzenschnee-Wasser ähnlich wie mit der Murmeli-Salbe, erinnert ihr euch noch? Wie kommt bloss der März in die Flaschen?

 

 

 

Bin ich wirklich schuld?

Obwohl immer noch kalt, wagte ich mich heute wieder für meinen Spaziergang nach draussen. Immer wieder treffe ich auf meiner Runde freundlich grüssende Mitmenschen, die mit Ihren Vierbeinern Gassi gehen. Normalerweise ist das auch kein Problem.  Zugegeben, ich bin  kein ausgeprägter Hundenarr aber auch da gibt es ein paar rühmliche Ausnahmen wie zum Beispiel meine kleine Freundin Ellie.

Als Kind hat mich einmal ein Appenzeller Mischling ziemlich böse in die Hand gebissen. Er war der Hund des Nachbarn und wir Kinder hatten immer mit ihm gespielt. Was damals der Grund für den Biss war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.

Vor einigen Jahren war ich in Lauenen im Rohr unterwegs und wurde von einer freilaufenden Dogge mit voller Kraft angesprungen. Mit meiner Körpergrösse von plus/minus 150 cm war die Dogge mindestens ebenso gross wie ich und dieses Aug in Aug war kein Erlebnis, welches ich gerne wiederholen würde.

Nun hat eine nette Bewohnerin des Nachbargebäudes seit einigen Monaten einen Schäferhund. Ich kenne mich nicht aus mit Hunden aber ich lasse mir wirklich nicht einreden, dass ich schuld bin, wenn ihr Hund mich immer anspringt und wie heute geschehen, an meinem Arm zuschnappt.

Es ist heute nicht das ERSTE aber ganz bestimmt das LETZTE Mal passiert. Das nächste Mal werde ich mich umdrehen und zurückgehen oder einen ganz grossen Bogen um meine liebe Nachbarin machen.  Der Hund reisst an der Leine wie ein Wahnsinniger und er reagiert auch auf kein Kommando, sofern sie überhaupt ein Kommando abgibt.  Für mich ist das einfach ein schlecht – oder gar nicht erzogener Hund und er gefährdet Spaziergänger und vor allem auch kleine Kinder.

Er ist jung und ungestüm, dass kann ich ja nachvollziehen und verstehen. Er sieht aber auch ziemlich bissig und aggressiv aus und genau so ist auch sein Verhalten.  Zu mir sagt die Dame immer, der Hund merke, dass ich Angst vor ihm habe und daher reagiere er so. Wen wunderts bei so einem Verhalten?

Komisch finde ich nur, dass ich auf meinem heutigen Spaziergang noch mehreren Personen mit Hund begegnet bin wobei einer wieder ein Schäferhund war.  Er hat mich nicht mal beachtet, sondern ist schön gehorsam neben seinem Herrchen an mir vorbeimarschiert.

Also liebe Hundehalter, klärt mich doch bitte auf, ob ich wirklich was falsch mache oder ob es vielleicht doch das Herrchen resp. das Frauchen ist, welches ihren Vierbeiner nicht im Griff hat.

Ich freue mich über jeden brauchbaren Tipp!

eure Piccolina

Wenn Träume wahr werden …

Seit Tagen will ich eine neue Geschichte schreiben und immer wieder drifte ich ab!  Gut, es gibt auch nicht gerade viel Aufregendes zu schreiben. Der Trump ist wieder zurück in die USA, wir haben hier unsere eigenen Probleme oder Problemchen zu lösen und auch der Petrus hat sich wieder daran erinnert, dass doch eigentlich noch Winter ist. Wenigstens die Temperaturen hat er wieder ein bisschen nach unten korrigiert. Die Frau Holle von nebenan ist fleissig wie immer aber auch nicht wirklich erfolgreich.

Der Briefträger war auch schon da und hat mir meine hoffentlich gut reparierten und bestens geschliffenen Scherenschnitt-Scheren gebracht. Es gäbe also eigentlich keinen Grund mich jetzt nicht hinzusetzen und zu arbeiten. Vor mir liegt ein angefangener Scherenschnitt in Arbeit von ca. 50 x 50 cm und es wird Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis er fertig ist. Vielleicht würde es nicht ganz so lange dauern … wenn da nicht in meinem Wohnzimmer dieses weisse E-Piano mit den schönen schwarz-weissen Tasten stehen würde. Es lässt mich einfach nicht mehr viel arbeiten!

Ich weiss, dass ich seit 34 Jahren süchtig bin für’s „schnäfle“ für meine grosse Leidenschaft, den Scherenschnitt. Wie es scheint, bin ich jetzt auch noch süchtig nach den Klängen, die diese Tasten erzeugen. Ich finde, süchtig klingt nach schwerer Krankheit. Da gefällt mir doch der französische Ausdruck deutlich besser.

Je suis ACCRO au piano!

Ich übe fleissig, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg und manchmal geht schlichtweg gar nichts. Dann habe ich ja immer noch die Möglichkeit die Schere in die Hand zu nehmen und zu schneiden.

Klavier spielen zu können war mein Traum seit frühster Kindheit. Leider war das Musikgehör meiner Eltern nicht gross genug, um mir diesen Wunsch erfüllen zu können. Als ü60 habe ich mich aber letztes Jahr ganz spontan entschieden, mir diesen Traum noch zu erfüllen. Glücklicherweise bin ich sofort und auf direktem Weg auf meinen seither treuen Lehrer Sven Haefliger gestossen.  Seine Zapiano®-Methode hat mich von der ersten Minute weg fasziniert und überzeugt und in der Zwischenzeit bin im letzten Drittel des Piano Starter-Kurses angekommen.

Meine Hassliebe Tom Dooley ist nicht nur mein Problem.  Viele meiner Mitschüler beim Piano-Starter-Kurs erleben genau die gleiche Hürde. In unserer geschlossenen Facebook-Gruppe ermuntern wir uns immer wieder gegenseitig und da ist der gute alte Tom Dooley ein Dauerthema.

Ich staune immer wieder wie viel Mitschüler auch in meinem Alter sich ihren Traum vom Klavier spielen noch erfüllen wollen und genau das macht unsere Gruppe so toll.

Als Mitglied des Piano-Clubs habe ich jetzt auch die Möglichkeit auf alle Kurse zuzugreifen und ich werde das auch tun. Vorerst aber gebe ich mein Bestes, um schon mal den Starter-Kurs zu beenden.

Unser Lehrer Sven ist, wie es scheint ein wirklich ein echt cooler Typ und in meinem Tablet ist er immer anwesend. Es scheint, dass schon Tausende mit seiner ganzheitlichen Methode das Piano spielen erlernt haben.  Schade habe ich das nicht schon viel früher entdeckt.

Wie heisst es immer so schön im TV – Werbung durch Projektplatzierung?  Da ich ja nicht gut mein E-Piano (übrigens ein weisses KAWAII ES 110) oder den Sven persönlich hier platzieren kann, füge ich euch besser einen Link direkt zu Zapiano® ein.

Wenn ihr auch nur einen winzig kleinen Gedanken habt, vielleicht doch mit Piano spielen zu beginnen … wartet nicht länger, es ist schade um jeden verpassten Tag,

Viel Spass und bleibt immer schön im Takt – ich geh dann mal wieder klimpern und nachher meine Scheren testen😊

eure träumende Piccolina

Frau Holle im Klopfrausch …

In den Bergen schneit es wie schon lange nicht mehr. Immer wieder regnet es aber auch bis auf 2000 m.ü.M oder höher und die Lawinengefahr pendelt seit Tagen zwischen Stufe 4 und 5.

Als ob‘s gestern gewesen wäre, erinnere ich mich an den Winter 1999 welcher in ähnlichem Ausmass Schneereich und aufregend war. Die Strasse nach Lauenen war öfters mal wegen Lawinengefahr gesperrt. Wir hatten genug zu essen im Haus und in den Geschäften im Dorf. Die Post wurde per Helikopter nach Lauenen transportiert. Einige Dorfbewohner kamen für die Nächte bei Freunden ausserhalb des Sperrungsgebiets in Gstaad oder Saanen unter und gingen brav arbeiten. Andere widerum konnten wie ich, zuhause bleiben und die angenehm ruhige Stimmung vielleicht sogar ein bisschen geniessen.

Da ich mein eigener Chef war, konnte ich mit sehr gutem Gewissen für fast drei Wochen zuhause bleiben. Keine Besucher, kaum Touristen im Dorf, alles lag wortwörtlich im Winterschlaf. Zurückblickend eine ganz schöne und wertvolle Erfahrung und für mich waren es die kreativsten und arbeitsintensivsten 3 Wochen überhaupt.

Umso dankbarer bin ich jetzt, im Winter 2018 hier im „Flachland“ zu wohnen. Kein Schnee räumen, nicht mehr wissen wo ich die Massen an Schnee überhaupt noch hin schaufeln könnte. Kein Garagendach ab schaufeln,  keine Schneeketten montieren und keine miserablen Strassenverhältnisse mehr. Wie sehr ich das alles geniesse. Hier ist es eher wie ein Leben im Aquarium. Der Regen peitscht unaufhörlich gegen die grossen Fensterscheiben zu meiner Terrasse. Die Katzen strecken nicht mal ihre Nasen nach draussen und ich fahre, wenn es denn unbedingt sein muss von unserer Einstellhalle direkt in die Einstellhalle in der Stadt. So kann mich sogar ohne Schirm nach draussen wagen. Die Wetteralarme kommen hochdosiert und die gestrige Meldung betreffend Lawinengefahr Stufe 4 auch hier in Riaz, bestätigen meinen Entschluss auch heute zuhause zu bleiben.  🙂

Piano spielen und „schnäfle“  kann ich ja inzwischen auch unter nicht alltäglichen Bedingungen. Schon lange möchte ich mal per Kurier eine Pizza bestellen. Vielleicht ist es heute gerade der richtige Tag? 🙂

Was ist bloss mit Frau Holle los?  Ist es ein Zeichen der Natur? Dass wir ALLE, hier nur vorübergehend auf Mutter Erde verweilen dürfen? Oder, dass mehr Sorgfalt zur Umwelt seit langer Zeit dringend notwendig wäre.  Bleibt uns durch die Wetterkapriolen vielleicht sogar der angekündigte WEF-Besuch des amerikanischen Präsidenten erspart? Das wäre im Moment aus meiner Sicht gerade der einzig erkennbare und  positive Nebeneffekt.

Frau HOLLE, was ist los bei dir oben?  Warum bis du so schlecht gelaunt?

Apropos Frau Holle … ihr kennt wahrscheinlich den Spruch mit dem Teppich klopfenden Nachbarn, oder? Der Nachbar steht im Garten und klopft seinen Teppich aus. Fragt der andere Nachbar – was ist Aladin, will er heute nicht anspringen?

Jeden Morgen erlebe ich ähnliches. Meine Frau Holle beginnt ihren Dienst Montag – Freitag pünktlich immer um ca. 7.15h. Sogar bei andauerndem schweren Regen wie heute! Unerbittlich geht es los, immer und immer wieder. Sie klopft ihren Bettinhalt, Pyjamas, Kissen und weiss der Geier was sie alles klopft. Normalerweise bleibt alles für eine Weile an zwei Fenster liegen aber heute wäre das als ob sie es direkt in die gefüllte Badewanne schmeissen würde. Also rein damit und wieder aufs Bett.

Ein ganz kurzes Intermezzo aber sowas von regelmässig und unermüdlich. Ich werde mir richtig Sorgen machen wenn diese Zeremonie einmal ausserhalb der Schulferienzeit ausblieben würde.  Da ich also jeden Tag zwischen 7.12 und 7.27 von Frau Holle geweckt werde, bin ich nicht nur ein Spätschläfer sondern auch ein Frühaufsteher und komme daher kaum mal auf meine angestrebten 7 Stunden Schlaf. Und das alles OHNE meine Hörgeräte die ich ja Nachts nicht trage. 🙂

Was soll’s, heute ist es wieder so furchtbar draussen, dann gönne ich mir halt ein kleines Nickerchen während Frau Holle wohl in der Wohnung rumklopft. Wenn es denn wenigsten mal wunderschöne Flocken schneien würde…

eure aufgeklopfte Piccolina

Die Schöne und das Biest … oder einfach nur kein Anstand?

Ein Beitrag von Modepraline, geschrieben am letzten Ferienabend in Gstaad!

 

In trauter Zweisamkeit machen der Göttergatte und ich uns auf zum Abendessen in einem wunderbaren Restaurant in Gstaad. Letzter Abend – besonderer Genuss! Ein Ambiente wie es im Buche steht; eine erlesene Menuauswahl die ihresgleichen sucht und ein Service, der nur schwer zu toppen ist. Einfach perfekt … wenn da nicht nach kurzer Zeit des […]

über Hallo Anstand? — MODEPRALINE