Kultur oder „Cool“-Tour im Fussball-Fieber …

Ich gebe es gerne zu, ich habe NULL Ahnung von Fussball.  Wirklich NULL Ahnung oder vielleicht sogar schon eher -NULL. Das Einzige was ich weiss, es braucht einen Ball und ein paar (sind es elf?) Männer, die EINEM Ball hinterher rennen und es gibt ein resp. zwei Tore, wo der besagte Ball rein muss. Dass es sich dabei um das Tor des Gegners handeln sollte, dass weiss ich auch noch, sonst wäre es ja ein Eigentor. Sonst aber, habe ich wirklich keine Ahnung von Fussball, weder von den Regeln, noch wie die einzelnen Linien oder Positionen der Spieler heissen.

Um einer Nichte meines verstorbenen Mannes eine Freude zu machen, fuhr ich gestern mit dem Bus in die Stadt, um mir ein Konzert des traditionellen gemischten Chores anzuhören. Es ist nicht wirklich meine bevorzugte Musikrichtung aber es war ganz schön. Nach dem gemischten Chor sangen 4 Männer im vorgerückten Seniorenalter. Ihr Repertoire war sehr umfangreich und sie haben ihren Auftritt lange genossen. Die Zuhörer auch!

 

Halb verfroren ging’s dann weiter zum traditionellen „vers d’amitié“. Dieses „Glas unter Freunden“ war sehr reichhaltig und ähnelte eher einem Brunch-Buffet.

Ich mag’s ja bekanntlich auch nicht, wenn es heiss ist, aber gestern war es wirklich kalt und so langsam war ich am coolsten Punkt des Abends angelangt und wollte nur noch schleunigst zum Bus und nach Hause.  Aber „ohalätz“ da habe ich nicht mit all den Fussball-Fans gerechnet.

Genau in diesen Minuten begann das grosse Hupkonzert und das Verkehrsaufkommen in der Stadt nahm innerhalb Minuten einfach gigantische Ausmasse an. Ironie des Schicksals, ausgerechnet ich als NICHT-Fussball-Fan gerate zum zweiten Mal direkt in die ausflippenden Fans mitten in der Stadt!  Wann ist der nächste Match mit der Schweiz. Ich will unbedingt wieder in die Stadt, vielleicht bin ich ja sowas wie ein Glücksbringer für die Schweizer Fussballer.

Es ging rein gar nichts mehr in der ganzen Stadt. Der Lärm … ein Wahnsinn aber trotzdem war es schön, all die zufriedenen, glücklichen Menschen zu sehen die ALLE nur aus einem und demselben Grund feiern und jubeln. Das ist definitiv die gute Seite des Sports. Ich habe mich einfach gefragt, wie viele enttäuschte Serben wohl in dem Umzug mitfahren und mit hupen?  In diesem Moment wurden sie wohl alle einfach zu Schweizer Fans und das ist doch schön und besser als irgendeine Schlägerei.

Dass der Bus wohl kaum mehr fahren würde, ist mir sehr schnell klar geworden und so wanderte ich also die 4,5 km nach Hause, dem kalten Wind entgegen marschierend. Erst auf halbem Weg nach Hause habe ich realisiert, dass ich immer noch meine Sonnenbrille auf der Nase trage.

Weiter so, liebe Schweizer Fussballer … go go go und ich verspreche euch, wenn ihr noch mal einen Punkt holt, werde ich mir den ganzen folgenden Match in der Stadt in einem Public Viewing anschauen. Als Glücksbringer oder einfach nur aus Freude an der grandiosen Stimmung.

eure Piccolina im WM-Fieber

 

 

Phase BLAU …

Ich befinde mich gerade in Phase BLAU. Das heisst nicht, dass ich jeden Abend sturzbetrunken das Schlüsselloch oder mein Bett suchen muss. Auch nicht, dass ich ständig BLAU machen würde, obwohl die Tendenz ganz offensichtlich in diese Richtung geht.

Ganz unbewusst habe ich diesen Frühling blaue Kleider gekauft. Das ist mir erst im Nachhinein irgendwann mal aufgefallen. Dann kam die Idee mit dem Auto und ich kann bestätigen, ich habe mich für den BLAUEN entschieden. Wunderschönes BLAU und schwarzes Dach. Richtig elegant sieht er aus, mein neuer Flitzer.

Ich war schrecklich aufgeregt und hatte fast schlaflose Nächte. Ich konnte mir das Fahren mit dem Automatikgetriebe einfach nicht vorstellen. Die Testfahrt war sehr kurz und die Tatsache, dass der Garagist neben mir Platz genommen hat, fand ich mehr als nur mutig.

Beim Mittagessen mit Freunden wurde ich so richtig auf die Schippe genommen. Sie wollten die Polizei avisieren, dass am Nachmittag ein Geisterfahrer in BLAU, resp. ein BLAUES Auto ohne sichtbaren Fahrer auf der Route de Vevey rumstottern würde. Ein befreundeter Polizist in Rente hat sogar angeboten mich zu begleiten. Als mutiger Beifahrer oder im Konvoi – notfalls mit BLAU-Licht.

Haha … ich bin selber schuld, ich habe meine Angst öffentlich gemacht aber ich habe keine Probleme mit all diesen Sprüchen. Automatik fahren kann jeder Doofe, so lauteten auch gut gemeinte Ratschläge. Meine Angst, plötzlich mit dem linken Fuss eine Vollbremsung zu machen war gross. Meine Idee mit nacktem Fuss zu fahren, fand auch nicht wirklich Zustimmung. Der fehlende Schuh sollte mich doch nur rechtzeitig daran erinnern, dass mein linker Fuss ab sofort nur noch stiller Beifahrer ist.

Am Freitag war es dann soweit und ich habe mit einem weinenden und einem lachenden Auge meinen liebgewonnen Suzuki bei der Garage abgegeben. Wir waren doch ein gutes Team und er hat mich nie auch nur eine Sekunde im Stich gelassen. Eimerweise Tränen habe ich in den Suzuki vergossen. Er hat er mir das nie übel genommen und er wird meinen Kummer für sich behalten.

Die Instruktion in der Garage war kurz und klar und schon war es soweit. Ich fasste meinen ganzen Mut und los ging’s. Alles war NEU und fast alles war ANDERS aber schon nach ein paar Kilometern hatte ich ein relativ gutes Gefühl. Nur dieses vermehrte „Bibip“ war etwas ungewohnt und für mich teilweise kaum hörbar. Vielleicht lässt sich ja das Warn-Bibip direkt via Bluetooth auf meine Hörgeräte schalten? Das wäre doch eine wirkliche Hilfe. Nicht das „Kind“ im Ohr, sondern das Auto im Ohr.

Am Sonntag habe ich dann mal die ruhige Stadt und sämtliche Kreisel befahren und wenn ich jetzt in ein Parkhaus fahre, suche ich immer mindestens 5x einen anderen Parkplatz um ein bisschen zu üben. Vorwärts, Rückwärts oder eben jetzt D und R und P! Na ja, die Positionen zu finden ist noch nicht so ganz Routine aber es wird schon werden.
Auch an die Tatsache, dass mein Auto jetzt einfach losfährt sobald ich das Bremspedal loslasse, werde ich mich sicher schnell gewöhnen können.

Auf jeden Fall macht es wirklich Spass und die Fahrweise ist definitiv viel entspannter, als ständig mit einem Fuss auf der Kupplung stehen zu müssen. Alle anderen Tricks und Tipps werde ich mit der Zeit sicher noch kennenlernen.

BLAU geht irgendwie plötzlich wie ein „roter“ resp. blauer Faden durch mein Leben. Seit Jahren benutze ich die gleiche Computermaus und erst heute fällt mir auf. BLAU mit schwarzem „Dach“. Mein „Hüsli“ am blauen See ist blau, mein SUP-Paddel ist blau-weiss und heute hat mir der Briefträger zusammen mit einer Rechnung eine kleine Taschenlampe als Geschenk überreicht. Ihr braucht gar nicht zu raten, sie ist BLAU.

Grad war ich noch beim Friseur und habe mir einen Sommer-Schnitt gegönnt. Nein, meine Haare sind nicht BLAU da bleibe ich bei meinem natürlichen Grau-Mix. 😄

Liebe Freunde, für heute ist genug … ich mach jetzt BLAU, das drängt sich einfach grad auf!

herzlichst
eure Piccolina-BLUE

Die Spannung steigt …

Leute, ich bin sowas von aufgeregt!  Morgen gehe ich mal kurz, den ins Auge gefassten „Stadtflitzer“ testen. Mit Automatik-Getriebe!  Man sagt mir, Automat fahren kann jeder „Dubbel“.

Wieso zu Geier, mache ich mir dann ständig Gedanken ob ich das schaffe und wie das wohl sein wird?  Nun ja, ich werde berichten 🙂

Es ist eine wirklich aufregende und spannende Woche angesagt. Am Freitag werde ich mich wieder mal auf eine ganz kleine, für mich aber schon relativ grosse Reise begeben.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich mich mit einem Autokauf beschäftige, werde ich per ÖV  (das ist für mich noch sehr ungewohnt und eine echte Herausforderung) nach Zürich reisen um dort meine „Piano-Freunde“ treffen. Natürlich nicht alle, sondern nur diejenigen die der Einladung unseres Piano-Lehrers Sven Häfliger Folge leisten werden.  Ist das nicht eine ganz tolle Idee?  Ich weiss nicht, wieviele Schüler an der ZAPIANO Methode teilnehmen,  Auf jeden Fall freue ich mich, einige bald persönlich kennen zu lernen. Im Juli 2017 habe ich den Piano-Starter Kurs von ZAPIANO.com begonnen und seit Ende 2017 bin ich Mitglied im Piano-Club. Noch stecke ich ganz am Anfang aber ich will ja auch kein Konzertpianist werden sondern nur für mich allein und zur Freude Piano spielen.

Unser Pianolehrer Sven ist einfach unermüdlich und ich kann, wann immer ich Zeit und Lust habe, eine Lektion absolvieren oder einfach üben. Als Mitglied in beiden Facebook-Gruppen, habe ich Kontakt mit einigen der anderen Schüler. Jetzt werde ich also ein paar davon und vor allem unseren Lehrer Sven, persönlich kennen lernen.

Auf dem Programm stehen ein Workshop, ein Apéro und dann das gemeinsame Essen und fachsimpeln. Ich bin sicher, dass der eine oder andere auch noch in die Tasten greifen wird. Für mich wird’s gerade ein bisschen schwierig. Leider hat heute Abend der Spargelschäler unschöne Spuren an meinem rechten Daumen hinterlassen.  Es klopft ganz schön und ich kann nicht mal genau den Takt erkennen 😦

Beim Auto-Test wird mich das wohl kaum stören, beim Piano spielen leider umsomehr.

eure aufgeregte Piccolina

 

 

 

 

Entscheidungshilfe …

Immer wieder müssen wir Entscheidungen treffen. Mal sind sie schwerwiegend, mal sind sie unbedeutend, nichtssagend und manchmal sogar überflüssig.

Eigentlich wusste ich in meinem Leben bisher recht gut was ich wollte. Oder zumindest was ich NICHT wollte. In letzter Zeit aber, habe ich immer mehr Mühe mich entscheiden zu können und mache mir wohl auch zu viele Gedanken, was diese Entscheide für Konsequenzen haben werden.

Unser Umzug war die grösste Entscheidung in meinem bisherigen Leben. Das Haus welches meine Eltern gebaut haben, zu verkaufen und wegzuziehen aus der gewohnten Umgebung. Erstaunlicherweise ist mir aber diese Entscheidung trotz der Tragweite und trotz der erschwerten Umstände leicht gefallen und ich habe diese auch noch nicht eine Sekunde bereut.

Unser neues Zuhause und die Einrichtung durfte ich zusammen mit meinem Mann auswählen und wir konnten gemeinsam entscheiden. Dass er den Einzug in unsere Traumwohnung nicht erleben durfte ist sehr traurig aber ich weiss, er wäre hier auch sehr glücklich und auch er würde sich hier wohlfühlen.

Nach seinem Tod musste ich lernen, ganz alleine zu entscheiden und irgendwie fällt mir das jetzt doch schwerer als ich angenommen hatte.  Seit Wochen beschäftigt ich mich der Gedanke mein Auto einzutauschen.  Mein Auto ist zwar noch tiptop und es hat mich auch noch nie nur eine Sekunde im Stich gelassen. Trotzdem würde ich jetzt gerne meinen Berggängigen Suzuki eintauschen in einen Stadtflitzer mit ebenso viel Platz und auf alle guten Eigenschaften und Bequemlichkeiten möchte ich natürlich nicht mehr verzichten.

Rede ich mit meinen Freunden, kommen gutgemeinte Ratschläge von jeder Seite, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Langsam aber sicher wird die Wahl etwas kleiner und präziser und einige Eckpunkte stehen fest. Schön soll er sein ( Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters), bequem soll er sein, sparsam soll er sein und ein Automat sollte es sein.

Zwar bin ich noch nie einen Meter mit einem Automaten gefahren aber alle versichern mir, dass sei jetzt ein absolutes MUSS!

Welche Farbe sollte es sein?  Falls ich mich für den heutigen Topfavoriten entscheide, so könnte er vielleicht blau sein. Warum nicht?  Wenn man sich auf den Parkplätzen der Grossverteiler oder in den Parkhäusern umschaut, gibt es fast nur silber, grau, anthrazit, schwarz und weiss zu sehen. Also warum nicht mal ein schönes BLAU?  Für meinen Mann wäre der Fall klar gewesen, er liebte die Farbe BLAU in jeder Variante.

Ich wünschte mir, er würde mich wenigstens im Traum besuchen und mir Entscheidungshilfe geben. Den geliebten Partner zu verlieren, ist das Schlimmste was es gibt aber das Leben geht ja bekanntlich weiter. Nicht mehr teilen zu können, nichts mehr gemeinsam besprechen und entscheiden, dass ist so unglaublich schwer zu ertragen.

Für nächste Woche habe ich einen Termin zur Probefahrt und wer weiss, vielleicht bekomme ich bis dahin noch ein Zeichen und wegweisende Entscheidungshilfe.

Ich halte euch auf dem Laufenden wie die Probefahrt gelaufen ist.

eure wankelmütige Piccolina

Gedanken zum Muttertag …

Braucht es wirklich einen Muttertag?  Mein Mami war ganz klar der Meinung – nein, einen Muttertag braucht es nicht. Führt euch durchs ganze Jahr so auf, dass ihr am Muttertag nicht mit einer „Hüchlerstude“ antraben müsst – das waren ihre Worte.

Im Grossen und Ganzen haben wir, mein Bruder und ich, uns an diesen Ratschlag gehalten. Muttertags-Blumen habe ich daher meistens gemeinsam mit unserem Mami gekauft und oft waren es die Blumen, die den ganzen Sommer lang, unseren Balkon und unsere Terrasse schmücken durften. Wegen den gefürchteten Eisheiligen, haben wir diese Einkäufe vorzugsweise erst Ende Mai oder Anfangs Juni getätigt. Trotzdem war es eben irgendwie Muttertag.

Schon wieder ist Muttertag, bereits der vierte an welchem unser Mami fehlt.  Gezeichnet von Ihrer Krankheit war ihr Tod vor bald vier Jahren zwar sehr traurig aber doch auch eine Erlösung für unser Mami und auch für uns.

Dass das Schicksal brutal und ungefragt zuschlägt, habe ich in den letzten Jahren mehr als einmal erfahren müssen und dass wir nicht dagegen ankämpfen oder etwas ändern können, das ist mir auch klar geworden.

Ich vermisse mein Mami, meinen lieben Päps und ganz besonders auch meinen geliebten Ehemann … ich vermisse sie an jedem einzelnen Tag. An diesen besonderen Tagen aber, da denke ich besonders stark an sie und trotz der „Längizyt“ verspüre ich diese tiefe Verbundenheit und die grosse Liebe und ich denke mit grosser Dankbarkeit an unsere gemeinsame Zeit zurück. Mein Mami war eben nicht nur mein Mami, sondern auch während ganz vielen Jahren, meine beste Freundin und Vertraute.

Liebes Mami, ich danke dir von ganzem Herzen für ALLES was du für uns gemacht hast, für deine Liebe, dafür dass du immer und überall für uns da warst und uns jederzeit unterstützt hast und mit Rat und Tat zur Seite gestanden bist.

Für uns warst du das allerbeste Mami auf der Welt und in unseren Herzen wirst du immer bei uns bleiben.

Falls DU auch dein Mami vermisst, wünsche ich dir ebenso viel schöne Erinnerungen und liebevolle Gedanken in Dankbarkeit und für diejenigen die den Muttertag mit ihren Müttern verbringen dürfen und können – geniesst es und seid dankbar, dass ihr euch noch habt.

eure nachdenkliche Piccolina

Meine neue Begleitung …

hat heute für viel Aufsehen gesorgt und die Komplimente liessen nicht lange auf sich warten.

Seit mehreren Jahren sieht man mich immer in Begleitung meiner LV-Tasche, auf welche ich auch stolz bin. Es war ein grosszügiges Geschenk meines Mannes, passend zum Portemonnaie, welches schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat und immer noch absolut neuwertig ist. Mein Mann war ein überzeugter LV-Fan und er hat mir die Begeisterung für die Marke weitergegeben.

Vieles in meinem Leben hat sich in letzter Zeit verändert, eigentlich fast alles. Kein Wunder also, dass ich mich entschied, auch mal wieder eine andere Handtasche bei mir zu haben. Ich habe mich für eine wunderschöne ROTE und sehr speziell gefertigte weiche Ledertasche entschieden.  Ich wollte die Tasche in der Stilnische, einem ganz tollen Geschäft in Solothurn, abholen und das mit einem Besuch bei meiner unbiologischen Schwester verbinden. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut aber eine happige Erkältung oder Grippe hat mich für mehr als eine Woche ausser Gefecht gesetzt. Heute dann, die grosse Überraschung, als der Postbote mit einem Paket an der Türe stand. Drin war meine neue rote Handtasche und es war so quasi Liebe auf den ersten Blick.

Vergeblich habe ich nach der Rechnung oder dem Einzahlungsschein gesucht.  Die fantastische Tasche ist als Geschenk meiner lieben „Sis“ bei mir eingetroffen. Wie habe ich das bloss verdient? Es ist weder Geburtstag, noch Weihnachten, Ostern ist auch vorbei?

Einfach so, weil ICH – ICH und DU – DU bist und aus Freundschaft. Oder weil ich selber schon langsam eine alte Tasche bin und im Moment etwas Farbe gut gebrauchen kann? Ich bin wieder mal zu Tränen gerührt. Dazu braucht es im Moment bekanntlich nicht viel. Die Erklärung zur momentanen Gemütslage hat die Modepraline ja in ihrem gestrigen Blog bereits geliefert und es gibt da wirklich nichts zu ergänzen. Für diejenigen die es verpasst haben oder sich interessieren hier geht’s zum Blog der Modepraline.

Sofort habe ich den Inhalt meiner Tasche ausgekippt und entrümpelt und die neue Tasche bestückt. Wie schön, es gibt sogar eine Innentasche und zwei Abteile und noch ein kleines Versteck mit Reissverschluss und zwei ohne. Das wird bestimmt sehr spannend werden und ich gönne uns jetzt mal ein paar Tage, damit wir uns aneinander gewöhnen können.

Aufgefallen bin ich damit auf jeden Fall oder habe ich vielleicht je schon mal vier Komplimente an einem Tag bekommen – für meine Handtasche! Ist das vielleicht ein Grund warum viele Frauen massenhaft Handtaschen haben und diese auch immer wieder wechseln? Ich habe nun also ZWEI und mir reicht das vorläufig aus.

Dass die Tasche auch irgendwie etwas mit meinen Scherenschnitten zu tun hat, ist mir zuerst gar nicht so bewusst gewesen. Eine Bekannte, welche ich zufälligerweise im Schuhladen getroffen habe, holte sofort einen knallroten Ballerina hervor weil er so gut zu meiner Tasche passen würde.  Ich und Ballerina, das geht irgendwie gar nicht aber vielleicht finde ich diesen Sommer ja irgendwo rote Flipflops:-)

Danke für den aufmunternden Farbtupfer in meinem heutigen Tag und danke für die tolle Tasche, liebe Sis! Sommer du kannst kommen, ich bin bereit – aber BITTE nicht zu heiss, gell!

eure Piccolina in RED

Was denn noch?

Die Modepraline IST definitiv meine kleine unbiologische Schwester.
Passt aufs Haar … nur hätte ich das nie und nimmer so gut schreiben und erklären können. Danke Sis und „gueti Besserig“ für schneuz, nies und gränn 😘

MODEPRALINE

Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass ich mit dem beginnenden Frühling auch wieder mit dem Geschwitze und Geschnupfe anfange, kommt nun noch die ausgewachsene Frühlingsdepression dazu. Miese Laune, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und der Wechsel der Jahreszeit geht mir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven. Meine psychische und physische Gesundheit erreichen den Nullpunkt und ich möchte mich unter der Decke verkriechen.

Bestimmt schütteln nun viele den Kopf und denken: Die hat total einen an der Klatsche. Im Frühling erwacht man doch so richtig aus dem Winterschlaf und ist pudelmunter. Nö, ich nicht. Und ich dachte ja lange, mit mir stimme was nicht und ich sei alleine damit. Dem ist aber nicht so, denn wissenschaftlich ist dieser Launensturz im Frühling absolut erklärbar. Schuld daran sind nämlich die Schilddrüse und der akute Vitamin-D-Mangel nach dem Winter. Jeder zweite Mensch leidet daran und die meisten trauen sich einfach nicht, dies…

Ursprünglichen Post anzeigen 269 weitere Wörter

Es läuft was ….

… auch wenn es sich heute hauptsächlich um meine Nase handelt 🙂

Was sich mit Halskratzen angekündigt hat und von meinem Fieberthermometer nicht als „krank“ erfasst wurde, hat sich aber dennoch so angefühlt. Hals- und Ohrenschmerzen das kenne ich aus meiner Kinder- und Jugendzeit in allen nur möglichen Varianten. Schnupfen hingegen kenne ich eigentlich nur vom Hören sagen. Verstopfte Nase und schlaflose Nächte weil ich nicht atmen kann, sind mir kaum in Erinnerung.

Das Halskratzen hat sich ganz plötzlich als ein, sogar für mich mit einer
50-%-Schwerhörigkeit, hörbares Geräusch entpuppt. Mehrmals habe ich gemeint, es ist mein Handy welches irgendwo vibriert oder mein Kater Grisou der immer sehr laut schnarcht. Weder noch … es kam aus meinem Innersten und war nicht nur zu hören, sondern auch irgendwie spürbar. Was ist denn das?  Ich frage mal besser bei meinen Freundinnen nach. Sie und ihre Ratschläge sind besser als jeder Doc und Google zusammen.

Angefangen hat das Ganze fast zeitgleich mit dem Verzehr der süssen Ohren meines Schoggi-Osterhasen. Die erste Idee: Kalorien, die den Weg nach draussen suchen! Wohl kaum! Wenn es wenigstens Fettzellen wären, damit könnte ich leben aber die kämen dann ja wohl eher von weiter unten, sprich aus dem Bauchbereich. Dort aber herrscht absolute Ruhe! Ach so, hat es dich nun auch erwischt – Tröpfcheninfektion oder wie war das? Hört sich an wie Bronchitis, da helfen Zwiebel- und Kartoffelwickel … bäähhh. Ich liebe Kartoffelsalat, das war immer mein Geburtstagsessen aber doch nicht als Wickel und womöglich im Bett liegend – NEVER!

Meine bestens ausgestattete Tee-Schublade wurde arg in Mitleidenschaft gezogen und über die, teilweise seit längerer Zeit abgelaufenen Daten auf den Beuteln, habe ich grosszügig hinweggesehen.

Ich bin überzeugt von der Wirkung von Märzenschnee-Wasser und daher konnte ich mich am ehesten noch mit dem Zwiebelsaft anfreunden. Mir war dieses alte und natürliche Volksheilmittel bisher unbekannt. Besser spät als nie! Natürlich hatte ich in meinem 1-Personen Haushalt nur 2 schon etwas welke Schalotten.

20180404_170928

Andere gehen ja auch raus mit ihren Viren, sonst hätte ich die ja nicht bekommen – also los ins nächste Geschäft um den Zwiebelvorrat aufzustocken. Ich gebe es zu, der Zwiebelsaft mit Honig ist viel besser als ich mir je vorstellen konnte und ich bin nach nur 36 Stunden schon felsenfest überzeugt, dass er mir sehr geholfen hat. Das Rasseln in der Brust ist kaum mehr hörbar, es hustet sich schon viel leichter und fast schmerzfrei und jetzt läuft die Nase … Hauptsache es läuft etwas.

Danke für alle eure gut gemeinten Ratschläge und Tipps.  Den Zwiebelsaft werde ich vorläufig weiter produzieren und einnehmen. Vielleicht hilft es ja auch im Kampf gegen Kalorien und Fettzellen. Und zum Nachtessen gibt es heute Kartoffeln – OHNE Zwiebeln!

eure Schnupf-, Hust- und Nies-Piccolina

 

 

Fehlanzeige …

Fehlanzeige, Fehlermeldung oder Fehllieferung heisst meine Kurzfassung der letzten Tage.

Fehlerlieferung betrifft einen Lounge-Sessel, bei welchem zwei gleiche Beinpaare im Karton zum Vorschein kamen. Drei liebe Freunde und ich haben versucht die Dinger zu montieren und ich denke, jeder hat insgeheim gedacht der andere sei zu „unbegabt“. Den gleichen Gedanken konnte ich auch den Gesichtszügen der netten Dame am Kundendienst entnehmen.  Gesagt hat sie zwar nichts aber ihr Blick sprach Bände. Sie griff gleich zum Meterband und kontrollierte die Distanz der vorhandenen Schraubenlöcher. Dass es nicht daran lag, hat sie auch erst nach ein paar Minuten rumrätseln eingesehen und zugegeben.

Nun gut, der Stuhl soll ausgetauscht werden. Sie werden mich anrufen, wenn der Stuhl abholbereit ist.  Da es sich bei besagtem Stuhl um ein bereits montiertes Ausstellungsexemplar handeln wird, kann ich davon ausgehen, dass die Beine passen.

Die Fehlanzeige betrifft meine Personenwaage. Kann doch wohl kaum sein, dass ich über Ostern oder sogar noch vor Ostern innert kürzester Zeit 800 Gramm abgenommen habe. Einfach so … das wäre ja zu einfach. Des Rätsels Lösung: beim feucht aufwischen meines Badezimmerbodens habe ich den dort aufgestellten Wassernapf meiner Katzen auf die Waage gestellt und dort stehen lassen. Heute Morgen, bereits mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, nehme ich den Wassernapf runter und stelle mich gleich auf die Waage und staune …

Ich habe mir vorgenommen morgen mal die kleine Giesskanne dort zu deponieren und das Gewicht so langsam zu steigern resp. zu reduzieren.  Das nennt sich dann wohl eine Wasserdiät und ich stelle mir schon vor, wie es dann ist, wenn ich die 10-Liter-Giesskanne runter und mich auf die Waage stelle. 🙂

Ein Kratzen im Hals, Kopfschmerzen und kleinere Hustenreize haben mich dann auch noch dazu gebracht zum Fiebermesser zu greifen. Ich stehe seit frühster Kindheit auf Kriegsfuss mit diesem Instrument. Seit einiger Zeit besitze ich einen ganz modernen Fiebermesser, mit welchem das Fieber auf der Stirn oder im Ohr gemessen werden kann. Es hat sich aber herausgestellt, dass auch diese Art der Temperaturkontrolle bei mir nicht wirklich problemlos funktionieren will.  Linkes Ohr, rechtes Ohr, Stirn und dann in umgekehrter Reihenfolge zurück. Sämtliche Werte zwischen 34.5 und 36.6 wurden angezeigt.  Ich habe das Teil wieder weggeräumt und eines weiss ich ganz sicher, ich habe kein Fieber. Falls ich diesen Fiebermesser wieder mal benutzen werde, wird ganz bestimmt die Batterie leer sein.

Eigentlich kann ja die neue Woche nur besser werden und dass wünsche ich euch ALLEN auch! Gute Gesundheit und allen Kranken zusätzlich gute Besserung.

Sicher ist auch mein Text nicht fehlerfrei und die Verteilung meiner Kommas schon gar nicht, aber wer bitte, ist schon OHNE FEHLER?

eure fieberfreie Piccolina

 

SCHWARZ wie die Nacht …

Müsste ich auf die Frage nach meiner Lieblingsfarbe antworten, ganz spontan wäre meine Antwort wahrscheinlich SCHWARZ.  Aber halt … SCHWARZ ist bekanntlich gar keine Farbe.

In Wikipedia steht ganz am Anfang zum Suchbegriff „Schwarz“ folgendes

Schwarz ist die Bezeichnung für eine Farb- und Helligkeitsempfindung, die beim Fehlen eines visuellen Reizes entsteht, also wenn die Netzhaut keine Lichtwellen oder nur Lichtwellen geringer Intensität im sichtbaren Spektrum wahrnimmt. (Wikipedia)

Soweit so gut! Ich sass heute in einer unlängst renovierten Brasserie-Bar mit SCHWARZ-WEISS gekacheltem Boden und genoss meine zugegeben sehr speziellen und farbigen Ravioli an Ruccola-Pesto. Meine Papierserviette war schwarz. Die Serviette im Brotkörbli stammte aus gleicher Quelle.

20180306_121727

Mir gefiel es, ich mag SCHWARZ. Am Nachbartisch sassen neun Ladies die vergnügt plaudernd ihre schön hergerichteten Club-Sandwichs genossen. Sieben davon waren überwiegend in SCHWARZ gekleidet. Am Nebentisch eine junge, SCHWARZ angezogene Mutter mit ihrem ungefähr 2 Jahre alten Mädchen – in SCHWARZ. Sogar die Kleine trug schwarze Leggins und einen schwarzen Pulli welcher nur mit einer lustigen farbigen Figur verziert war. Die blauen Gummistiefelchen waren der wirkliche Hingucker an der Kleinen.

Bevor mein Blick weiter schweifte, sah ich kurz an mir selber herunter und ich entdeckte ohne Erstaunen ein Gemisch aus SCHWARZ-WEISS und blauen Jeans. Wohin ich auch schaute, ich sah plötzlich überall SCHWARZ. Das heisst jetzt aber nicht, dass ich auch Schwarzfahrer oder Schwarzseher bin. Ich liebe SCHWARZ und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es in meinem Kleiderschrank die vorherrschende Farbe ist. Ich kann es nicht erklären und es ist mir in diesem Ausmass bis heute auch nicht wirklich bewusst gewesen.

In der Vergangenheit hat mir eine Freundin mal gesagt, ich solle jetzt aufhören SCHWARZ zu tragen. Ich empfand es als Anspielung ich sollte meine Trauer nicht mehr „tragen“ und wehrte mich dagegen. Sie meinte aber nur – SCHWARZ sei keine Farbe für Frauen in meinem Alter. Wie charmant einige Mitmenschen doch auch sein können!

SCHWARZ und WEISS bestimmen irgendwie mein Leben.  Als Scherenschneiderin arbeite ich seit 34 Jahren nur mit schwarzem Papier. Seit ein paar Monaten habe ich eine neue Leidenschaft, ich lerne Piano spielen. Bis jetzt spiele ich zwar fast ausnahmslos mit den weissen Tasten aber ich weiss ganz genau, irgendwann werde ich auch mit den schwarzen Tasten spielen können.

SCHWARZ ist und bleibt meine Lieblingsfarbe auch wenn es laut Google & Co. gar keine Farbe ist. Der für mich wirklich einzige Nachteil von SCHWARZ – die Katzenhaare von meinen beiden Mitbewohnern sind deutlich sichtbar und auch meine eigenen langsam grau werdenden Haare lassen sich zu gut auf SCHWARZ erkennen. Trotzdem werde ich mir aber meine Haare bestimmt nicht mehr färben.

Was ist denn so eure Lieblingsfarbe und warum? Habt ihr euch das schon mal überlegt?

eure farblose Piccolina