Sonne im Herzen …

Alle schimpfen lautstark über das Wetter … ICH NICHT! Überhaupt wird meiner Meinung nach überall sehr viel gewettert und nicht nur über das Wetter 🙂 Alles wird möglichst von der negativsten Seite betrachtet, beurteilt und kritisiert.

Was soll das? Haben wir wirklich Grund uns ständig über alles zu beschweren und zu beklagen? Motzen ist wahrscheinlich eine erfolgreiche Art seinen Frust loszuwerden aber ob es wirklich etwas ändert? Wenn mir etwas wirklich so gegen den Strich geht, dann kann ich das ja nur selbst ändern oder dieser Situation oder dieser Person aus dem Weg gehen. Alles, was ich aber beim besten Willen nicht ändern kann, muss ich doch einfach lernen zu akzeptieren und damit zu leben.

Dass die ganze Welt mehr oder weniger von EINEM Wahnsinnigen „terrorisiert“ wird ist tragisch und beängstigend aber auch diese Problem ist doch irgendwie hausgemacht. Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wie unterschiedlicher Meinung Menschen sein können. Es gibt immer Menschen die etwas für 100% richtig und andere die das genau Gleiche als 100% falsch betrachten. Verständnis und Toleranz wäre gefragt, oder vielleicht auch Akzeptanz? Einfach leben und leben lassen und vor allem keinem anderen seine eigenen Meinung aufzwingen, niemandem Angst einjagen und drohen, das wäre doch sicher ein Weg für eine friedlichere Welt. Die MEISTEN oder vielleicht sogar ALLE Kriege auf unserer Erde würden sich vermeiden lassen, wenn es die verschiedenen Religionen nicht geben würde oder wenn die Glaubensrichtung des Nächsten akzeptiert werden könnte, ohne dass man gleich die Lager wechseln muss.

Es gibt Vegetarier, Veganer, Alles-Esser, Fahrradfahrer und Motorradgegner, es gibt Drängler und rücksichtsvolle Autofahrer, es gibt Sonnenhungrige und es gibt Schattenpflanzen, es gibt Technik-Freaks und es gibt die Gegner gegen jede Veränderung, Klimaschützer und Umwelt-Verschmutzer und ganz bestimmt wird sich daran NIE etwas ändern solange es Menschen auf unserem Planeten gibt. Weil das anscheinend noch nicht genug ist um Unfrieden, Hass und Unzufriedenheit aufkommen zu lassen, leiden sehr viele Menschen auch noch an Habgier, Neid und Missgunst.

Oft haben oder hätten wir die Chance etwas zu verändern und möglicherweise sogar etwas zu verbessern. Am WETTER aber, da können auch WIR nicht wirklich viel ändern. Zur Zeit ist das nasse und kühle Maiwetter ein Dauer-Jammer-Thema. Ich darf das fast nicht schreiben aber ich mag dieses Wetter. Es ist nicht zu kalt, es ist vor allem aber auch nicht zu heiss und das finde ich wunderbar.

Sicher, meine Citrusfrüchte verbringen den heutigen Tag in Finsternis um nicht dem Dauerregen ausgesetzt zu sein aber auch die werden das überleben. Ich bin sicher, es wird gar nicht mehr lange dauern, schreien schon die Ersten es sei zu HEISS und zu TROCKEN.

Ich schätze mich gerade sehr glücklich, ich habe überhaupt keinen Grund zu klagen und ich geniesse diese Tage zuhause mit arbeiten oder an meinem Piano. Mir tun bloss all die Menschen leid, die den ganzen Tag draussen in der Nässe arbeiten müssen. Auf Baustellen und im Strassenbau und die Gemüsebauern die sich berechtigte Sorgen machen müssen um ihre Ernten. Mir tun auch die Tiere leid, die den ganzen Tag im Regen stehen und vielleicht nicht mal einen Unterstand zur Verfügung haben.

Ich aber, habe überhaupt keinen Grund mich zu beklagen und ich bin mir einmal mehr bewusst wie gut es mir geht und wie schön ich es habe und ich bin sehr DANKBAR dafür und das Einzige was ich mir wünsche ist gesund zu bleiben. Ich wünsche euch ALLEN gute Gesundheit und Zufriedenheit und einen schönen trockenen Abend. 🙂

Immer schön die Sonne im Herzen scheinen lassen … auch nach Sonnenuntergang:-)

eure Piccolina

Gedanken zum Muttertag …

Braucht es wirklich einen Muttertag?  Mein Mami war ganz klar der Meinung – nein, einen Muttertag braucht es nicht. Führt euch durchs ganze Jahr so auf, dass ihr am Muttertag nicht mit einer „Hüchlerstude“ antraben müsst – das waren ihre Worte.

Im Grossen und Ganzen haben wir, mein Bruder und ich, uns an diesen Ratschlag gehalten. Muttertags-Blumen habe ich daher meistens gemeinsam mit unserem Mami gekauft und oft waren es die Blumen, die den ganzen Sommer lang, unseren Balkon und unsere Terrasse schmücken durften. Wegen den gefürchteten Eisheiligen, haben wir diese Einkäufe vorzugsweise erst Ende Mai oder Anfangs Juni getätigt. Trotzdem war es eben irgendwie Muttertag.

Schon wieder ist Muttertag, bereits der vierte an welchem unser Mami fehlt.  Gezeichnet von Ihrer Krankheit war ihr Tod vor bald vier Jahren zwar sehr traurig aber doch auch eine Erlösung für unser Mami und auch für uns.

Dass das Schicksal brutal und ungefragt zuschlägt, habe ich in den letzten Jahren mehr als einmal erfahren müssen und dass wir nicht dagegen ankämpfen oder etwas ändern können, das ist mir auch klar geworden.

Ich vermisse mein Mami, meinen lieben Päps und ganz besonders auch meinen geliebten Ehemann … ich vermisse sie an jedem einzelnen Tag. An diesen besonderen Tagen aber, da denke ich besonders stark an sie und trotz der „Längizyt“ verspüre ich diese tiefe Verbundenheit und die grosse Liebe und ich denke mit grosser Dankbarkeit an unsere gemeinsame Zeit zurück. Mein Mami war eben nicht nur mein Mami, sondern auch während ganz vielen Jahren, meine beste Freundin und Vertraute.

Liebes Mami, ich danke dir von ganzem Herzen für ALLES was du für uns gemacht hast, für deine Liebe, dafür dass du immer und überall für uns da warst und uns jederzeit unterstützt hast und mit Rat und Tat zur Seite gestanden bist.

Für uns warst du das allerbeste Mami auf der Welt und in unseren Herzen wirst du immer bei uns bleiben.

Falls DU auch dein Mami vermisst, wünsche ich dir ebenso viel schöne Erinnerungen und liebevolle Gedanken in Dankbarkeit und für diejenigen die den Muttertag mit ihren Müttern verbringen dürfen und können – geniesst es und seid dankbar, dass ihr euch noch habt.

eure nachdenkliche Piccolina