Zwei Jahre ist es her … — MODEPRALINE

Zwei Jahre HOFFEN und BANGEN und KÄMPFEN.  Kein Mensch, der diese Situation als Betroffener oder Angehöriger nicht miterlebt hat, weiss nur ansatzweise was das bedeutet.

Vielleicht ist es auch gut, dass niemand weiss was morgen ist. Wünsche euch weiterhin viel Kraft und Mut und eine riesige Portion Glück besonders für den Göttergatten aber auch für das ganze Family-Dreamteam! Nicht aufgeben und auch in der schwierigsten Situation versuchen positiv zu denken! Ich drück euch ganz fest und bin in Gedanken bei EUCH!

 

Der 12. November – es sind zwei Jahre her. Vor zwei Jahren wurde uns von einer Sekunde auf die andere der Boden unter den Füssen weggezogen. Ohne Vorahnung, ohne Vorwarnung, ohne ein sachtes Gespräch wurden wir mit der Krebsdiagnose meines Göttergatten konfrontiert. Auf dem Korridor des Krankenhauses. Der Boden unter den Füssen tat sich auf […]

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Die Spannung steigt …

Leute, ich bin sowas von aufgeregt!  Morgen gehe ich mal kurz, den ins Auge gefassten „Stadtflitzer“ testen. Mit Automatik-Getriebe!  Man sagt mir, Automat fahren kann jeder „Dubbel“.

Wieso zu Geier, mache ich mir dann ständig Gedanken ob ich das schaffe und wie das wohl sein wird?  Nun ja, ich werde berichten 🙂

Es ist eine wirklich aufregende und spannende Woche angesagt. Am Freitag werde ich mich wieder mal auf eine ganz kleine, für mich aber schon relativ grosse Reise begeben.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich mich mit einem Autokauf beschäftige, werde ich per ÖV  (das ist für mich noch sehr ungewohnt und eine echte Herausforderung) nach Zürich reisen um dort meine „Piano-Freunde“ treffen. Natürlich nicht alle, sondern nur diejenigen die der Einladung unseres Piano-Lehrers Sven Häfliger Folge leisten werden.  Ist das nicht eine ganz tolle Idee?  Ich weiss nicht, wieviele Schüler an der ZAPIANO Methode teilnehmen,  Auf jeden Fall freue ich mich, einige bald persönlich kennen zu lernen. Im Juli 2017 habe ich den Piano-Starter Kurs von ZAPIANO.com begonnen und seit Ende 2017 bin ich Mitglied im Piano-Club. Noch stecke ich ganz am Anfang aber ich will ja auch kein Konzertpianist werden sondern nur für mich allein und zur Freude Piano spielen.

Unser Pianolehrer Sven ist einfach unermüdlich und ich kann, wann immer ich Zeit und Lust habe, eine Lektion absolvieren oder einfach üben. Als Mitglied in beiden Facebook-Gruppen, habe ich Kontakt mit einigen der anderen Schüler. Jetzt werde ich also ein paar davon und vor allem unseren Lehrer Sven, persönlich kennen lernen.

Auf dem Programm stehen ein Workshop, ein Apéro und dann das gemeinsame Essen und fachsimpeln. Ich bin sicher, dass der eine oder andere auch noch in die Tasten greifen wird. Für mich wird’s gerade ein bisschen schwierig. Leider hat heute Abend der Spargelschäler unschöne Spuren an meinem rechten Daumen hinterlassen.  Es klopft ganz schön und ich kann nicht mal genau den Takt erkennen 😦

Beim Auto-Test wird mich das wohl kaum stören, beim Piano spielen leider umsomehr.

eure aufgeregte Piccolina

 

 

 

 

Schweigen wäre Gold gewesen — Flohnmobil – im Alltag unterwegs

Es war mir klar, dass ich nicht die Einzige bin die solch traurige Begegnungen zu meistern hat.  Passend zu meinem Blog-Beitrag Nichts hören, nichts sagen und nichts sehen … möchte ich hier den heutigen Beitrag von Flohnmobil aufschalten.

Meine Liebe – es tut mir sehr leid, dass du das auch erleben musst. Nebst meiner unvergesslichen Begegnung auf dem Friedhof, haben mir netterweise zwei geschiedene Damen trostspendend aber unabhängig voneinander folgendes gesagt: sei „FROH“ ist dein Mann gestorben und ist er nicht mit einer ANDEREN auf und davon, so weisst du wenigstens WO ER IST! Wie kann man resp. Frau nur so gefühls- und respektlos sein – ich kann das einfach nicht verstehen.

Viel Kraft weiterhin liebe Frau Flohnmobil.

Sie ist keine Zufallsbekanntschaft, wohnt sie doch seit einigen Jahren in unserer Überbauung. Ich habe sie einfach noch nie getroffen. Der Zufall jedoch wollte es, dass wir uns in den vergangenen Monaten mehrmals über den Weg liefen. Das letzte Mal sahen wir uns auf einer gemeinsamen Zugsfahrt nach Zürich. Wir wissen wenig von einander. Die […]

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Wie…was…Kochwerkstatt?

Nach 25 gemeinsamen Jahren, haben mein Bruder und meine „neue“ Schwägerin in diesem Sommer geheiratet. Andere feiern nach 25 Jahren die Silberne Hochzeit und wieder andere sind bereits zum zweiten oder dritten mal geschieden. Ich freue mich mit ihnen und für sie. Es ist schön, das unsere, sich im schrumpfen befindende Familie,,, dadurch wieder etwas Verstärkung bekommen hat.

Gestern nun war das lang geplante Fest mit Familie und Freunden angesagt. Die Einladung lautete zu einem kleinen Festli in Tenu leger und locker mit Treffpunkt um halb drei beim Busbahnhof. Vorsichtshalber erkundigte ich mich noch nach dem passenden Schuhwerk, weil ich glaubte wir würden mit dem Bus irgendwohin fahren und vielleicht wandern? Von wegen wandern….. ein paar kleine Insider Infos habe ich doch noch rechtzeitig erhalten.

An unserem Treffpunkt beim Busbahnhof erwartete uns nicht wie man meinen könnte ein Bus, sondern ein Schild mit der Aufschrift KOCHWERKSTATT.

Den Apéro durften wir bei sommerlichen Temperaturen draussen geniessen. Die in verschiedenen Farben verfassten Namensschilder wurden jedem Gast angesteckt. Nach der Begrüssung durch die Gastgeber und den Ausführungen des Geschäftsleiters Christian, war auch dem langsamsten Berner klar, dass wir hier ein tolles 4-Gang Menu geniessen würden. Und dass wir in Gruppen aufgeteilt mitkochen würden.

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In der Küche erklärte uns Christian die einzelnen Gänge. Die Aufmerksamkeit war gross, weil noch niemand wusste in welchen Menu-Gang es ihn verdonnern würde.

Ich habe mich gerade selber gefragt, was ich denn gerne machen würde als klar wurde, dass unsere orangen-farbene Gruppe für den Hauptgang verantwortlich war. Ohne zu überlegen habe ich mich mit einem sehr spitzen und scharfen Messer bewaffnet neben dem Fleisch in Position gebracht. Um mich zusammen mit einem, mich um Längen überragenden jungen Mann, an die Hirschentrecôtes zu wagen. Parieren heisst der Fachausdruck für unsere erste Aufgabe. Die Seidenhaut und die Sehnen mussten ganz sorgfältig und sparsam entfernt werden. Es war ein gutes Gefühl endlich wieder mal ein gut geschliffenes Messer in der Hand zu haben. Als Scherenschneiderin hätte ich mancherorts zwar auch lieber mit der Schere zugeschnitten:-)

In der ganzen Küche herrschte ein emsiges Treiben, Gelächter und Geschwätz und die Stimmung konnte besser nicht sein. Nach 3 Minuten, kam aus der Vorspeisengruppe bereits die Frage nach einem Heftpflaster und ich konzentrierte mich noch besser auf meine Hände.

Die Hirschentrecôtes waren fertig pariert, (ich hatte die Ehre das Pièce de résistance zu salzen) in Grillpfannen, mit viel frischem Thymian angebraten und dann zum Niedergaren in den auf 80 Grad vorgeheizten Ofen gegeben. Die geschmacklich wertvollen Rückstände in den Grillpfannen wurden mit Rot- und Süsswein abgelöscht, mit Kalbsglace verlängert und reduziert und mit Holundergelee abgerundet und vor dem Servieren noch mit Butter aufgerührt.

Die humoristische Einlage vom „Rüedu Oppliger vo Zäziwil“ hat viele Lachtränen gefordert und die Stimmung war toll. Zwischenzeitlich bekam ich ein paar Bedenken betreffend der Garstufe unseres Hirsches aber der Christian hat mich beruhigt. Alles war unter Kontrolle.

Das Lokal dieser Kochwerkstatt ist sehr schön eingerichtet, wir haben uns super wohl gefühlt. Mein einziger Wehmutsgedanke wanderte wie immer zu meinem Mann und zu meinen Eltern die bestimmt auch jede Menge Spass und Freude gehabt hätten. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass sie in unseren Herzen dabei waren und so auch ein bisschen mitfeiern und geniessen konnten.

Ich habe Bekannte besser kennen gelernt und auch neue Bekanntschaften geschlossen und ich würde sagen, der Abend war ein voller Erfolg. Die Crew der Kochwerkstatt hat uns geführt und ist uns hilfreich zur Seite gestanden und ich kann dieses Erlebnis wärmstens empfehlen.

unser Menu:

Tartar vom geräucherten Stör mit Avocado
Kaviar (Tropenhaus Frutigen)
mit Randenmousse
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Zander mit Safransauce
Sautierter Fenchel mit Apfelkügeli
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Hirchentrecôte mit Holunderjus
Kartoffelgratin mit Chili und Peperoni
Gebackene Karotten
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Käseauswahl
***
Marronimousse mit karamelisierten Zwetschgen
Lauwarmer Schokoladenkuchen

Falls ihr mitgezählt habt, es waren mit der Käseauswahl sogar 5 Gänge und es war ein Gaumenschmaus und ein unvergesslich schönes und gemütliches Erlebnis.

Danke unseren Gastgebern Sonja und Ruedy und ein ganz spezielles Merci für die Kochwerkstatt-Crew unter Christian Thierstein.
In Bern gibt es übrigens unter dem Namen „La table de Urs Hauri“ ein weiteres Lokal mit dem gleichen Konzept.

Schade, dass alleine kochen für nur eine Person nicht auch soviel Spass und Freude macht wie mit dieser tollen Gruppe.

Danke an euch ALLE
eure Piccolina

Freitag 13. Oktober 2017

Keine Angst, keine Geschichte über Aberglaube oder Unglaubliches. Obwohl… so ganz normal scheint mir dieser Freitag der 13. Oktober 2017 doch nicht zu sein. Es ist etwa noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang und ich sitze in leichtester Sommermontur auf meiner Terrasse. Mit zusammengekniffenen Augen, weil ich mit der Sonnenbrille auf dem Bildschirm noch weniger erkennen kann. Das Thermometer steht im Schatten und zeigt gerade 24,7 Grad an. Und das soll normal sein? Ich kann mich nicht erinnern je einen solche schönen Sommer und Herbst bewusst erlebt zu haben.

Sicher….. schönes Wetter, stahlblauer Himmel und herbstliche Bäume in allen Farben das gibt es ja glücklicherweise jedes Jahr. Letztes Jahr war mein erster Herbst hier im Greyerzerland aber da habe ich vieles noch anders empfinden. Nun aber, der Herbst 2017 ist sowas von schön! Es rührt mich auch öfters mal zu Tränen. Tränen weil ich dann meinen Mann vermisse und traurig bin, weil wir das nicht mehr zusammen erleben und geniessen dürfen. Ein paar Minuten später wechselt diese Trauer dann aber zu einer unbeschreiblichen Dankbarkeit, dass ich das erleben darf und ich geniesse jeden einzelnen Tag. Da die Zeit mit meinem Geburtstag zusammenfällt, habe ich noch mehr Besuch als sonst und so bin ich fast jeden Tag irgendwo unterwegs und ich kann nicht genug davon bekommen von diesem grün-gelb-rot Tönen des Waldes und im Gegensatz dazu das Blau des Himmels und des Wassers. Da es hier viel mehr Laubwald hat als auf 1’250 m ü. M ist alles viel intensiver.

Die vielen Begegnungen mit meinen Freunden von früher und all meinen neuen Freunden aus meinem neuen Leben hier sind so unglaublich wertvoll und ich schätze mich sehr glücklich und bin dankbar für jede einzelne Begegnung.

Und jeder, wirklich jeder Besucher hat ganz plötzlich vollstes Verständnis für unsere, resp. meine Entscheidung hierher zu ziehen. Auch all diejenigen, die es bisher nicht verstehen konnten und sehr skeptisch waren. Das ist ein ganz wundervolles Gefühl und macht alles noch besser. So empfinde ich diesen Freitag 13. Oktober mit sommerlichen Temperaturen als grosses Glück und freue mich, dass noch ein paar solche Tage angesagt sind und ich werde jeden einzelnen geniessen….. ganz bewusst geniessen.

Nach der Diagnose meines Mannes ist unsere Welt und all unsere Träume innert Minuten zu einem Albtraum geworden. Ich empfand weder Freude noch Trauer, keine Lust und Motivation einfach nur noch blanke ANGST. Oft habe ich gedacht und auch gesagt ich würde das allein niemals schaffen und er hat mir immer gesagt ich würde die Kraft bekommen um weiterzumachen. Geglaubt habe ich ihm damals nicht. Nur gehofft, dass er recht haben möge und es ist wirklich so …… das einzige was ich seit seinem Tode nicht mehr habe ist ANGST. Das Schlimmste was ich befürchtet habe ist eingetroffen, ich habe den liebsten und wichtigsten Menschen verloren. Es gibt keinen Grund mehr Angst zu haben und jetzt sind alle anderen Gefühle wie mir scheint umso stärker zurückgekommen und dazu gehört auch die Freude an so einem wunderschönen Freitag den 13-ten!

Ein paar Sekunden nach der niederschmetternden Diagnose hat Gino zu mir und zum Arzt gesagt: es gibt kein glückliches Leben, es gibt nur glückliche Momente im Leben. Er hat versucht uns das zu erklären und ich habe ebenso versucht es zu verstehen. Damals ist es mir nicht wirklich gelungen. Heute weiss ich, was er damit gemeint hat und daher ist der heutige Freitag der 13. für mich auf jeden Fall ein Glückstag.

viel Glück für euch alle

eure Piccolina

Kugellager – Lager Kugeln – Kugelrund

Wie schön, so viele verständnisvolle liebe Freunde zu haben. Schon Tage vor und auch noch Tage nach meinem Geburtstag immer wieder zu einem feinen Essen eingeladen werden. Das ALLEINE leben ist schon sehr schwierig,  aber alleine kochen und alleine essen, daran kann ich mich kaum gewöhnen.

Heute stand also eine weitere Einladung zum Mittagessen an – Ziel unbekannt, so quasi eine Fahrt ins Blaue. Als erstes sagte mir meine mich einladende Freundin bei der Begrüssung… wie kann man nur so in einer blöden Jahreszeit Geburtstag haben? Warum das denn?  Na ja, Herbst und Wochenende ist anscheinend hier in der Gegend jeder und jede im Restaurant und die Suche nach einem dem Anlass entsprechenden Lokal hat wohl etwas gedauert.

Glücklicherweise isst meine Gastgeberin auch gerne und sie hat keinen Aufwand gescheut etwas zu finden. Zuerst aber noch einen kleinen Umweg mit einem Überraschungshalt in einer wunderschönen Kugelwelt. Als Bergler aufgewachsen konnte ich fast nicht glauben, was ich heute zu sehen bekam.

Ein Riesen Lager an Kugeln, sozusagen Kugellager agogo…. in allen Farben und Formen.

Ein wunderschöner Anblick und wenn ich daran denke, wieviel Arbeit und Zeitaufwand hinter all dem steht? Sogar eine Szene passend zu meiner neuen Leidenschaft, dem Piano spielen gibt’s! Ich, sonst eher nicht so ein Deko-Fan habe natürlich auch gleich eingekauft für Suppe UND als Dekoration.  Ich sage euch, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Sogar ein eigenes wunderschön goldenes Rapsöl aus Schiffenen gibt es bei der Familie Krebs zu kaufen. www.selfpick-schiffenen.ch 

 

Wie liebe- und fantasievoll die Kürbisse aufgereiht und ausgestellt sind. Ganze Bäume voller Kürbisse, man könnte wirklich denken die wachsen dort auf den Bäumen.

Das anschliessende Essen im Restaurant war sehr gut und das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann noch Kaffee und Zwetschgenkuchen chez Martha.

Während ich hier schreibe, bekomme ich doch wirklich schon wieder eine Einladung zum Essen für morgen Mittag. Ich lass mich gerne überraschen was mir morgen geboten wird. Aber eines ist sicher, wenn es so weitergeht mit diesen kulinarischen Ausflügen, bin ich bald die grösste Kugel weit und breit!

Update: der Plan steht und das Essen wird mit einer kleinen Wanderung verbunden, es besteht also noch Hoffnung 😉

Guten Appetit und ein kugeliger Gruss
eure Piccolina