Nomen est omen …

oder doch purer Zufall?

Wisst ihr eigentlich warum ihr gerade euren Vornamen bekommen habt? Wie ich zu meinem Vornamen gekommen bin, dass weiss ich leider nicht. Bisher hat mich das auch wenig beschäftigt. Ich habe diesen Namen von meinen Eltern bekommen und bin damit auch sehr zufrieden und ich bin dankbar für diese Namenswahl.

Gestern aber, hat mir eine Bekannte nun zu „la sainte Beatrice“ gratuliert und mir einen schönen Feiertag gewünscht. Diese unerwarteten, liebgemeinten Glückwünsche haben mir veranlasst, mich etwas näher mit meinem Namen auseinanderzusetzen und es ist wirklich sehr interessant was da alles zu finden ist.

Schnell habe ich auf meinem Bildschirm schon 8 Seiten gleichzeitig geöffnet, die mich mit Informationen zu meinem Vornamen überhäufen. Die Spitznamen die ich im Laufe meines bisherigen Lebens erhalten habe waren: Trix oder Trixi und Bäzi nannten mich meine Onkel und meine Tante. Erst im Laufe der Zeit und vor allem meine Freunde aus der französischen Schweiz nannten mich Bea und das ist auch heute noch so.

BEATRICE ist ein lateinischer Name und stammt von Beatus (glücklich) und von beare (Glück bringen) und er bedeutet Glücksbringerin, die Glück Bringende und auch die Seligmachende. Wooow, das klingt doch schon mal sehr gut. Es ist wirklich so, wenn meine Mitmenschen glücklich sind, wenn es ihnen gut geht, dann bin auch ich glücklich.

Auf diesen Namenskarten die es an jeder Ecke zu kaufen gibt steht unter anderem:

Beatrice – Alles was sie macht ist gut organisiert und wohlüberlegt. Sie spricht unverhohlen, sie ist ehrlich und sehr tolerant. Hat eine blühende Phantasie und ist optimistisch. Ist leidenschaftlich, romantisch und hilfsbereit.

Übersetzt heisst das wohl … ich brauche mein kreatives Chaos und etwas Druck damit es rund läuft. Ich rede viel (manchmal auch zu viel) und ab und an auch vorschnell. Ich sage JEDEM meine ehrliche Meinung und dabei bleibts. Wenn mit Phantasie auch Kreativität gemeint ist, lasse ich das gelten. Mein Optimismus war auch schon grösser aber es könnte auch schlimmer sein. Ich betrachte mich als Realist. Mit der Romantik habe ich ehrlich gesagt nicht so sehr viel am Hut und ja, ich bin hilfsbereit. Ich freue mich, wenn ich jemandem helfen kann vor allem wenn es vielleicht gerade nicht erwartet wird. Aber was ich gar nicht mag ist ausgenützt zu werden, da hört der Spass definitiv auf.

Am 30.6.2001 gab es ein grosses Hochdruckgebiet mit unserem Namen. 2017 erhielten in der Schweiz 15 Mädchen den seltenen Namen Beatrice. In der Rangliste 1998 – 2017 war Beatrice auf Rang 460 mit insgesamt 269 Namensgebungen in der Schweiz.

Berta, Emil, Anton, Theodor, Richard, Ida, Cäsar, Emil lautet mein Vorname im deutschen Funkalphabet.

Die internationale Funksprache klingt direkt nach Durchsage eines Pilotens zum Tower und lautet: Bravo, Echo, Alpha, Tango, Romeo, India, Charlie, Echo.

Hinweise auf meinen Namen habe ich ebenfalls in Brailleschrift (Blindenschrift) und in Fingersprache für Gehörlose gefunden. Ausserdem gibt es ein Flaggenalphabet und eine Version für die Schifffahrt und sogar den entsprechenden Morsecode habe ich gefunden. In Numerologie ausgedrückt lautet mein Name 2 – 5 – 1 – 20 – 18 – 9 – 3 – 5 = 63

Beatrice ist in keinem heiligen Buch zu finden. Das wundert mich nicht und ist irgendwie auch beruhigend zu wissen.

Nomen est omen oder Zufall, in bin zufrieden mit meinem Namen und auch mit ALLEN, noch angewendeten Abkürzungen. Irgendwie habe ich jetzt gerade das Gefühl, mich ein bisschen besser kennen gelernt zu haben 🙂

Wisst ihr eigentlich was eure Namen bedeuten oder warum ihr sie bekommen habt? Ich freue mich auf eure Geschichten.

Eure Beatrice – Piccolina

Glück gehabt …

Schon oft habe ich in meinem Leben Glück gehabt. Leider kenne ich aber auch die andere Seite und wie man sich fühlt wenn man kein Glück hat. Heute sind es genau zwei Jahre, dass ich mit meinen beiden Katern Grisou und Skippy hier in Riaz in meine wunderschöne Wohnung eingezogen bin. Diese traumhafte Wohnung zu finden war ein absoluter Glücksfall. Umso trauriger und schwerer war es dann, die Schlüssel für die Wohnung nur gerade 10 Tage nach dem Tode meine geliebten Mannes in Empfang zu nehmen. ER hatte sich so sehr auf dieses neue Zuhause und auf das Greyerzerland gefreut.

So wechseln Glück und Unglück im Leben und wir müssen jeden Tag aufs Neue lernen damit zu leben und zu akzeptieren.  In den letzten zwei Jahren habe ich sehr viel liebe Freunde gefunden und ich bin wirklich sehr dankbar für jede einzelne Begegnung.

Von einem ganz besonderen geräuschvollen Glücksfall muss ich euch aber jetzt berichten. Bekannterweise trage ich ja seit 12 Jahren zwei Hörgeräte. Es sind Hörgeräte der neusten Generation und entsprechend nicht ganz günstig. Wenn ich alleine bin, trage ich die Geräte eher selten. Zwar führe ich öfters mal Gespräche mit mir selber aber das kann ich auch ohne Hörhilfen. Beim Piano spielen ist es unterschiedlich. Ohne Kopfhörer spiele ich mit und sonst mit dem Kopfhörer natürlich wieder ohne.

Neulich hatte ich Besuch in meinem kleinen Paradies am schönen Greyerzersee und um auch wirklich ALLES zu verstehen, trug ich logischerweise meine Hörgeräte. Ich bin bekanntlich eine Wasserratte und springe öfters mal ins erfrischende Wasser.  Voller Freude stürzte ich mich in den See, eine halbe Drehung auf den Rücken und rückwärts mit dem Kopf ins Wasser.  OMG … was war das für eine Lärm. Es war, als ob ich direkt in einem Wasserfall stehen würde. Ein Schreck fuhr mir durch die Glieder und ich wurde dadurch fast aus dem Wasser zurück an den Strand katapultiert.  Ein kurzer Griff an meine Ohren bestätigte mir meine Befürchtungen.

Uuppps … ich also wie ein Tornado zurück über den Zeltplatz zu meinem Hüsli und sofort raus mit den teuren Dingern die einen solchen Lärm in meinen Ohren veranstaltet haben. Klappe auf, Batterie raus … sofort zum Sonnenbad, resp. zur Trocknung ausgelegt.

Ein paar Stunden später habe ich mit sehr mulmigen Gefühl und ziemlich Herzklopfen die Batterien verstaut, die Klappe geschlossen und welch GLÜCK, der befreiende Signalton ertönte nacheinander in meinen beiden Ohren.

Das war wirklich Glück und ich glaube kaum, dass mir das noch einmal passieren wird. Man muss ja das Glück nicht herausfordern oder bewusst zu sehr strapazieren. Es spricht für die Qualität meiner Geräte und ich hoffe doch sehr, dass es keine langfristigen Folgen haben wird.

bin also weiterhin (meistens) ganz Ohr, eure Piccolina