Die Spannung steigt …

Leute, ich bin sowas von aufgeregt!  Morgen gehe ich mal kurz, den ins Auge gefassten „Stadtflitzer“ testen. Mit Automatik-Getriebe!  Man sagt mir, Automat fahren kann jeder „Dubbel“.

Wieso zu Geier, mache ich mir dann ständig Gedanken ob ich das schaffe und wie das wohl sein wird?  Nun ja, ich werde berichten 🙂

Es ist eine wirklich aufregende und spannende Woche angesagt. Am Freitag werde ich mich wieder mal auf eine ganz kleine, für mich aber schon relativ grosse Reise begeben.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich mich mit einem Autokauf beschäftige, werde ich per ÖV  (das ist für mich noch sehr ungewohnt und eine echte Herausforderung) nach Zürich reisen um dort meine „Piano-Freunde“ treffen. Natürlich nicht alle, sondern nur diejenigen die der Einladung unseres Piano-Lehrers Sven Häfliger Folge leisten werden.  Ist das nicht eine ganz tolle Idee?  Ich weiss nicht, wieviele Schüler an der ZAPIANO Methode teilnehmen,  Auf jeden Fall freue ich mich, einige bald persönlich kennen zu lernen. Im Juli 2017 habe ich den Piano-Starter Kurs von ZAPIANO.com begonnen und seit Ende 2017 bin ich Mitglied im Piano-Club. Noch stecke ich ganz am Anfang aber ich will ja auch kein Konzertpianist werden sondern nur für mich allein und zur Freude Piano spielen.

Unser Pianolehrer Sven ist einfach unermüdlich und ich kann, wann immer ich Zeit und Lust habe, eine Lektion absolvieren oder einfach üben. Als Mitglied in beiden Facebook-Gruppen, habe ich Kontakt mit einigen der anderen Schüler. Jetzt werde ich also ein paar davon und vor allem unseren Lehrer Sven, persönlich kennen lernen.

Auf dem Programm stehen ein Workshop, ein Apéro und dann das gemeinsame Essen und fachsimpeln. Ich bin sicher, dass der eine oder andere auch noch in die Tasten greifen wird. Für mich wird’s gerade ein bisschen schwierig. Leider hat heute Abend der Spargelschäler unschöne Spuren an meinem rechten Daumen hinterlassen.  Es klopft ganz schön und ich kann nicht mal genau den Takt erkennen 😦

Beim Auto-Test wird mich das wohl kaum stören, beim Piano spielen leider umsomehr.

eure aufgeregte Piccolina

 

 

 

 

Entscheidungshilfe …

Immer wieder müssen wir Entscheidungen treffen. Mal sind sie schwerwiegend, mal sind sie unbedeutend, nichtssagend und manchmal sogar überflüssig.

Eigentlich wusste ich in meinem Leben bisher recht gut was ich wollte. Oder zumindest was ich NICHT wollte. In letzter Zeit aber, habe ich immer mehr Mühe mich entscheiden zu können und mache mir wohl auch zu viele Gedanken, was diese Entscheide für Konsequenzen haben werden.

Unser Umzug war die grösste Entscheidung in meinem bisherigen Leben. Das Haus welches meine Eltern gebaut haben, zu verkaufen und wegzuziehen aus der gewohnten Umgebung. Erstaunlicherweise ist mir aber diese Entscheidung trotz der Tragweite und trotz der erschwerten Umstände leicht gefallen und ich habe diese auch noch nicht eine Sekunde bereut.

Unser neues Zuhause und die Einrichtung durfte ich zusammen mit meinem Mann auswählen und wir konnten gemeinsam entscheiden. Dass er den Einzug in unsere Traumwohnung nicht erleben durfte ist sehr traurig aber ich weiss, er wäre hier auch sehr glücklich und auch er würde sich hier wohlfühlen.

Nach seinem Tod musste ich lernen, ganz alleine zu entscheiden und irgendwie fällt mir das jetzt doch schwerer als ich angenommen hatte.  Seit Wochen beschäftigt ich mich der Gedanke mein Auto einzutauschen.  Mein Auto ist zwar noch tiptop und es hat mich auch noch nie nur eine Sekunde im Stich gelassen. Trotzdem würde ich jetzt gerne meinen Berggängigen Suzuki eintauschen in einen Stadtflitzer mit ebenso viel Platz und auf alle guten Eigenschaften und Bequemlichkeiten möchte ich natürlich nicht mehr verzichten.

Rede ich mit meinen Freunden, kommen gutgemeinte Ratschläge von jeder Seite, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Langsam aber sicher wird die Wahl etwas kleiner und präziser und einige Eckpunkte stehen fest. Schön soll er sein ( Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters), bequem soll er sein, sparsam soll er sein und ein Automat sollte es sein.

Zwar bin ich noch nie einen Meter mit einem Automaten gefahren aber alle versichern mir, dass sei jetzt ein absolutes MUSS!

Welche Farbe sollte es sein?  Falls ich mich für den heutigen Topfavoriten entscheide, so könnte er vielleicht blau sein. Warum nicht?  Wenn man sich auf den Parkplätzen der Grossverteiler oder in den Parkhäusern umschaut, gibt es fast nur silber, grau, anthrazit, schwarz und weiss zu sehen. Also warum nicht mal ein schönes BLAU?  Für meinen Mann wäre der Fall klar gewesen, er liebte die Farbe BLAU in jeder Variante.

Ich wünschte mir, er würde mich wenigstens im Traum besuchen und mir Entscheidungshilfe geben. Den geliebten Partner zu verlieren, ist das Schlimmste was es gibt aber das Leben geht ja bekanntlich weiter. Nicht mehr teilen zu können, nichts mehr gemeinsam besprechen und entscheiden, dass ist so unglaublich schwer zu ertragen.

Für nächste Woche habe ich einen Termin zur Probefahrt und wer weiss, vielleicht bekomme ich bis dahin noch ein Zeichen und wegweisende Entscheidungshilfe.

Ich halte euch auf dem Laufenden wie die Probefahrt gelaufen ist.

eure wankelmütige Piccolina

Gedanken zum Muttertag …

Braucht es wirklich einen Muttertag?  Mein Mami war ganz klar der Meinung – nein, einen Muttertag braucht es nicht. Führt euch durchs ganze Jahr so auf, dass ihr am Muttertag nicht mit einer „Hüchlerstude“ antraben müsst – das waren ihre Worte.

Im Grossen und Ganzen haben wir, mein Bruder und ich, uns an diesen Ratschlag gehalten. Muttertags-Blumen habe ich daher meistens gemeinsam mit unserem Mami gekauft und oft waren es die Blumen, die den ganzen Sommer lang, unseren Balkon und unsere Terrasse schmücken durften. Wegen den gefürchteten Eisheiligen, haben wir diese Einkäufe vorzugsweise erst Ende Mai oder Anfangs Juni getätigt. Trotzdem war es eben irgendwie Muttertag.

Schon wieder ist Muttertag, bereits der vierte an welchem unser Mami fehlt.  Gezeichnet von Ihrer Krankheit war ihr Tod vor bald vier Jahren zwar sehr traurig aber doch auch eine Erlösung für unser Mami und auch für uns.

Dass das Schicksal brutal und ungefragt zuschlägt, habe ich in den letzten Jahren mehr als einmal erfahren müssen und dass wir nicht dagegen ankämpfen oder etwas ändern können, das ist mir auch klar geworden.

Ich vermisse mein Mami, meinen lieben Päps und ganz besonders auch meinen geliebten Ehemann … ich vermisse sie an jedem einzelnen Tag. An diesen besonderen Tagen aber, da denke ich besonders stark an sie und trotz der „Längizyt“ verspüre ich diese tiefe Verbundenheit und die grosse Liebe und ich denke mit grosser Dankbarkeit an unsere gemeinsame Zeit zurück. Mein Mami war eben nicht nur mein Mami, sondern auch während ganz vielen Jahren, meine beste Freundin und Vertraute.

Liebes Mami, ich danke dir von ganzem Herzen für ALLES was du für uns gemacht hast, für deine Liebe, dafür dass du immer und überall für uns da warst und uns jederzeit unterstützt hast und mit Rat und Tat zur Seite gestanden bist.

Für uns warst du das allerbeste Mami auf der Welt und in unseren Herzen wirst du immer bei uns bleiben.

Falls DU auch dein Mami vermisst, wünsche ich dir ebenso viel schöne Erinnerungen und liebevolle Gedanken in Dankbarkeit und für diejenigen die den Muttertag mit ihren Müttern verbringen dürfen und können – geniesst es und seid dankbar, dass ihr euch noch habt.

eure nachdenkliche Piccolina