Meerschweinchen, Hamster oder doch ein Pferd?

Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Angefangen hat alles mit akutem Schwindel, gefolgt von einer viralen Angina, einer“Pfütze“ hinter dem Trommelfell und dann als krönenden Abschluss eine überaus grässliche und langwierige Grippe. Genügend Erklärungen warum mein Winter 2019 so gut wie ausgefallen ist.

Zurückgeblieben sind Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit und ein Gefühl von Stacheldraht in meinem Hals. All das, liesse sich wahrscheinlich auch mit altersgerechter Frühjahrsmüdigkeit und aufkommender Pollenflug-Saison erklären.

Etwas Gutes hat aber dieser verkorkste Winter … ich habe es jetzt schwarz auf weiss, ich kann mir als neues Haustier problemlos ein Meerschweinchen, einen Goldhamster oder auch ein Pferd anschaffen.

Diese doch sehr hilfreiche Einsicht hat ein erfolgreich durchgeführter Allergietest zu Tage gebracht und ich bin wirklich sehr beruhigt. Meine Katzen Grisou und Skippy sind genau so wenig schuld wie die Erlen, Birken, Gräser oder was da auch immer blühen und durch die Luft fliegen wird.

Ich wurde auf 23 Allergene getestet und NICHTS, aber auch wirklich gar nichts, hat auch nur ein bisschen angezeigt.

Irgendwann wird auch diese Grippe und ihr Gefolge in Vergessenheit geraten und für mich gilt, der Frühling kann kommen und am liebsten sofort. Vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit … ich bin bereit. Und eines habe ich mir schon GROSS in meine Agenda eingetragen, im Oktober/November werde ich mich von nun an immer gegen Grippe impfen lassen.

Ein neues Haustier werden WIR uns aber trotzdem nicht anschaffen.

euer Dream-Team Grisou, Skippy und Piccolina

Mein Revier…

Kennt ihr das? Es kommt Besuch und irgendwie kommt alles in Bewegung! Ich hoffe, dass ich bei meinen spärlichen Besuchen in fremden Wohnungen nichts dergleichen auslöse.

Ich wohne in einer wirklich schönen und grossen Wohnung. Zusammen mit meinen beiden schnurrenden Freunden Grisou und Skippy. Wo Katzen leben, welche man bekanntlich nicht wie Hunde erziehen kann, herrschen besondere Verhältnisse

Immer wenn ich Besuch habe, benehmen die Beiden sich daneben. Erst wollen sie raus, dann wieder rein. Ich stehe immer wieder auf um die Terrassentüre zu öffnen resp. zu schliessen. Mal springt Skippy auf die Küche oder sogar auch auf den Tisch. Sobald ich allein bin mit den Beiden, ist absolute Ruhe und es wird geschlafen was das Zeug hält. Wollen sie Aufmerksamkeit erwecken oder sind sie vielleicht sogar ein bisschen eifersüchtig? Ich werde es wohl nie erfahren.

Obwohl ich fast täglich Staub sauge, gibt es auch immer wieder Katzenhaare. Das ist unangenehm aber es lässt sich einfach nicht verhindern. Ich kann damit leben und auch sonst fühle ich mich in meinem Zuhause sehr wohl und ich möchte eigentlich nichts verändern. Ich habe sehr oft Besuch und ich freue mich ehrlich über jeden einzelnen Besucher.

Was ich weniger mag, sind die vielen gutgemeinten Ratschläge. Tipps und Hinweise wie man dies und das verändern und verbessern könnte. Leute, ich bin erst vor einem Jahr hier eingezogen, ich will nicht schon wieder Veränderungen. Mein Büro ist zugegeben ein kreatives Chaos. Mein Küchenreduit ist genau so durcheinander wie ich auch aber ich mag es so wie es ist.

Muss ich mich dafür wehren oder rechtfertigen, dass mein Zuhause mein Lebensraum ist? Mein Revier wo ich mich wohlfühle und nicht eine sterile Möbelausstellung.

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Sollte ich irgendwann mal bei jemandem von euch zu Gast sein und anfangen Dinge zu verschieben und ungefragt Tipps abzugeben – bitte sagt es mir einfach!

Die Tablare in der Küche sind nach unten verrutscht und die unzähligen leeren Confi-Gläser sind ordentlich weggeräumt. Die übersehenen Katzenhaare auf dem Badezimmerteppich sind gesaugt und mein Besuch ist wieder weg. Ich bin dankbar für diese Verbesserungen. Wenn mein nächster Besucher grösser ist als 1.75m habe ich schon eine gute Idee, mein Bürofenster muss dringend geputzt werden. 🙂

Wir hätten die Zeit aber auch einfach mit plaudern verbringen können. Zeit für Freunde und mit Freunden – das kostbarste Geschenk überhaupt.

Willkommen in unserem Revier

Skippy, Grisou und Piccolina

Grosseinkauf als Single….

Zwar gehe ich nicht ungerne „lädele“ aber einkaufen ist gar nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Früher war alles viel einfacher, meistens war mein Mann dabei und wir haben vor Ort unsere wunderbar schmeckenden Menu’s komponiert und uns an den Auslagen erfreut bis uns das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. Heute, gut 15 Monate nach dem Tode meines Mannes (er war gelernter und leidenschaftlicher Koch und Gastgeber) ist das alles ganz anders. Das Wasser läuft mir nicht mehr im Mund zusammen, sondern sucht sich beim einkaufen noch regelmässig einen Weg durch meine Tränenkanäle. Beim einen Grossverteiler beginnt das im letzten Drittel und beim anderen ist es bereits im ersten Drittel, daher meide ich diesen normalerweise.

Ich schlängle mich seither im Alleingang mit meinem Einkaufszettel ausgerüstet, meistens recht zielstrebig durch die Gänge und nehme mir aus den Regalen was ich aufgeschrieben habe. Nach der Hälfte fühle ich mich schon erschlagen. Überfordert von all dem Überangebot und ich frage mich immer wieder, wer das alles jemals überhaupt kaufen, testen und schlussendlich auch essen kann oder wird. Jedes mal frage ich mich z.B. warum es soooo viele Sorten Joghurt gibt. Rechtsdrehend, linksdrehend oder weiss der Kuckuck was der Unterschied sein soll. Für mich ist und bleibt Vanille eben Vanille und da ich Vanille gar nicht mag, fällt mir diese Wahl wenigstens sehr leicht.

Gemüse und Früchte ist da schon schwieriger. Es gibt von allem zu jeder Jahreszeit und ich kann mich nicht entscheiden, kaufe dann mehrere Sorten und schaffe es nicht alles zu essen. Fisch, Meerestiere, Muscheln ….. wie sehr haben wir das geliebt und mein Mann hat das alles wunderbar zubereitet. Spätestens hier kämpfe ich jeweils mit den Tränen und verziehe mich dann zur Kasse. Brot kaufe ich fast nie mehr oder dann beim richtigen Bäcker und auch für das Fleisch und für den Käse gehe ich lieber ins benachbarten Dorf zum Detaillisten. Gemüse und Früchte kaufe ich gerne auf dem Wochenmarkt weil ich da auch ein Einzelstück kaufen kann und irgendwie das Gefühl habe, das sei das „glücklichere“ Gemüse als das in Plastik eingeschweisste.

Da ich gerne Saisongerechte Küche mag, hatte ich gestern plötzlich Lust auf Gemüsesuppe. Markt ist erst am Donnerstag, also blieb mir keine andere Wahl. Für eine Person ist das echt schwierig weil ich diese bereits abgepackten Suppengemüse finde ich schrecklich. So sieht es nun also aus in meinem Gemüsefach und jetzt ist es wieder sonnig uns warm und die Lust auf Gemüsesuppe ist irgendwo abgetaucht.

Gemüsefach

Auf meinem Zettel stand auch noch Katzensand und Katzenfutter und natürlich habe ich auch noch ein kleines Extra gekauft für meine Mitbewohner. Einen Essteppich:-) Nein, sie essen nicht direkt vom Teppich aber ihre Schälchen bleiben standhaft.Essteppich

Der Teppich wurde für gut befunden und akzeptiert, also hat sich der Aufwand mit dem Grosseinkauf doch wenigstens gelohnt und jemand freut sich darüber. Mein Mittagessen fand ganz spontan im Restaurant statt:-) Abendessen fällt Taichi-Chigong zum Opfer und ab morgen gibt es wohl tagelang Gemüsesuppe…. sofern ich die Motivation finde diese zu kochen und sonst ist Rohkost angesagt. Verhungern werde ich auf jeden Fall nicht:-)

eure Piccolina