Glück gehabt …

Schon oft habe ich in meinem Leben Glück gehabt. Leider kenne ich aber auch die andere Seite und wie man sich fühlt wenn man kein Glück hat. Heute sind es genau zwei Jahre, dass ich mit meinen beiden Katern Grisou und Skippy hier in Riaz in meine wunderschöne Wohnung eingezogen bin. Diese traumhafte Wohnung zu finden war ein absoluter Glücksfall. Umso trauriger und schwerer war es dann, die Schlüssel für die Wohnung nur gerade 10 Tage nach dem Tode meine geliebten Mannes in Empfang zu nehmen. ER hatte sich so sehr auf dieses neue Zuhause und auf das Greyerzerland gefreut.

So wechseln Glück und Unglück im Leben und wir müssen jeden Tag aufs Neue lernen damit zu leben und zu akzeptieren.  In den letzten zwei Jahren habe ich sehr viel liebe Freunde gefunden und ich bin wirklich sehr dankbar für jede einzelne Begegnung.

Von einem ganz besonderen geräuschvollen Glücksfall muss ich euch aber jetzt berichten. Bekannterweise trage ich ja seit 12 Jahren zwei Hörgeräte. Es sind Hörgeräte der neusten Generation und entsprechend nicht ganz günstig. Wenn ich alleine bin, trage ich die Geräte eher selten. Zwar führe ich öfters mal Gespräche mit mir selber aber das kann ich auch ohne Hörhilfen. Beim Piano spielen ist es unterschiedlich. Ohne Kopfhörer spiele ich mit und sonst mit dem Kopfhörer natürlich wieder ohne.

Neulich hatte ich Besuch in meinem kleinen Paradies am schönen Greyerzersee und um auch wirklich ALLES zu verstehen, trug ich logischerweise meine Hörgeräte. Ich bin bekanntlich eine Wasserratte und springe öfters mal ins erfrischende Wasser.  Voller Freude stürzte ich mich in den See, eine halbe Drehung auf den Rücken und rückwärts mit dem Kopf ins Wasser.  OMG … was war das für eine Lärm. Es war, als ob ich direkt in einem Wasserfall stehen würde. Ein Schreck fuhr mir durch die Glieder und ich wurde dadurch fast aus dem Wasser zurück an den Strand katapultiert.  Ein kurzer Griff an meine Ohren bestätigte mir meine Befürchtungen.

Uuppps … ich also wie ein Tornado zurück über den Zeltplatz zu meinem Hüsli und sofort raus mit den teuren Dingern die einen solchen Lärm in meinen Ohren veranstaltet haben. Klappe auf, Batterie raus … sofort zum Sonnenbad, resp. zur Trocknung ausgelegt.

Ein paar Stunden später habe ich mit sehr mulmigen Gefühl und ziemlich Herzklopfen die Batterien verstaut, die Klappe geschlossen und welch GLÜCK, der befreiende Signalton ertönte nacheinander in meinen beiden Ohren.

Das war wirklich Glück und ich glaube kaum, dass mir das noch einmal passieren wird. Man muss ja das Glück nicht herausfordern oder bewusst zu sehr strapazieren. Es spricht für die Qualität meiner Geräte und ich hoffe doch sehr, dass es keine langfristigen Folgen haben wird.

bin also weiterhin (meistens) ganz Ohr, eure Piccolina

 

 

Die Spannung steigt …

Leute, ich bin sowas von aufgeregt!  Morgen gehe ich mal kurz, den ins Auge gefassten „Stadtflitzer“ testen. Mit Automatik-Getriebe!  Man sagt mir, Automat fahren kann jeder „Dubbel“.

Wieso zu Geier, mache ich mir dann ständig Gedanken ob ich das schaffe und wie das wohl sein wird?  Nun ja, ich werde berichten 🙂

Es ist eine wirklich aufregende und spannende Woche angesagt. Am Freitag werde ich mich wieder mal auf eine ganz kleine, für mich aber schon relativ grosse Reise begeben.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich mich mit einem Autokauf beschäftige, werde ich per ÖV  (das ist für mich noch sehr ungewohnt und eine echte Herausforderung) nach Zürich reisen um dort meine „Piano-Freunde“ treffen. Natürlich nicht alle, sondern nur diejenigen die der Einladung unseres Piano-Lehrers Sven Häfliger Folge leisten werden.  Ist das nicht eine ganz tolle Idee?  Ich weiss nicht, wieviele Schüler an der ZAPIANO Methode teilnehmen,  Auf jeden Fall freue ich mich, einige bald persönlich kennen zu lernen. Im Juli 2017 habe ich den Piano-Starter Kurs von ZAPIANO.com begonnen und seit Ende 2017 bin ich Mitglied im Piano-Club. Noch stecke ich ganz am Anfang aber ich will ja auch kein Konzertpianist werden sondern nur für mich allein und zur Freude Piano spielen.

Unser Pianolehrer Sven ist einfach unermüdlich und ich kann, wann immer ich Zeit und Lust habe, eine Lektion absolvieren oder einfach üben. Als Mitglied in beiden Facebook-Gruppen, habe ich Kontakt mit einigen der anderen Schüler. Jetzt werde ich also ein paar davon und vor allem unseren Lehrer Sven, persönlich kennen lernen.

Auf dem Programm stehen ein Workshop, ein Apéro und dann das gemeinsame Essen und fachsimpeln. Ich bin sicher, dass der eine oder andere auch noch in die Tasten greifen wird. Für mich wird’s gerade ein bisschen schwierig. Leider hat heute Abend der Spargelschäler unschöne Spuren an meinem rechten Daumen hinterlassen.  Es klopft ganz schön und ich kann nicht mal genau den Takt erkennen 😦

Beim Auto-Test wird mich das wohl kaum stören, beim Piano spielen leider umsomehr.

eure aufgeregte Piccolina

 

 

 

 

SCHWARZ wie die Nacht …

Müsste ich auf die Frage nach meiner Lieblingsfarbe antworten, ganz spontan wäre meine Antwort wahrscheinlich SCHWARZ.  Aber halt … SCHWARZ ist bekanntlich gar keine Farbe.

In Wikipedia steht ganz am Anfang zum Suchbegriff „Schwarz“ folgendes

Schwarz ist die Bezeichnung für eine Farb- und Helligkeitsempfindung, die beim Fehlen eines visuellen Reizes entsteht, also wenn die Netzhaut keine Lichtwellen oder nur Lichtwellen geringer Intensität im sichtbaren Spektrum wahrnimmt. (Wikipedia)

Soweit so gut! Ich sass heute in einer unlängst renovierten Brasserie-Bar mit SCHWARZ-WEISS gekacheltem Boden und genoss meine zugegeben sehr speziellen und farbigen Ravioli an Ruccola-Pesto. Meine Papierserviette war schwarz. Die Serviette im Brotkörbli stammte aus gleicher Quelle.

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Mir gefiel es, ich mag SCHWARZ. Am Nachbartisch sassen neun Ladies die vergnügt plaudernd ihre schön hergerichteten Club-Sandwichs genossen. Sieben davon waren überwiegend in SCHWARZ gekleidet. Am Nebentisch eine junge, SCHWARZ angezogene Mutter mit ihrem ungefähr 2 Jahre alten Mädchen – in SCHWARZ. Sogar die Kleine trug schwarze Leggins und einen schwarzen Pulli welcher nur mit einer lustigen farbigen Figur verziert war. Die blauen Gummistiefelchen waren der wirkliche Hingucker an der Kleinen.

Bevor mein Blick weiter schweifte, sah ich kurz an mir selber herunter und ich entdeckte ohne Erstaunen ein Gemisch aus SCHWARZ-WEISS und blauen Jeans. Wohin ich auch schaute, ich sah plötzlich überall SCHWARZ. Das heisst jetzt aber nicht, dass ich auch Schwarzfahrer oder Schwarzseher bin. Ich liebe SCHWARZ und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es in meinem Kleiderschrank die vorherrschende Farbe ist. Ich kann es nicht erklären und es ist mir in diesem Ausmass bis heute auch nicht wirklich bewusst gewesen.

In der Vergangenheit hat mir eine Freundin mal gesagt, ich solle jetzt aufhören SCHWARZ zu tragen. Ich empfand es als Anspielung ich sollte meine Trauer nicht mehr „tragen“ und wehrte mich dagegen. Sie meinte aber nur – SCHWARZ sei keine Farbe für Frauen in meinem Alter. Wie charmant einige Mitmenschen doch auch sein können!

SCHWARZ und WEISS bestimmen irgendwie mein Leben.  Als Scherenschneiderin arbeite ich seit 34 Jahren nur mit schwarzem Papier. Seit ein paar Monaten habe ich eine neue Leidenschaft, ich lerne Piano spielen. Bis jetzt spiele ich zwar fast ausnahmslos mit den weissen Tasten aber ich weiss ganz genau, irgendwann werde ich auch mit den schwarzen Tasten spielen können.

SCHWARZ ist und bleibt meine Lieblingsfarbe auch wenn es laut Google & Co. gar keine Farbe ist. Der für mich wirklich einzige Nachteil von SCHWARZ – die Katzenhaare von meinen beiden Mitbewohnern sind deutlich sichtbar und auch meine eigenen langsam grau werdenden Haare lassen sich zu gut auf SCHWARZ erkennen. Trotzdem werde ich mir aber meine Haare bestimmt nicht mehr färben.

Was ist denn so eure Lieblingsfarbe und warum? Habt ihr euch das schon mal überlegt?

eure farblose Piccolina

 

 

 

 

Wenn Träume wahr werden …

Seit Tagen will ich eine neue Geschichte schreiben und immer wieder drifte ich ab!  Gut, es gibt auch nicht gerade viel Aufregendes zu schreiben. Der Trump ist wieder zurück in die USA, wir haben hier unsere eigenen Probleme oder Problemchen zu lösen und auch der Petrus hat sich wieder daran erinnert, dass doch eigentlich noch Winter ist. Wenigstens die Temperaturen hat er wieder ein bisschen nach unten korrigiert. Die Frau Holle von nebenan ist fleissig wie immer aber auch nicht wirklich erfolgreich.

Der Briefträger war auch schon da und hat mir meine hoffentlich gut reparierten und bestens geschliffenen Scherenschnitt-Scheren gebracht. Es gäbe also eigentlich keinen Grund mich jetzt nicht hinzusetzen und zu arbeiten. Vor mir liegt ein angefangener Scherenschnitt in Arbeit von ca. 50 x 50 cm und es wird Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis er fertig ist. Vielleicht würde es nicht ganz so lange dauern … wenn da nicht in meinem Wohnzimmer dieses weisse E-Piano mit den schönen schwarz-weissen Tasten stehen würde. Es lässt mich einfach nicht mehr viel arbeiten!

Ich weiss, dass ich seit 34 Jahren süchtig bin für’s „schnäfle“ für meine grosse Leidenschaft, den Scherenschnitt. Wie es scheint, bin ich jetzt auch noch süchtig nach den Klängen, die diese Tasten erzeugen. Ich finde, süchtig klingt nach schwerer Krankheit. Da gefällt mir doch der französische Ausdruck deutlich besser.

Je suis ACCRO au piano!

Ich übe fleissig, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg und manchmal geht schlichtweg gar nichts. Dann habe ich ja immer noch die Möglichkeit die Schere in die Hand zu nehmen und zu schneiden.

Klavier spielen zu können war mein Traum seit frühster Kindheit. Leider war das Musikgehör meiner Eltern nicht gross genug, um mir diesen Wunsch erfüllen zu können. Als ü60 habe ich mich aber letztes Jahr ganz spontan entschieden, mir diesen Traum noch zu erfüllen. Glücklicherweise bin ich sofort und auf direktem Weg auf meinen seither treuen Lehrer Sven Haefliger gestossen.  Seine Zapiano®-Methode hat mich von der ersten Minute weg fasziniert und überzeugt und in der Zwischenzeit bin im letzten Drittel des Piano Starter-Kurses angekommen.

Meine Hassliebe Tom Dooley ist nicht nur mein Problem.  Viele meiner Mitschüler beim Piano-Starter-Kurs erleben genau die gleiche Hürde. In unserer geschlossenen Facebook-Gruppe ermuntern wir uns immer wieder gegenseitig und da ist der gute alte Tom Dooley ein Dauerthema.

Ich staune immer wieder wie viel Mitschüler auch in meinem Alter sich ihren Traum vom Klavier spielen noch erfüllen wollen und genau das macht unsere Gruppe so toll.

Als Mitglied des Piano-Clubs habe ich jetzt auch die Möglichkeit auf alle Kurse zuzugreifen und ich werde das auch tun. Vorerst aber gebe ich mein Bestes, um schon mal den Starter-Kurs zu beenden.

Unser Lehrer Sven ist, wie es scheint ein wirklich ein echt cooler Typ und in meinem Tablet ist er immer anwesend. Es scheint, dass schon Tausende mit seiner ganzheitlichen Methode das Piano spielen erlernt haben.  Schade habe ich das nicht schon viel früher entdeckt.

Wie heisst es immer so schön im TV – Werbung durch Projektplatzierung?  Da ich ja nicht gut mein E-Piano (übrigens ein weisses KAWAII ES 110) oder den Sven persönlich hier platzieren kann, füge ich euch besser einen Link direkt zu Zapiano® ein.

Wenn ihr auch nur einen winzig kleinen Gedanken habt, vielleicht doch mit Piano spielen zu beginnen … wartet nicht länger, es ist schade um jeden verpassten Tag,

Viel Spass und bleibt immer schön im Takt – ich geh dann mal wieder klimpern und nachher meine Scheren testen😊

eure träumende Piccolina

Hassliebe Tom Dooley…

Den heutigen Beitrag widme ich hauptsächlich meinen „Gspänli“ aus dem Piano-Starter Kurs und aus dem Piano Club von und mit Sven Haefliger. Gspänli ist übrigens ein lieblicher, typisch schweizerischer Ausdruck für Freunde im Kindergarten, Schulfreunde, Arbeitskollegen und Mitschüler. Gspänli passt sogar für zukünftige Mitbewohner im Altersheim. Piano spielen war schon immer mein Kindheitstraum. Mit 60+ habe ich mich angemeldet, im kleinsten Musikunterrichts-Zimmer der Welt. Der Unterricht kann an zu jeder Tages- oder Nachtzeit besucht werden. Sven, unser motivierter und geduldiger Lehrer, er ist einfach immer da. Ich frage mich, wie er das bloss schafft? 😊

Zurzeit scheint meine innere Uhr Probleme zu haben. Die Tage werden immer kürzer, die Nächte immer länger und trotzdem ist nichts mit länger schlafen. Manchmal liege ich stundenlang wach. Jeder von uns kennt diese Situation, wenn die Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen. Bisher habe ich mir in solchen Situationen, meistens eine heisse Milch mit Honig zubereitet. Neuerdings schreibe ich aber auch mal einen frühen Blog-Beitrag oder ich schleiche mich ganz still und leise in das Musikzimmer. Tablet einschalten und mal sehen, was Sven mir heute beibringen möchte. Natürlich mit Kopfhörern um meine Nachbarn nicht zu stören oder aufzuwecken. Es war mir von Anfang an klar, dass es schwierig ist und ich sehr viel Geduld und Ausdauer brauchen würde. Es macht mir Spass zu üben und mich ab und zu mit den anderen Musikschülern austauschen zu können. Für diesen Austausch gibt es unsere spezielle Facebook-Gruppe. Nie habe ich mir vorgestellt, dass so viele Menschen in meinem Alter genau den gleichen Traum haben wie ich – Piano spielen.

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Die ersten Lektionen gingen relativ flott voran. Richtige Körperhaltung, Fingerstellung, Harmonie, Melodie, Rhythmik, alles ist gleichermassen wichtig. Es hörte sich für den Anfang schon sehr gut an. Aber dann…… kam Modul 3 mit Tom Dooley! Es tröstet mich zu hören, dass auch andere Schüler, sich mit dem guten alten Tom nicht auf Anhieb anfreunden können. Der Tom allein ist ja eigentlich kein Problem aber dazu mit der linken Hand einen Wechselbass spielen, das ist echt schwierig! Die Anforderung an die Unabhängigkeit der Hände hat mich sehr lange und intensiv beschäftigt und sie tut es immer noch. Darum spiele ich auch jetzt, immer wenn ich übe, den Tom Dooley. Mal hängt er hier, mal hängt er da und mal hängt er gar nicht. Zwischenzeitlich habe ich mir auch mal eine mehrtägige Tom Dooley Pause gegönnt.  Unter dem Motto – Tom Dooley wurde aufgehängt, also R.I.P. Tom Dooley.

Dieses Lied entwickelt sich, wie es scheint zu einer Hassliebe der meisten Teilnehmer im Kurs und Sven hat sich schon überlegt ihn rauszunehmen. Sogleich kam Einspruch aus allen Landesteilen von nah und fern. WIR alle, haben uns mit dem guten alten Tom abquälen müssen, also sollen es die Neuen gefälligst auch tun. 😊 Endlich konnte ich den Tom Dooley das erste Mal fehlerfrei spielen und das Erfolgserlebnis war ein echter Motivationsschub. Vorläufig also nichts mit …alles vorbei Tom Dooley. Weiter geht’s zur nächsten Herausforderung im Piano-Unterricht. Und deren gibt es viele wie z.B. Akkord-Umkehrungen, Mollakkorde,  Arpeggios, Offbeat und Synkope und alles was noch kommen wird.

Meinen „Piano-Starter“-Gspänli wünsche ich weiterhin viel Spass, Geduld und Erfolg. Unserem Lehrer Sven – DANKE für deinen unermüdlichen Einsatz. Falls ihr auch vom Piano spielen träumt, es macht wirklich Spass und das Resultat lässt sich schon nach sehr kurzer Zeit hören.🎹🎶🎹🎵🎹🎶

Eure Piano-Piccolina.

Infos  zum Kurs unter www.klavier-lernen.ch