Schokokugel?

Heute werden Kugeln aller Art zum Tagesthema😄

MODEPRALINE

Einmal angenommen, ihr liebt diese süssen Dinger, die innen das luftige-klebrig weisse Zeug haben und aussen mit Schokolade überzogen sind. Diese politisch inkorrekt benannten Süssigkeiten, die jede Foodkette im Sortiment hat. Was genau verlangt ihr dann?

Einst waren es mal Negerküsse – geht GAR NICHT MEHR!

Dann waren es Mohrenköpfe – geht GAR NICHT MEHR!

Dann waren es Schaumküsse – in der Schweiz total atypisches Wort!

Danach kamen die Schokoküsse – irgendwie auch sehr Schriftdeutsch!

Und seit heute wissen wir, dass man sie … Schokokugeln nennen sollte!!!

Hä? Schokokugeln?? Tschuldigung, aber wer von euch kommt bei Schokokugeln auf einen Mohrenkopf? Zumal diese Dinger weder rund (Kugel) noch komplett aus Schokolade sind. Für mich ist eine Schokokugel sowas wie eine Lindorkugel oder so. Aber doch kein Mohrenkopf. Es hat sich aber tatsächlich so zugetragen, dass in einem hiesigen Geschäft diese süssen Dinger mit dem Schild „Mohrenköpfe“ beschriftet waren, bei der Bestellung…

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Kugellager – Lager Kugeln – Kugelrund

Wie schön, so viele verständnisvolle liebe Freunde zu haben. Schon Tage vor und auch noch Tage nach meinem Geburtstag immer wieder zu einem feinen Essen eingeladen werden. Das ALLEINE leben ist schon sehr schwierig,  aber alleine kochen und alleine essen, daran kann ich mich kaum gewöhnen.

Heute stand also eine weitere Einladung zum Mittagessen an – Ziel unbekannt, so quasi eine Fahrt ins Blaue. Als erstes sagte mir meine mich einladende Freundin bei der Begrüssung… wie kann man nur so in einer blöden Jahreszeit Geburtstag haben? Warum das denn?  Na ja, Herbst und Wochenende ist anscheinend hier in der Gegend jeder und jede im Restaurant und die Suche nach einem dem Anlass entsprechenden Lokal hat wohl etwas gedauert.

Glücklicherweise isst meine Gastgeberin auch gerne und sie hat keinen Aufwand gescheut etwas zu finden. Zuerst aber noch einen kleinen Umweg mit einem Überraschungshalt in einer wunderschönen Kugelwelt. Als Bergler aufgewachsen konnte ich fast nicht glauben, was ich heute zu sehen bekam.

Ein Riesen Lager an Kugeln, sozusagen Kugellager agogo…. in allen Farben und Formen.

Ein wunderschöner Anblick und wenn ich daran denke, wieviel Arbeit und Zeitaufwand hinter all dem steht? Sogar eine Szene passend zu meiner neuen Leidenschaft, dem Piano spielen gibt’s! Ich, sonst eher nicht so ein Deko-Fan habe natürlich auch gleich eingekauft für Suppe UND als Dekoration.  Ich sage euch, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Sogar ein eigenes wunderschön goldenes Rapsöl aus Schiffenen gibt es bei der Familie Krebs zu kaufen. www.selfpick-schiffenen.ch 

 

Wie liebe- und fantasievoll die Kürbisse aufgereiht und ausgestellt sind. Ganze Bäume voller Kürbisse, man könnte wirklich denken die wachsen dort auf den Bäumen.

Das anschliessende Essen im Restaurant war sehr gut und das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann noch Kaffee und Zwetschgenkuchen chez Martha.

Während ich hier schreibe, bekomme ich doch wirklich schon wieder eine Einladung zum Essen für morgen Mittag. Ich lass mich gerne überraschen was mir morgen geboten wird. Aber eines ist sicher, wenn es so weitergeht mit diesen kulinarischen Ausflügen, bin ich bald die grösste Kugel weit und breit!

Update: der Plan steht und das Essen wird mit einer kleinen Wanderung verbunden, es besteht also noch Hoffnung 😉

Guten Appetit und ein kugeliger Gruss
eure Piccolina

 

 

 

Mein Herz voller Dankbarkeit…..

Ich sprachlos……..dass ist doch eher sehr selten um nicht zu sagen unmöglich:-)

Heute aber, fällt es mir schwer die richtigen Worte zu sagen oder zu schreiben. Ich bin einfach schlichtweg überwältigt von all den lieben Wünschen und Gedanken die mich gestern zu meinem Geburtstag erreicht haben. Wer mich kennt, weiss dass ich Geburtstag und all die anderen anstehenden Feiertage nicht mag. Augen zu und durch ist da eher mein Motto und am liebsten mache ich daraus einfach einen ganz normalen Tag oder tauche ganz einfach irgendwo ab.

Früher war das anders. Als kleines Kind waren meine Geburtstagsfestli immer sehr beliebt und viele Freunde haben den Weg in unser Zuhause gefunden. Anstelle von Geburtstagskuchen gab es bei mir belegte Brötli oder Härdopfelsalat und Wienerli und dann für die Schleckmäuler noch eine Schoggicrème oder Kuchen. Die Liebe zum Süssen entwickelt sich bei mir erst seit ein paar Jahren, dafür aber umso ausgeprägter. Wie mir auch meine Waage immer wieder mal schonungslos beweist. Es sind wunderschöne Erinnerungen an meine kostbare und glückliche Kinderzeit. Wenn ich die Fotos anschaue, sehe ich aber auch neben mir meine liebste und beste kleine Freundin aus der damaligen Zeit. Wir sagten immer wir seien Schwestern obwohl man ganz klar sah, dass es nicht stimmen konnte. Ihr Wegzug kurz nach der Einschulung war für uns beide schrecklich und ich vermisse sie heute noch. Sie war eine begnadete Musikerin, ein vielversprechendes Talent und leider ist sie als ganz junge Frau an Krebs gestorben. In meinem Herzen wird sie immer einen speziellen Platz einnehmen. Genau so wie all die anderen die vor uns gehen mussten. Wenn ich das jetzt so betrachte musste ich in meinem Leben schon viel zu oft von jemandem Abschied nehmen der mir lieb und wichtig war.

Geburtstage und Weihnachten sind dadurch irgendwie Tage des Vermissens, der Längizyt und der Erinnerungen geworden. Dann, zu meinem 50-igsten wollte ich endlich mal feiern und diesen speziellen Tag mit meinen engsten Freunden feiern. Mein kranker Vater war im Spital und seine Rückkehr nach Hause war genau für diesen meinen 50-igsten geplant. Wie sehr habe ich mich gefreut, auf dieses mein schönstes Geburtstagsgeschenk aller Zeiten. Unerwartet schnell ist mein Päps dann verstorben und nach normaler Zeitrechnung wäre seine Abdankung genau auf meinen Geburtstag gefallen.

Dank Verständnis unseres Pfarrers konnten wir die Abdankung dann auf den nächsten Tag verschieben. Heute sind es genau 11 Jahre. Geändert hat das an der grossen Traurigkeit die fortan auf diesem Tag lastet gar nichts. Für meinen 60-igsten machte ich schon gar keine Pläne mehr, weil mein Mann erkrankt war. Doch, wir haben uns so sehr gefreut auf unseren Umzug ins Greyerzerland, auf unsere wunderschöne neue Wohnung, auf unser neues Leben hier obwohl wir wussten dass unsere gemeinsame Zeit nur noch befristet war.

Wieder kam es anders und nur 10 Tage vor der Übernahme unseres neuen Zuhauses ist mein Mann gestorben. Es war schrecklich und ich frage mich heute oft, wie ich das alles und diesen Umzug und Neuanfang überhaupt schaffen konnte. Immer wieder hat mein Mann mich getröstet und gesagt ich würde die nötige Kraft bekommen. Woher wusste er auch nicht, aber er hat mir das immer und immer wieder gesagt und ich denke, dass er es ist der mir heute die Kraft gibt oder in irgend einer Form schickt, jeden Tag aufs Neue. DANKE Bärchen, dass du bei mir bist!

Meinen 60-igsten konnte ich dann, im Kreise meiner, nach Turbulenzen wieder vereinigten Familie verbringen und auch dafür bin ich sehr DANKBAR.

Noch keine Sekunde habe ich den Entscheid, hier ins Greyerzerland zu ziehen bereut. Ich bin einfach nur DANKBAR das mein Mann mich in dieser Entscheidung bis zu seinem letzten Tag voll unterstützt hat.

Etwas mehr als ein Jahr bin ich jetzt hier und ich habe so viel neue liebe Menschen kennenlernen dürfen – mit Dankbarkeit pflege ich diese neuen Kontakte aber auch die Freunde aus der Vergangenheit versuche ich immer wieder zu kontaktieren und die Freundschaften zu erhalten. Nette Nachbarn, neue Kontakte links und rechts säumen meinen neuen Weg und auch dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar.

Meine Familie ist um einen wunderschönen, lieben kleinen Menschen grösser geworden und obwohl Grosstante schon ziemlich altbacken tönt, fühle ich mich doch sehr wohl dabei.

Ja und dann….. es gibt sie wirkliche diese sogenannte Seelenverwandtschaft. Was ich mir immer gewünscht hatte, eine kleine oder grosse Schwester zu haben ist geschehen. Es ist ganz bestimmt kein Zufall, dass wir uns gefunden haben, meine „Big Little Sister“ und ich.

Vom ersten geschriebenen Wort an, haben wir uns verstanden wie ein Herz und eine Seele und öfters klauen wir uns auch gegenseitig die Gedanken und schreiben was die andere denkt. Nach mehreren Monaten geschriebener Freundschaft haben wir uns dann getroffen und seither ist meine liebe kleine Sis einfach nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Wir verstehen uns fast ohne Worte. Ganz sicher ist sie auch ein Teil dieser Kraft, die mein geliebter Mann mir versprochen hat.

Wir sagen und schreiben uns alles, wir lachen zusammen und wir werden auch weinen zusammen. Wir sind Seelenverwandte und wir ziehen gemeinsam. Mal zieht sie mich rauf, mal ich sie runter, egal Hauptsache wir bleiben dran und ziehen uns gegenseitig immer weiter- wir sind ein prima Team. Genau mit diesen Worten hat sie mir eine Geburtstagskarte geschrieben, die schönste Geburtstagskarte die man sich vorstellen oder wünschen kann.

Ich bin so unendlich DANKBAR und ich spüre, dass wir immer gegenseitig für uns da sein werden und uns voll vertrauen können.

Trotz all der Traurigkeit, der Wehmut und der Längizyt in meinem Leben geht es mir dank meiner Familie, all meinen lieben Freunden und meiner „grossen kleinen Schwester“ doch eigentlich sehr gut und dafür bin ich so unbeschreiblich DANKBAR und ich möchte mich auch bei euch allen von ganzem Herzen bedanken.Strauss1

Heute werde ich einen gemütlichen Tag zuhause verbringen, meine wunderschönen Blumen geniessen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.

Noch was….. falls jemand von euch auch gerne belegte Brötli isst, ich war gestern zusammen mit „little sis“ im Himmel der belegten Brote und der Erdbeerkuchen zur Krönung meines Geburtstagsessen war schlichtweg MEEEEGAA fein!

ich sage DANKE für alles und EUCH ALLEN,

eure Piccolina

Mein Kindertraum…..

Solange ich zurückdenken kann, wollte ich immer Klavier spielen lernen. Zuerst hiess es kein Geld für ein Klavier und Unterricht. Okay, das habe ich verstanden und bekam als Trost die obligate Blockflöte mit entsprechendem Unterricht. Später fehlte der Platz und noch ein paar Jahre später fehlte es immer wieder an der Zeit.

Für ein paar Weihnachtslieder reichte mein Können auf der Blockflöte bald und das Interesse liess entsprechend schnell wieder nach. Zusammen mit meinem Bruder und mit meiner Schulfreundin folgten ein paar Jahre Gitarre. Natürlich ohne Noten nur mit Begleitakkorden und mit immer kurz geschnittenen Fingernägeln. Vor allem Berner Chansons haben wir gespielt und gesungen. Singen war schon in der Schule nicht mein Lieblingsfach und bald hing die Gitarre nur noch als Dekorationsobjekt neben einem schönen Cowboyhut. Den Traum vom Klavier hatte ich aber nie wirklich aufgegeben.

Nach meine letzten Umzug vor gut einem Jahr waren nun alle Bedingungen erfüllt und irgendwann Ende Juni dachte ich – JETZT oder NIE! Zwei drei Klicks und schon fand ich ein paar Angebote für Online-Piano-Unterricht. Das gibt’s wirklich! Stellt euch das vor! Ich kann, wie fast immer barfuss, zuhause Klavier spielen lernen. Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Irgendwo hatte ich gerade gelesen, dass man in meinem Alter unbedingt eine neue Sprache oder ein Instrument lernen sollte. Das soll die Hirnzellen aktiv halten und dazu auch noch Spass machen und mein langgehegter Traum würde auch in Erfüllung gehen. Mehr auf einmal geht doch gar nicht. Spontan wie ich bin, um nicht zu sagen überstürzt, habe ich mit ein paar weiteren Klicks gleich ein zugegeben günstiges Keyboard bestellt.

Selten habe ich mich auf etwas so gefreut wie auf die Lieferung des Keyboards. Dann, am 1. Juli habe ich für vorerst 6 Monate den Piano-Starter-Kurs bei klavier-lernen.ch gebucht und schon konnte ich loslegen. Das Keyboard habe ich in meinem Büro direkt neben dem Arbeitstisch positioniert und das bedeutete einen Dreh auf dem Stuhl und schon konnte ich in die Tasten greifen. Das die Pianotasten auch schwarz-weiss sind steht ja irgendwie für mein Leben und für meine ganz grosse Leidenschaft, den Scherenschnitt. Da ich, wie es so schön heisst „freischaffende Künstlerin“ bin und meine Arbeitszeit selber einteilen kann, ist das Instrument im Büro also kein Problem. Ein morgendlicher Blick in den Spiegel und meine Chefin war einverstanden:-)

Die Probleme kamen dann aber doch und zwar leider von unerwarteter Seite und sehr schnell. Um meine lieben Nachbarn mit meinen nächtlichen Übungsstunden nicht zu nerven, spielte ich zu später Stunde die ersten zaghaften Versuche nach Anleitung meines Musiklehrers Sven mit Kopfhörer. Mit einer unglaublichen Geduld immer und immer wieder erklärt er mir und natürlich auch jedem anderen Piano-Starter Schüler die gleichen Übungen. Ja, es ist wirklich so. Ich nehme Unterricht im weltkleinsten Musikschulzimmer mit den weltweit längsten Unterrichtszeiten. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr ist Unterricht und unser Lehrer immer gut gelaunt und sehr motivierend. Via meinem Smartphone oder via Tablet bin ich also mitten drin im Musikzimmer oder mein Klavierlehrer bei mir. Eine echt coole Sache ist das, DANKE Sven!

Leider hat mir aber nach kürzester Zeit der Adapter des Kopfhörers einen sehr grossen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste meine Karriere als Pianistin vorübergehend pausieren und mein „günstiges“ Keyboard entsorgen. Eine Reparatur war nicht mehr möglich oder hätte höchstwahrscheinlich die Anschaffungskosten um ein Vielfaches überstiegen. Wer mich auch nur ein kleines bisschen kennt weiss, dass ich mich nicht so schnell von einer Idee und schon gar nicht von meinem neu erweckten Kindertraum abbringen lassen würde und daher wird diese Geschichte hoffentlich noch sehr lange weitergehen und ich werde immer wieder mal berichten.

Nun heisst es aber c – d – e – f – g – h – b – c Noten lernen und all die dazu gehörenden Begriffe, wie Oktaven, Akkorde, Harmonik, Rhythmik, Melodik….. alles ist NEU und es klingt alles sehr spannend und ich freue mich, dass es endlich losgeht. Ich verspreche, euch von jeglichen Tondokumenten in meinem Blog zu verschonen.

eure Piccolina