Grosseinkauf als Single….

Zwar gehe ich nicht ungerne „lädele“ aber einkaufen ist gar nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Früher war alles viel einfacher, meistens war mein Mann dabei und wir haben vor Ort unsere wunderbar schmeckenden Menu’s komponiert und uns an den Auslagen erfreut bis uns das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. Heute, gut 15 Monate nach dem Tode meines Mannes (er war gelernter und leidenschaftlicher Koch und Gastgeber) ist das alles ganz anders. Das Wasser läuft mir nicht mehr im Mund zusammen, sondern sucht sich beim einkaufen noch regelmässig einen Weg durch meine Tränenkanäle. Beim einen Grossverteiler beginnt das im letzten Drittel und beim anderen ist es bereits im ersten Drittel, daher meide ich diesen normalerweise.

Ich schlängle mich seither im Alleingang mit meinem Einkaufszettel ausgerüstet, meistens recht zielstrebig durch die Gänge und nehme mir aus den Regalen was ich aufgeschrieben habe. Nach der Hälfte fühle ich mich schon erschlagen. Überfordert von all dem Überangebot und ich frage mich immer wieder, wer das alles jemals überhaupt kaufen, testen und schlussendlich auch essen kann oder wird. Jedes mal frage ich mich z.B. warum es soooo viele Sorten Joghurt gibt. Rechtsdrehend, linksdrehend oder weiss der Kuckuck was der Unterschied sein soll. Für mich ist und bleibt Vanille eben Vanille und da ich Vanille gar nicht mag, fällt mir diese Wahl wenigstens sehr leicht.

Gemüse und Früchte ist da schon schwieriger. Es gibt von allem zu jeder Jahreszeit und ich kann mich nicht entscheiden, kaufe dann mehrere Sorten und schaffe es nicht alles zu essen. Fisch, Meerestiere, Muscheln ….. wie sehr haben wir das geliebt und mein Mann hat das alles wunderbar zubereitet. Spätestens hier kämpfe ich jeweils mit den Tränen und verziehe mich dann zur Kasse. Brot kaufe ich fast nie mehr oder dann beim richtigen Bäcker und auch für das Fleisch und für den Käse gehe ich lieber ins benachbarten Dorf zum Detaillisten. Gemüse und Früchte kaufe ich gerne auf dem Wochenmarkt weil ich da auch ein Einzelstück kaufen kann und irgendwie das Gefühl habe, das sei das „glücklichere“ Gemüse als das in Plastik eingeschweisste.

Da ich gerne Saisongerechte Küche mag, hatte ich gestern plötzlich Lust auf Gemüsesuppe. Markt ist erst am Donnerstag, also blieb mir keine andere Wahl. Für eine Person ist das echt schwierig weil ich diese bereits abgepackten Suppengemüse finde ich schrecklich. So sieht es nun also aus in meinem Gemüsefach und jetzt ist es wieder sonnig uns warm und die Lust auf Gemüsesuppe ist irgendwo abgetaucht.

Gemüsefach

Auf meinem Zettel stand auch noch Katzensand und Katzenfutter und natürlich habe ich auch noch ein kleines Extra gekauft für meine Mitbewohner. Einen Essteppich:-) Nein, sie essen nicht direkt vom Teppich aber ihre Schälchen bleiben standhaft.Essteppich

Der Teppich wurde für gut befunden und akzeptiert, also hat sich der Aufwand mit dem Grosseinkauf doch wenigstens gelohnt und jemand freut sich darüber. Mein Mittagessen fand ganz spontan im Restaurant statt:-) Abendessen fällt Taichi-Chigong zum Opfer und ab morgen gibt es wohl tagelang Gemüsesuppe…. sofern ich die Motivation finde diese zu kochen und sonst ist Rohkost angesagt. Verhungern werde ich auf jeden Fall nicht:-)

eure Piccolina

Spüren und Fühlen….

Ist jetzt nicht Herbst? Ich habe gemeint oder gehofft im Herbst ist es nicht mehr heiss? Na ja, auf jeden Fall ist es heute sommerlich warm und trotzdem habe ich mir fest vorgenommen zu arbeiten. Es muss jetzt einfach sein, ich kann nicht mehr länger auf die Abkühlung des Herbstes warten. Leider lässt auch meine Motivation auf sich warten obwohl sie sich das gar nicht leisten kann. Wir, meine Motivation und ich sind nämlich jetzt gefordert etwas zu tun und zwar besser ganz schnell. Mehr dazu ein anderes mal.

Meine angekratzte und infolge Hochsommerlicher Temperatur erhitzte Tagesform erfuhr Rettung dank einer spontanen Nachricht auf meinem Handy. Spontan entwickelte sich unsere Unterhaltung zu einer aufschlussreichen Diskussion über Spiritualität und andere „Gspürschmi“ Erfahrungen. In der Folge hat die modepraline auch innerhalb weniger Minuten gleich einen Blog geschrieben und veröffentlicht. Wir haben sogleich festgestellt, dass wir beide das genau gleich empfinden resp. eher nicht empfinden. Danke Modepraline für deinen Beitrag, besser kann man das nicht schreiben!

Es ist ja nicht so, dass ich NICHTS spüren würde. Ich befinde mich ja tagtäglich in einem Wechselbad der Gefühle wie Trauer, „Längizyt“, Sehnsucht, Angst, Freude, Motivation oder eben auch mal Nullbock-Stimmung und nicht zu vergessen Hunger und Durst.

Ob ich denn mal Bäume anschreien werde, weiss ich im Moment nicht so genau aber ich bin gerade dabei, meine „Gsprüschmi“ Erfahrungen auf einer anderen Ebene zu machen. Seit vier Wochen besuche ich einen Taichi/Chigong Kurs. Es soll gut sein zum runterfahren, zum sich selber spüren, zum Kraft tanken und vielem mehr. Zusammen mit einer Freundin aus meiner Jugendzeit, besuche ich nun also diesen Kurs wohlverstanden in französischer Sprache. Ich geb’s ja zu, ich hab auch schon mal meine Hörgeräte vergessen und dachte, dass sei der Ursprung meines Nichtverstehens, meines Nichtspürens. Aber auch mit Hörgeräten geht es nicht wirklich besser. Ganz sicher ist es auch die französische Sprache deren ich nicht vollständig mächtig bin. Aber es ist nicht nur das….. es ist einfach nicht da….dieses Gefühl, dieses Spüren was unsere Lehrerin uns auf so herzliche Art vermitteln will. Sie lebt dieses Gefühl sicher auch im Alltag und auch einige der anderen Teilnehmer scheinen sofort irgendwie abzutauchen. Ich aber, habe schon grosse Mühe mit der Langsamkeit und spüren…… nein ich spüre wirklich nichts dabei.

Meine Gedanken machen derweilen „Fangis“ oder „Seilgumpen“, ich denke an gestern, an morgen, an die Vergangenheit und auch an die Zukunft und alles was ich empfinde steht irgendwie in direktem Zusammenhang mit eben diesen Gedanken. Abschalten lassen sie sich nicht wirklich erfolgreich oder immer nur für ein paar Sekunden.. Also weiter im Zeitlupen-Karrusell Taichi-Chigong. Wenigstens sind wir eine gute und lustige Gruppe von 10 Frauen und 2 Männern und das Ganze soll ja auch einen gewissen Spassfaktor haben. Ich betrachte es nun einfach als Gymnastik in Zeitlupe. Nicht mehr und nicht weniger. Nach jedem Kurs freue ich mich aber schon sehr auf meine Zumba Gold Stunde welche jeweils am Montags stattfindet. Mit lauter und fetziger Musik und sehr viel Bewegung und ohne Zeit zum denken. Für mich ist das Spüren, Entspannung und Kraft tanken in einem und wenn gar nichts mehr hilft werde ich zusammen mit meiner lieben Freundin doch mal die kleinen Bäumchen anschreien gehen.

bis dahin….. euer NICHT (G)spürloses Landei Piccolina

Dienstag…. Prüfung bestanden!

Versprochen ist versprochen und gerne liefere ich heute die Anleitung meines neuen „Rücken-Selfie-Eincreme-Stick“ und die ersten Testergebnisse.

Eingehüllt in eine, mir sehr vertraute Duftwolke aus dem Nachlass meines lieben Mannes fühlte ich mich sofort wieder besser und nicht mehr so allein. Er war plötzlich riechbar anwesend und das war ein ganz wunderbarer Gedanke.

Die liebe Freundin welche zum Kaffee-Klatsch vorbeikam, hat weder auffällig geschnuppert noch hat sie irgendwelche Fragen gestellt oder Kommentare abgegeben und ich schwöre euch, sie hätte keine Hemmungen dies zu tun 🙂

Zur Umwandlung der „Netzschwamm-Bürste“ in einen RSE-Stick (siehe oben) benötigte ICH (bin gerne offen für allfällige Verbesserungsvorschläge):

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Besagte Bürste, einen Frottée-Waschtuch, 2 Windeleinlagen (findet man in jedem Grossverteiler oder Drogerie in der Baby-Abteilung) und eine Klammer zum schliessen von Beuteln.

So sieht der fertige RSE-Stick aus. Für die ersten Tests habe ich mich vorsorglich in die Dusche gestellt weil ich nicht im ganzen Badezimmer Frühlingsputz resp. Herbstputz machen wollte.

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Creme auftragen und……..es funktioniert absolut perfekt und falls es mich mal am Rücken juckt, BITTE WENDEN und die rückseitige Klammer verwandelt meine Erfindung in eine passable Kratzbürste.

Die Windeleinlagen nach einmaligem Gebrauch entsorgen, das Waschtuch werde ich sicher mehr als einmal verwenden können.

Es fühlt sich beides gut an, meine neue Duftwolke und auch mein eingecremter Rücken. Selbst ist die Frau….. das Alleinsein macht erfinderisch und lässt Platz und Hoffnung, dass auch noch andere Hürden überbrückbar werden.

UPDATE!  Dank einer lieben und aufmerksamen Leserin habe ich nun ein richtiges Profimodel gefunden!

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Mein Dank  geht an Elisa vom Thunersee😘

eure hautmässig enstpannte Piccolina

Montag…. ein neuer Duft liegt in der Luft.

Nicht dass es für mich irgend einen Unterschied macht, ob es jetzt Montag oder Donnerstag oder Sonntag ist. Ich bin selbständig und arbeite wie ich will und wann ich mag und auch in meinem eigenen Rhythmus. Mal lieber gar nichts und dann wieder fast Tag und Nacht, lieber ohne auch mal Pause zu machen.

Als Frühaufsteher (damit sind eher meine Wecker Skippy und Grisou gemeint) bin ich schon zeitig losgezogen. Ein grosses Paket welches ich heute schon zur Post gebracht habe (liebe Post, lass das Paket und seinen Inhalt schadlos beim Empfänger ankommen!) Früh darum, weil man bei der Post sonst keinen Parkplatz findet oder ewig lange anstehen muss. Trotz Regenwetter gut gelaunt bin ich gleich weitergefahren. Mit einem ersten Kaffee und Gipfeli habe ich mir Zeit bis zur Öffnung der anderen Geschäfte überbrückt und habe dabei wie üblich schon mal das erste stille Örtchen aufgesucht. Zuhause bin ich ja eher pflegeleicht aber sobald ich ausser Haus bin muss ich immer wieder…..

In der Zwischenzeit sind die Geschäfte offen und ich stürze mich ins Vergnügen. Obwohl…. schon beim Eintritt in den ersten Laden läuft es mir kalt und heiss über den Rücken runter. Kalt wenn ich die Auslage betrachte und all die Farben die ich nicht mag und die mir auch nicht stehen und heiss weil ich viel zu warm angezogen bin. Was um Himmels Willen hat mich veranlasst eine so dicke Jacke anzuziehen?

Schon kurze Zeit später befällt mich wieder das Gefühl irgendwo nach den berühmten zwei Buchstaben Ausschau zu halten. Keines der Geschäft weit und breit verfügt über eine Kundentoilette. Ich frage mich immer wieder wie so etwas möglich ist und finde das abartig. Wie es mit dem Personal ist will ich lieber gar nicht wissen. Also was bleibt mir anderes übrig als ins angrenzende Café und anständig wie ich bin bestelle ich mir auch wieder einen kleinen Schwarzen was das den zukünftigen Rhythmus dieser Besuche noch zusätzlich beschleunigen wird. 😦

Der kleine Schwarze war sehr gut und wie hier üblich wurde er sogar mit Schokolade und Doppelrahm serviert. Zurück im Geschäft wird mir aber doch sehr schnell klar, dass ich hier nur die Zeit vertrödle. Ein letzter kurzer Abstecher im Drogeriemarkt hat mich dann endgültig wieder in die Realität zurückgebracht.

WARUM brauchen wir ein solches Überangebot an ALLEM. Es gibt ALLES und von allem auch alles in ALLEN Varianten und von allem ZU VIEL.

Ganz klein (wie immer) und schon relativ mutlos schlängle ich mich doch durch die Regale und ich werde fündig. Als kleine Belohnung für mich wähle ich einen neuen Druckbleistift in schönstem Bordeaux-Rot. Das ist eines meiner wichtigsten Arbeitsgeräte und ich finde er liegt richtig gut in der Hand. Abschliessend noch eine Nagelfeile, eine Fusscrème, eine Rolle Packpapier für mein nächstes Grosspaket und dann noch so ein fürchterliches Ding.

Ich wusste nicht mal genau wie man das Teil nennt (Netzschwamm-Badebürste steht auf dem Etikett!) aber ich werde mir damit jetzt etwas basteln damit ich mir selber meinen Rücken ganz eincremen kann. Es wird bestimmt eine grosse Herausforderung aber wie sagt man so schön…. man wächst an seinen Aufgaben und es ist an der Zeit eine Lösung zu finden da ich leider niemanden mehr habe der mir den Rücken eincremen kann. Und ich habe auch niemanden mehr der mit mir einkauft und mit mir an kostbaren Fläschchen schnuppert.

Vor der Kasse mache ich auf MUTIG und drehe eine Zusatzschlaufe durch die Parfümerie und schon steigen mir die Tränen auf. Ob ich wohl jemals wieder ein Parfum oder ein Eau de toilette kaufen werde? In den letzten Jahren hat das immer mein lieber Mann für mich oder mit mir erledigt. Eine Welle von „Längizyt“ überkommt mich und ich kann das Geschäft und das ganze Angebot kaum ertragen. Hopp zur Kasse, Augen zu und durch und so schnell wie möglich nach Hause. Wenigstens war mein heutiger Vormittag finanziell gesehen ein grosser Erfolg weil man bekanntlich ja nicht das Geld sparen kann was man einnimmt, sondern nur dasjenige welches man NICHT ausgibt.

Nun geht’s ans basteln dieses „Single-Rückencrème-Selfie-Sticks“ und dann….. ich werde berichten wie es gelaufen ist. Und was das gut riechen betrifft, ich habe mich jetzt gerade spontan entschieden zuerst alle Wässerchen meines Mannes aufzubrauchen. Es sind Düfte dir mir bekannt sind, die ich liebe und sie sind mit vielen schönen Erinnerungen verbunden und falls das jemanden in meiner Umgebung stören sollte, mit stört das gar nicht.

eure Duftwolke Piccolina

Morgenrot – schlecht Wetter droht….

…..das ist wohl eine der bekanntesten Bauernregeln und wahrscheinlich auch dienjenige mit der höchsten Trefferquote.

Trotzdem freuen wir uns nicht nur über das vielversprechende Abendrot welches auf gutes Wetter hindeutet sondern auch Morgenrot ist wunderschön anzusehen. Was die Bauernregel besagt ist nur wenige Stunden später eingetroffen. Starke Winde und ein schöner Landregen (wenigstens hier war es so).

Ich bin eine Frühaufsteherin und ein Spätschläferin und kann daher alle Wetterzeichen verfolgen. Genau so, wie ich die verschiedenen Tageszeiten mit ihren Vor- und Nachteilen mag, genau so gerne mag ich unsere 4-Jahreszeiten. Für mich persönlich war dieser Sommer wirklich heiss genug und umso mehr freue ich mich auf den Herbst, welcher nun fast von einem Tag auf den anderen eingetroffen ist. Seit meinem Umzug ins Greyerzerland ist glücklicherweise auch der Föhn kein Thema mehr und genauer betrachtet hatte ich seither nur noch sehr selten Kopfschmerzen.

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Aufnahme von meiner Nachbarin Silvia – DANKE!

Richtig stürmisch war es hier heute morgen und ich habe meine Balkonpflanzen auf ihren Rolli’s in ein vorübergehendes und windgeschütztes Quartier gebracht. Es war auch der richtige Moment um das Katzennetz von all den Ranken und Schlingen der verblühten schwarzäugigen Susanne zu befreien. Nur mein Hochbeet mit Salat und Schnittlauch (ich laufe also nicht in Gefahr den bei Coop angebotenen Schnittlauf aus KENIA kaufen zu müssen) steht noch im Regen.

Ich liebe diese Stimmung wenn es dunkel ist, die Wolkendecke tief hängt und ich endlich mit ruhigem Gewissen wieder mal eine ganzen Tag nicht raus muss.

Es ist ein Privileg nicht raus zu müssen und meine Gedanken sind bei all den Bauern auf den Alpen und im Tal, all die Menschen auf den Baustellen, auf Dächern und Strassen, die Gärtner und alle die, welche einfach keine Wahl haben an solchen Tagen.

Ich denke an die Menschen, die ihr ganzes Hab und Gut und sogar ihr Leben verloren haben beim Bergsturz in Bondo, an meine Freunde die in Texas wohnen und schlimmste Zerstörung durch den Orkan Harvey erlitten haben, oder all die Menschen deren Heimat durch den Orkan Irma zerstört wurden. Hierzulande jammern wir doch wirklich meistens auf höchstem Niveau.

Darum geniessen wir doch diese ruhigen oder auch stürmischen, nassen und trüben Tage. Es gibt echt keinen Grund zum sich über den, durch schönes Morgenrot angekündigten Wetterwechsel, zu klagen.

vom winde verweht…

eure Piccolina

Weihnachten im September

ja, ihr habt recht gelesen, Weihnachten im September:-)

Soeben ist bei mir der Weihnachtsmann in Form eines CH-Briefträgers vor der Türe gestanden und hat das erste Päckli geliefert.

Es ist mir eine grosse Freude und natürlich auch eine Ehre die UNICEF-Weihnachtskarten mit meinen Scherenschnittmotiven zu präsentieren.

Das Wintermotiv wird in Schachteln à je 2×5 Stück in allen Landesteilen in Papeterien, Warenhäusern und Grossverteilern verkauft werden.

Liste der Verkaufsstellen hier.

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Die nachfolgende Einzelkarte ist direkt hier bei UNICEF erhältlich.

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Ende gut…..

…..ich habe meine Liebsten wieder gefunden.

In der Vergangenheit hatte ich wirklich nicht immer nur Glück, um nicht zu sagen eine längere Pechsträhne. Angefangen hat es vor 11 Jahren als unser lieber Päps nur wenige Wochen nach der Diagnose und doch ganz überraschend gestorben ist. Seine Trauerfeier wäre genau auf meinen 50-igsten Geburtstag gefallen. Es war auch so schon schwierig genug und so entschieden wir im Familienrat die Trauerfeier auf den Tag nach meinem Geburtstag zu verschieben.

Im Juli 2014 ist unser Mami von seiner langen, mit sehr viel Geduld ertragenen Krankheit erlöst worden. Ich pflege zu sagen, mein Mami sei 2 mal gestorben, einmal durch die fortgeschrittenen Demenz welche zu Parkinson dazu kam und dann nochmals an einem schönen warmen Julitag 2014.

Dass Eltern sterben ist eigentlich der normale Lauf des Lebens aber nur zwei Jahre später musste ich auch von meinem geliebten Ehemann Abschied nehmen. Es war schrecklich und ich frage mich oft, wie ich das überhaupt bis heute alles geschafft habe. Wir, mein Mann und ich hatten noch so viele Pläne für das Leben, für unser Leben nach all den traurigen Erlebnissen. Ein Leben im Greyerzerland war schon lange unser Traum und ich habe ihm versprochen, dass wir spätestens zu seiner Pensionierung unser neues Leben beginnen würden.

All unsere Träume und Pläne sind durch seine Krankheit und seinen viel zu frühen Tod geplatzt und nur 10 Tage nach seinem Tod konnte/musste ich die Schlüssel für unser neues Zuhause im Greyerzerland in Empfang nehmen. Mein Bruder hat mich bei diesem schweren Gang begleitet. Es war sehr traurig und trotzdem habe ich sofort gespürt, dass meine Entscheidung an unseren Plänen festzuhalten die Richtige war und ich habe es bisher nicht eine einzige Sekunde bereut.

Nur wenige Tag nach der Trauerfeier für meinen Mann begann das grosse Räumen. Ich empfand es trotz den erschwerten Umständen für befreiend und konnte mich ohne Probleme von fast Allem trennen. Eine grosse Mulde wurde vorgefahren und ich begann im wahrsten Sinne des Wortes Ballast abzuwerfen und mich frei zu schaufeln. Wer auch schon mal nach 37 Jahren umgezogen ist, weiss wovon ich hier schreibe.

In der neuen Wohnung und in der neuen Umgebung habe ich mich sofort sehr wohl gefühlt und die Kartons welche ich mitgenommen hatte, waren schnell ausgepackt und alles direkt am richtigen Ort verstaut. Abgesehen von meinen Liebsten habe ich nichts vermisst und doch war da noch etwas, was ich einfach nicht mehr gefunden habe.

Es waren zwei Fotos meiner Eltern und das Foto von meinem bereits erkrankten Mann welches wir in der Kirche bei der Trauerfeier aufgestellt hatten. Immer wieder habe ich überlegt wo die Bilder wohl sein könnten, wo sie gelandet sind.

Eine liebe Freundin kam heute zu Besuch und irgendwie sprachen wir über unsere Küchen. Meine Küche ist eigentlich ein Traum und abgesehen von der Höhe der Arbeitsfläche und der Schränke gibt es da gar nichts zu beanstanden. Das Problem mit der Höhe ist auch nicht wirklich das Problem der Küche sondern eher das Problem meiner Körpergrösse von nur ca. 1.50m. Ein Wort ergab das andere und ich hatte ganz plötzlich die Idee ich könnte doch meine Brienzer Kühe auf die Küchen-Obschränke stellen. Da es in meinem Wohnzimmer bereits ein wunderschönes Kuh-Bild von Björn Zryd aus Adelboden gibt, würden doch die Kühe bestens auch dorthin passen.

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Isch das ds Vroni? von Björn Zryd, Adelboden

Da war doch noch eine kleiner Karton im Schrank meines Gästezimmers in welchem ich die geschnitzten Brienzer-Kühe, Pferd, Geiss und Schafe mit den dazugehörenden Bauern schön sorgefältig in Seidenpapier verpackt hatte.

Spontan wie ich bin, hole ich den Karton aus dem Schrank und beginne auszupacken und WAS finde ich dort in dem Karton? Ich habe heute, fast 14 Monate nach meinem Einzug auch irgendwie meine Liebsten wiedergefunden und dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Ich habe doch gewusst, dass ich die Bilder extra vorsichtig verpackt hatte aber WO, das ist mir einfach nicht eingefallen und umso grösser war meine Freude heute und daher ist es irgendwie eine ENDE GUT geworden……..

herzlichst,

eure Piccolina

Piccolina barfuss…

Einmal muss ich ja den Startschuss in meinen Blog von 2015 wieder wagen. Das es gerade heute geschieht, ist eher ein Zufall. Sicher auch aus Zufall werden wohl die meisten meiner hoffentlich noch folgenden Blog-Beiträge entstehen.

Ich muss euch etwas gestehen, ich mag meine Füsse! Sicher denkt ihr jetzt spinnt sie komplett. Das mag irgendwie stimmen.  Mir scheint, das Füsse im Moment in meinen Leben und in meiner Umgebung eine relativ grosse Bedeutung haben.  Nur kann ich die Meinung einiger Bloggerinnen Modepraline  und Oli-Online (nennt man uns wirklich so?) einigen meiner Bekannten und Freunden nicht teilen.  Weil ich meine Füsse mag und noch besser, ich mag meine Füsse NATUR. Na ja, vielleicht nicht so ganz natur weil im Moment sind die Nägel gerade rot gestrichen aber was ich definitv nicht mag sind Schuhe, geschlossene Schuhe sind eine Qual und Socken finde ich einfach widerlich.

Wenn es nach mir ginge, ich würde das ganze Jahr in Flip-Flop rumlaufen. Vielleicht im Winter ein gefüttertes Modell mit einem kleinen Plüschfutter über’s Rist aber mehr ganz sicher nicht.  Eigentlich mache ich mir auch nie richtig Gedanken über meine Fussbekleidung. Eigentlich….. denn heute habe ich echt ein Problem.  Auf meinem Programm steht die Country night in Gstaad und wie es sich gehört sollte man dort auch entsprechend angezogen um nicht zu sagen kostümiert erscheinen.

Ich aber, mit 28 Jahren Country-Erfahrung werde mir das heute definitv nicht mehr antun und werde meine Füsse an dem Konzert teilhaben lassen und mich dabei sehr wohl finden. Vielleicht nicht ganz korrekt angezogen aber auf jeden Fall fühlen wir uns alle wohl, meine Füsse und ich. Keep it Country und bis bald

eure Piccolina